Geheimnisvoller Sommerabend
von
Aldore
1
2
Die letzten roten Sonnenstrahlen leuchteten auf die Buchstaben von Rolfs Buch.
Die roten Strahlen trafen wie Laser auf die Wasser- Oberfläche welche die hohen Bäume noch vom See und seiner Umgebung freigab.
Von dem weißen Papier reflektiert blendeten sie Rolf. Er schloss immer wieder die Augen beim lesen. Seit Wisperwind, die drahtige eisenharte Schwertmeisterin im Dickicht des Waldes verschwunden war, blickte er zwar auf die Buchstaben, nahm aber den Sinn der Worte nicht mehr wahr.
Wie die dichten Zweige hinter Wisperwind, so schlossen sich auch die Reißverschlüsse der Zelte auf dem kleinen Campingplatz hinter den Kindern, Müttern und Vätern. Dort suchten sie Schutz vor der beginnenden Kühle des Abends in dicken Schlafsäcken.
Rolf spürte nichts von der Abendkühle. Er dachte an Wisperwind. Er wünschte sich, das die Schwertmeisterin jetzt vor ihm stünde, den runden Strohhut absetzte und die beiden Schwerter Jadestachel und Sonnenglanz in ihren Scheiden vom Rücken nahm. Dann setzt sie sich zu ihm. Mit ihrem Rücken lehnte sie sich an ihn. Er konnte ihre kleinen aber stahlharten Muskeln auf seinem Körper spüren. Sie sollte von den Kämpfen gegen die Raunen und die Hunnen nun zu ihm zurückkehren, um bei ihm Ruhe und Schutz für ihre kleinen Schwächen finden, die sie im Kampf ständig verbergen muss.
Die Sonne verschwand hinter den Bäumen und so wurde auch das letzte rötliche Licht auf dem See einfach ausgeknipst. Zurück blieben geisterhafte Schemen der Bäume, Sträucher und Zelte rings um den See. Fledermäuse flatterten über die glatte Oberfläche des Sees, der so still dalag als ob er mit einer warmen Eisschicht überdeckt wäre.
Buchstaben konnte Rolf nun nicht mehr erkennen. Sie hatten sich so oder so in Bilder, die er im Dunklen viel besser sehen konnte verwandelt. Er sah den schönen Körper der Kämpferin und spürte die kräftigen Arme, die sonst jeden Gegner töten konnten, ihn aber vorsichtig berührten.
„Sie können wohl nicht schlafen?“
Das Buch fiel Rolf vor Schreck aus der Hand, seine Gedanken wurden wie Kreide von einer Tafel weggewischt. Sie kamen aber wieder, stellten sich scharf wie durch das zoomen eines Objektives mit der hellen aber etwas rauen Stimme der Frau , die seitlich vor ihm stand. Sie war ein wenig kleiner als Rolf, ihr schwarzes Haar fiel weit über ihre Schultern. Braune Mandelaugen, schwarze Augenbrauen und Wimpern gaben ihr ein asiatisches Aussehen.
„Hallo, ist ihnen nicht gut, kann ich ihnen helfen?“ Da war sie wieder, diese Stimme, Schwingungen, als ob die Worte über feines Sandpapier glitten. Trotz des wenigen Lichtes musste sie spüren wie gebannt Rolf sie anstarrte.
Dann stotterte er verlegen: “Nein, ich ... hatte nur gelesen, ...doch jetzt ist es zu dunkel, man kann die Buchstaben nicht mehr erkennen. Aber .... jetzt ist es hier wunderschön.“
„Ja, das stimmt“ Ihre Stimme klang jetzt noch ein wenig verträumt „Darf ich mich zu ihnen setzen?“ Die Vibrationen ihrer Sandpapierstimme brachte alle seine Nervenbahnen zum schwingen. Haare und Hautteile in den mal Haare wuchsen richteten sich auf und senkten sich wieder wie unter Stromstößen.
Sie setzte sich, obwohl er keine Antwort gab.
Er fand seine Stimme dann doch wieder. Sie bewunderten gemeinsam den Sternenhimmel, entdeckten rötlich leuchtende, bläulich leuchtende und blinkende Sterne. Sie bewunderten die Eleganz der Fledermäuse, die auf der Jagd nach Insekten ihre Runden über der Wasseroberfläche zogen.
Seine Kopfhaut juckte, sein ganzer Körper schien in Aufruhr zu beben. Was war hier los, hatte Wisperwind ihre Schwerter und den Hut vergessen? Verwechselte er Traum mit Wirklichkeit?
Als sie über ihm auf der Bank kniete war dann alles zu spät. Ihre Münder wuchsen zusammen und wie kleine Messer fochten ihre Zungen miteinander. Er vergaß vor Erregung das Luftholen und als sie beide kurz innehielten, mussten die Lungen den Sauerstoffmangel im Blut bei rasendem Herz durch tiefe schnelle Atemzüge wieder ausgleichen.
Er wollte sie fest an sich ziehen. Unter ihren T-Shirt sollten seine vollkommen wahnsinnigen Tastzellen seiner Finger ihre weiche Haut spüren.
Doch dort war kein T-Shirt, auch weiche Haut konnte er nicht ertasten. Buschiges spürte er, es waren Federn und seine Hände kamen nicht um ihren Rücken. Sie trafen auf Ansätze von .... das konnte nicht sein. Auf ihrem Rücken begannen Flügel zu wachsen. Sie wurden so riesig, dass sie sie beide wie ein Zelt umspannten.
Ehe er denken konnte löste sie sich von ihm. Starke Krallen umschlossen seinen Oberkörper. Wie Schraubstöcke drückten sie zu, doch sie verletzten ihn nicht. Ein starker Windhauch zog über ihn weg. Die riesige Flügel schlugen über ihm, dann hoben sie ab. Der See lag plötzlich unter ihnen. Bäume und Zelte wurden immer kleiner und verschwanden.
Durch unbändige Kraft stiegen sie höher und höher. Der kalte Wind ließ so langsam alle seine Glieder steif werden.
Als Rolf schon nicht mehr an ein Ende glaubte, erschien vor ihnen ein riesiges Felsentor. Dies stand auf einem riesigen Gebirge und am Fuße einer noch höheren Felsensäule.
Sie flogen hinein in eine gewaltige Eingangshalle. Durch eines von 4 Portalen gelangten sie in einen Saal, welcher Ähnlichkeit mit dem Inneren eines Opernhauses hatte. Rolfs vermeidliche Traumfrau setzte ihn in der Mitte des Saales ab und flog sofort zur Seite.
Ehe er sich überhaupt umschauen konnte, griffen ihn starke Hände und legten ihn auf einen breiten gepolsterten Tisch in der Mitte des Saales. Starke Ringe schlossen sich um Hand- und Fußgelenke.
Dann dröhnte eine tiefe Donnerstimme durch den Saal: „Alina, wen hast Du mir heute mitgebracht?“. Die Stimme kam aus einem riesigen etwas, was oben aussah wie ein Adler und unten wie ein Mensch. Riesige mit Federn bedeckte Brüste dominierten das Vorderteil des Frauenmonsters mit Adlergesicht. Kräftige Beine zwischen denen keine Schamhaare sondern dicht Daunenfedern wuchsen waren an ihrer unteren Hälfte zu erkennen.
Wieder dröhnte ihre Stimme: „Legt ihn frei und gebt ihm den Trank“.
Er wurde seiner Sachen entledigt und bekam eine dampfende Flüssigkeit eingeflößt. Brennend wie Feuer drang diese in seinen Körper ein. Sein Unterleib wurde heiß. Sein Herz raste und pumpte sämtliches Blut in nach unten. Dann begriff er, sein Penis stand steif nach oben gerichtet. Die Adlerfrau schlug mit den Flügeln, hob ab und landete genau auf ihm. Schraubstockartige Lippen schlossen sich um seine Männlichkeit. Flügelschlagen begann sie ihn zu reiten. Es war der blanke Wahnsinn. Dumpfes stöhnen erfüllte den gesamten Saal. Rolfs Unterteil glühte, völlige Ekstase gepaart mit panischer Angst durchzuckten seinen Körper. Dann kam noch eine weitere Angst hinzu, er durfte nicht kommen. Die Adlerfrau würde ihn sicher erschlagen. Aber der Zaubertrank regelte alles. Mit wilden Flügelschlagen erzitterte das Monster über ihm und auch sein Körper entspannte sich. Ihre Flügel schlugen so wild, und dann traf sie ihn am Kopf. Das ganze Geschehen verschwand mit
1
2
Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.
Kommentar hinzufügen