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Kategorien > Besinnliches > Erinnerung

Geheimnisvolle Nachbarin Teil II

von Nacht

1

Immer wieder rufe ich nach ihr. Doch kein Lebenszeichen kommt zurück. Dann stürze ich mich selbst in die Fluten. Tauche unter, und suche nach der Frau. Langsam gerate ich in Panik, denn die Luft geht mir aus. Doch da bildet sich ein riesiger Strudel. Noch ehe ich mich versehe, zieht mich eine unbekannte Kraft ins Ungewisse. Doch zu meiner Verwunderung fühle ich mich plötzlich unbeschwert und frei. Die Last des irdischen Lebens ist von mir gewichen. Leicht wie eine Feder gleite ich durch die Dunkelheit.

Minuten später betrete ich einen großen Saal. Die Anwesenden, mir völlig unbekannte Personen, nehmen mich garnicht richtig wahr. Bei genauem Hinsehen erkenne ich meine Nachbarin inmitten der Personen. Mit einem Lächeln auf ihrem Gesicht, winkt sie mir zu. Ich folge der Aufforderung, und gehe hin.

Zögernd reiche ich ihr die Hand. Sie nimmt diese entgegen, dann sagt sie zu mir: "Hat dich die Flut doch zu mir gebracht. Bitte nimm doch Platz." Ich nehme Platz. Dann schaue ich so in die Reihen. "Hallo. Endlich habe ich dich gefunden." Leise Musik umspielt unser Treffen. Sie erwidert: "Du hast lange gebraucht. Aber ich freue mich, daß es dir gelungen ist, zu mir zu gelangen. Und du hast damit dein früheres Leben hinter dir gelassen."
"Hast du etwa auf mich gewartet?" "Ja, schon sehr lange. Aber bis jetzt warst du noch nicht bereit zu mir zu kommen."

Erstaunt schaue ich ihr in die Augen. "Du wußtest also, daß ich komme." "Ja, frueher oder später. Aber bis jetzt warst du noch nicht bereit dazu. Nun hast du mir aber dein Herz und deine Gedanken geöffnet. In dieser Sekunde bist du am Ziel."
Ich nehme Platz. Dabei nicke ich den Anwesenden zu. Und siehe da, sie erwidern meinen Gruß.Ich sehe ihr in die Augen, dann frage ich sie: "Wie ist dein Name?" "Mein Name ist Sandra. Mir ist nicht verborgen geblieben, daß du mich von deinem Fenster aus beobachtest. Ich fühle mich dadurch sehr geschmeichelt. Und wie ist dein Name?"
"Mein Name ist Felix." Sie erhebt sich, und ergreift meine Hand. Dann sagt sie: "Komm mit, ich zeige dir meine Welt."Dabei umklammert sie ganz fest meine Hand. Ängstlich sehe ich in die Reihen. Alle Anwesenden bleiben zwar stumm, doch nicken sie zustimmend.

Sandra und ich verlassen den Saal. Vorbei an blassen, ausdrucksarmen Gesichtern. Mit einem leissen Klacken fällt die Türe ins Schloß. Ich richte den Blick auf den vor uns liegenden Gang. Tiefschwarze Finsternis erwartet mich. Ebenso auch meine Begleiterin. Wieder steigt Unbehagen, sowie Angst in mir hoch. Sie drückt meine Hand ganz fest, und flüstert: "Nur keine Angst, ich führe dich aus dem Dunkel ans Licht. Ich fasse Vertrauen. Mit den ersten Schritten bewegen wir uns auf das Ende des Ganges zu, wie von Geisterhand geführt. Immer noch umklammert Sandra meine zitternde Hand.
Nun der zweite Teil. Bitte wieder Kommentare dazu

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Kommentare

Gimliy schrieb am 2008-09-25 08:54:52:
Wirklich beachtlich! Diese Fortsetzung haut echt rein, wenn ich das so sagen darf. Es macht auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Teil. Auch die Beschreibung ist simpel hat aber was erhabenes, wie z.B. "Ich führe dich ans Licht". Gefällt mir gut, schreib bitte weiter.
lg: Gimliy

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