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Kategorien > Besinnliches > Erinnerung

Geheimnisvolle Nachbarin Teil VI

von Nacht

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Ich erkenne einen Mann, der aufgeregt in der Zeitung blättert. Da kommt eine Frau hinzu. Beide schauen nun in die Zeitung. Die Frau fragt aufgeregt: "Na steht die Heiratsanzeige unseres Sohnes schon in der Zeitung?"
"Ja. Hier sieh sie dir an, schön geworden." Sie nimmt einen Blick darauf, und sagt mit leiser Stimme: "Ja nun ist es amtlich." Er nickt zustimmend.

In diesem Moment wechselt das Bild. Sandra steht, in einem strahlend weißen Kleid, neben dem Mann vor dem Traualtar. Sie strahlt vor Glück. Dann gehen Beide durch die Kirchenpforte ins Leben. Es folgen viele glückliche Jahre.

Kurze Zeit später klingt das Geräusch eines fahrenden Wagens an mein Ohr. Hinter dem Steuer, erkenne ich Sandras Mann. Schnell rast er durch die Kurfen auf die Stadt zu. In der letzten Kurve verliert er die Gewalt über sein Fahrzeug. Er prallt mit voller Wucht gegen einen Baum. Die sofort herbei geeilten Rettungskräfte konnten nichts mehr für ihn tun. Er war auf der Stelle tot.

Da erkenne ich Sandra. Aufgeregt schreitet sie auf dem Gehsteig hin und her. Immer wieder schaut sie zur Uhr. Leise flucht sie: "Wo bleibt er denn wieder? Sicher hat er mich wieder vergessen."
Sekunden später steht Sandra in schwarz gekleidet vor dem Spiegel. Die Augen rot vom Weinen. Ihre Mutter betritt das Zimmer. Leise sagt sie: "Komm es wird Zeit. Der Wagen wartet." Sandra wendet sich ihrer Mutter zu, und erwidert: "Ich bin bereit. Lass uns gehen."
Kurz danach säumte eine Gruppe schwarz gekeideter Menschen ein offenes Grab. Der Priester spricht ein paar tröstende Worte, dann wird der Sarg hinunter gelasseen. Sandra tritt näher, kraftlos fallen die Blumen. Dann verläßt sie das Grab.
Nach diesen Bildern schließt sich der Vorhang um letztenmal.

Felix sieht sich nach der Frau um. Doch diese ist verschwunden. Langsam geht er zurück zur Bank. Doch statt der Frau, trifft er auf Sandra. Er geht zu ihr hin, nimmt sie an die Hand, und sagt: "Komm wir gehen heim."
Schnell schließt sie das Album. Sie drückt meine Hand, und geht in die Küche. Kurz darauf kehrt sie mit einem Glas, sowie einer Flasche Whiskey zurück. Dann nimmt sie Platz, und schenkt sich ein Glas voll ein, trinkt dieses mit einem Zug leer, und sagt: "Nun weißt du den Grund meines Verhaltens."
"Aber es war ein tragischer Unfall. Du trägst keine Schuld daran. Es hätte auch zu einem anderen Zeitpunkt passieren können."
Plötzlich nimmt sie meine Hand. Sie sagt mit starren Blick: "Nur du kannst mich aus dieser Kälte retten. Bleibe heute Nacht bei mir, ich möchte nicht alleine sein. Rette meine Seele, bitte." Ihre Augen sprechen eine Sprache, die keinen Widerspruch dulden, zusammen gehen wir in den dunklen, mir unbekannten Gang.........

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