Genussmensch
von
Julian Dralle
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Sie lag mit ihm auf seiner hässlich in verschieden Grüntönen karierten Picknickdecke.
Über ihr kreisend Schattenvögel vor dem Himmel rot wie Blut. Sie flimmerten leicht und ließen einen schwächlich schwarzen Schleier hinter sich, ähnlich wie die Kondensstreifen bei Flugzeugen. Dadurch konnte man, wenn man darauf achtete, erkennen, dass die Schatten sich nicht auf kreisförmigen, sondern auf ellipsenförmigen Bahnen bewegten. Der Kreis kommt in der Natur nicht vor. Der Kreis ist Erfindung des Menschen in seinem ewigen Streben nach Perfektion.
Sie lag also da, den Arm um ihn geschlungen, und schaute in die Ferne. Alles wirkte so irreal, wie von einer anderen Welt. Sie genoss den Moment. Es war ein Moment des Friedens, die Ruhe nach dem Sturm. Sie atmete tief ein, wollte den Moment vollkommen auskosten. Sie lächelte. Dann stand sie auf, küsste ihn auf die Stirn. Sie ging und ließ die gierigen Geier ihre Arbeit verrichten. Den Dolch entsorgte sie auf der Fahrt zu ihrem Ehemann.
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Kommentare
Julian schrieb am 2010-06-20 23:54:33:
Die Geschichte schildert einen kleinen Moment der trotz seiner Kürze eine relativ überraschende Wendung nimmt. Die Vorgeschichte, wieso es zu diesem skurrilen Moment gekommen ist, ist uninterressant und bleibt jedem selbst überlassen.
Die Geschichte ist aus einer personalen Erzählperpektive geschrieben und muss daher nicht so stark in sich verknüpft sein, weil es eben Gedankengänge der Täterin und Handeln der Täterin nach der Tat beshcreibt.
steffi schrieb am 2010-06-15 20:34:08:
für meinen geschmack ist da zu wenig passiert und mir fehlten etwas die zusammenhänge. warum ist denn alles passiert und wie ist es dazu gekommen das ist doch das wichitgste an einer erzählung oder nicht.
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