Geheimnisvolle Nachbarin Teil I
von
Nacht
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Tiefschwarze Nacht liegt über der Stadt. Felix, ein Mann von zwanzig Jahren, der mit beiden Beinen im Leben steht, steht auf seinen Balkon und beobachtet die Nacht. Sein Apartment befindet sich in einer von Bäumen besiedelten Straße. Wie aus Kannen ergießt sich der Regen auf die Welt
"Heute scheint mein Engel der Nacht nicht zuhause zu sein," denkt er bei sich. Dann betritt er sein Wohnzimmer und nimmt Platz. "Verwunderlich ist das schon, denn sonst ist diese "Schönheit" in der Nacht sehr aktiv." Besser gesagt bewegt sie sich durch die Nacht. Sei es, daß sie alleine tanzt, oder mit scheuen Blick die Gegend erforscht, ob sie jemand beobachtet sobald sie das Haus verläßt. Und nach wenigen Minuten verschluckt die Nacht ihre Gestalt völlig.
Seit knapp zwei Wochen beobachtet er diese glänzende Schönheit. Nacht für Nacht. Das Spiel, um ihre Person, dauert eine halbe Stunde an. Dann löscht sie das Licht, und begibt sich im Schutze der Dunkelheit auf die Straße. Schon als er sich dem Fernsehprogramm zuwendet, flackert nebenan ein Licht auf. Sofort sind seine Augen, sowie sein Geist auf das gegenüberliegende Fenster fixiert. Schnell zieht er sich einen Stuhl herbei, nimmt Platz, und denkt bei sich: "Nun will ich doch mal sehen, was passiert?" Voller Spannung verfolgt er den weiteren Ablauf.
Immer mehr Kerzen entzündet sie, von zarter Hand geführt. Kurze Zeit darauf hüllt sich das Zimmer in ein gespenstisches Lichtermeer. Sa daß er die Frau genau erkennt. In einem Umhang gehüllt bewegt sie sich zum Takt der Musik. Es scheint, als schwebe sie über den Teppich. Doch plötzlich hällt sie inne. In kurzen Schritten kommt sie an ihr Fenster. Voller Neugier schaut sie direkt auf mein Fenster. Dabei bewegt sie suchend ihren Kopf umher.
Aus einem Reflex heraus trete ich sofort hinter die Gardine, damit sie mich nicht erkennt. Dennoch verspüre ich den Drang, diese Schönheit zu sehen. Voller Anspannung, und getrieben durch Sehnsucht, trete ich vor, und winke ihr zu. Gleichzeitig erhoffe ich aus tiefsten Herzen, daß sie meinen Gruß erwidert. Und siehe da, die fremde Schönheit winkt mir zu. Durch den Nebel des Kerzenscheins erkenne ich ihre Hand. Dabei huscht ein Lächeln über ihr Gesicht.
Dann aber dreht sie sich um, und gibt sich wieder der Musik und ihrem Tanz hin. Voller Anmut, sowie Grazie bewegt sie sich zur Musik. Mit dem Verklingen der Musik schließt sich automatisch der Vorhang. Sogleich erlischt auch das Kerzenlicht. Sofort greife ich zu meiner Jacke, denn ich muß bereit sein, wenn sie das Haus verläßt.
Inzwischen ist es schon fast Mitternacht, und meine Augenlider wiegen schwer. Die Versuchung ihren Drängen nachzugeben ist groß. Plötzlich betritt sie die Straße. Schnell meine Jacke übergeworfen, und ich folge ihr. Durch die breite Hauptstraße, dann in eine enge Gasse. Da habe ich sie aus den Augen verloren. Ich renne um her. Doch als ich mich umdrehe steht sie in Lebensgröße vor mir. Dunkelheit umspielt ihre Gestalt. Das strahlende Licht ihrer Augen brennt auf meiner Haut. Aber der Ausdruck ihrer Augen sagt mir: "Vertrau mir. Ich beschütze dich.
"Guten Abend, lieber Freund." Wünscht sie mir mit freundlicher Stimme. Dabei durchdringt mich der Blick ihrer Augen.
"Guten Abend , schöne Frau." Erwidere ich. Dann reiche ich ihr meine Hand. Ich fühle mich dabei unsicher und nervös. Im selben Atemzug frage ich sie nach ihren Namen.
"Namen sind doch nur eine Reihe von Buchstaben," bekomme ich als Antwort.
"Laß uns die Nacht begrüßen," flüstert sie mir zu. Schon nimmt sie meine Hand, und wir schlendern zusammen die Straße hinunter.
"Wo führst du mich denn hin?" Frage ich mit einem flauen Gefühl im Magen.
"Zum Fluß. Denn Wasser ist einerseits Bewegung und Leben, aber auch beruhigend und leise."
Dort angekommen streift sie ihre Kleider ab, und nimmt am Uferrand Platz.
"Der warme Wind tut gut auf meiner Haut," bricht sie das Schweigen. Ich nicke stumm, dann nehem ich neben ihr Platz. Plötzlich erhebt sie sich, und stürzt sich in die Fluten. Anmutig gleidet sie durch die Wellen. Und es scheint mir, als winkt sie mir zu. Doch plötzlich sehe ich sie nicht mehr. Aufgeregt stürze ich zum Ufer. Fieberhaft suchen meine Augen das Wasser ab. Doch keine Spur, der Fluß hat sie verschluckt.
Das war der Anfang der Geschichte, auf fleißige Kommentare würde ich mich freuen. Fortsetzung folgt
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Kommentare
emhocviet@yahoo.de schrieb am 2009-02-23 20:47:38:
Hallo,Die geschichte ist sehr bildlich darstellbar, weiter so... schöne geschichte möchte sehr gerne weiter lesen
Gimliy schrieb am 2008-09-15 13:11:19:
Hallo.
Deine Geschichte ist ganz gut. Ich finde auch den Perspektivenwechsel von Er- zu IchErzähler klasse, weil es einem die Gefühlswelt der Hauptfigur näher bringt, allerdings hast du einen kleinen Fehler dabei gemacht. Ich wäre ab dem Absatz „Immer mehr Kerzen entzündet sie, …“ sofort in die Ich-Perspektive gegangen. Das hast du auch sicher gewollt, doch der eine Satz stört ein wenig: „Sa daß er die Frau
genau erkennt.“
Aber sonst finde ich die Geschichte echt gut und freu mich schon auf die Fortsetzung.
lg Gimliy
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