Georges eigene Welt
von
Hideyoshi
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Georges eigene Welt
Einleitung
Mein Name ist George Melling.Ich bin 17 Jahre alt und besuche zurzeit noch die 11.Klasse.
Man sagt, es gibt viele Arten von Schülern, welche immer in einer Klasse vertreten sind.Da wären zum Beispiel:
Der Sportler...er ist der angesagte in der Klasse und der Frauenschwarm.
Ihm scheinen die Mädchen besonders Zuneigung zu schenken.
Der Schläger...es gibt das Klischee, dass die Schläger nicht intelligent wären, jedoch sehe ich dies nicht so.Sie wissen immer ganz genau, wer das meiste Pausengeld dabei hat, oder wen sie zwingen müssen, ihre Hausaufgaben zu machen.So gesehen, haben Schläger eine ausserordentliche beobachtungsgabe, was die Stärken ihrer Mitschüler angeht...und natürlich auch ihre Schwächen...
Der Streber...Die meisten sagen, sie wären uncool, nur weil sie wissen, was wichtig ist.Sie sind nicht faul, und lernen fleißig.Sie werden meist ausgenutzt von anderen Mitschülern.Diese bedanken sich meist ganz herzlich, am nächsten Tag jedoch ziehen genau die Personen über die Streber her, welche am Vortag noch so dringend ihre Hilfe brauchten.
Das Girlie...Alles was sie tut ist angesagt
Sie ist der Trendsetter und jedes Mädchen möchte so sein, wie sie
Es gibt noch viele andere Gruppierungen von Schülern, wie zum Beispiel:Den Unsportlichen, den Grufti, die gute Seele...aber ich möchte euch noch eine Gruppe näherbringen:
Der Außenseiter...sie können sich auf verschiedene Arten von den Mitschülern abheben
Sowohl äußerlich, als auch psychisch.
Einen Außenseiter gibt es wirklich in jeder Klasse.Nehmt ihr eure eigene Klasse, oder denkt aan eure alte Klasse zurück, und ihr werdet ganz bestimmt jemanden finden, auf den diese Beschreibung passt.
Es gibt verschiedene Arten von Außenseitern:
Die einen versuchen alles mögliche, um angesagter in der Klasse zu werden, während die anderen sich kein bischen für ihre Mitmenschen interessieren
Ja, es ist fast so, als lebten sie in ihrer eigenen Welt.
Außenseiter erleiden oft seelische Schäden, wie zum Beispiel Depressionen...
Ihr fragt euch, warum ich diese Gruppe so hervorhebe?
Ganz einfach...ich selber, bin einer dieser Außenseiter...
Es ist fast so, als wäre ich unsichtbar, so, als würde ich nicht existieren
Wie alles angefangen hat?Ich weiß es selbst nicht genau.Es geschah alles so plötzlich
Anfangs war ich derjenige, der mit fast allen befreundet war, und nun...nun wendeten sich alle ab.Sie grüßen mich nicht zurück, schenken mir höchstens ein kurzes Lächeln.
Ich schätze, irgendwann kommt die Zeit, da wird jemand einfach ausgewählt, wer die Rolle des Außenseiters übernimmt...auch wenn er, oder sie, es unfreiwillig tut.
Ein paar Schwächen genügen, und schon wird man als Außenseiter abgestempelt.
Ich möchte euch einen Teil meines Alltags erzählen.
Vielleicht ist es ganz interessant, wenn ihr euren Alltag mal aus der Sicht eines anderen seht.
Und wer weiß...vielleicht erkennt ihr euch auch ein bischen in meiner Person wieder...
Kapitel 1
Montag Morgen
Es ist 6:30, und ein dröhnendes Geräusch weckt mich aus meinem tiefen Schlaf.Es ist Montag.Ich seufze, bevor ich dem Apparat einen leichten Klaps gebe, wonach dieser abrupt verstummt.Ich drehe mich auf die Seite und versuche wieder einzuschlafen.Am liebsten würde ich den ganzen Tag schlafen...ach was...die ganze Woche!Ich möchte einfach wieder Samstag haben.Ein Tag, an dem Ich mich nicht wieder in die Schule quälen müsste.Es liegt eine beruhigende Stille im Raum, sodass ich wieder in einen leichten Schlaf falle.
Mit einem Mal schwinkt meine Zimmertür auf, und eine Gestalt schaltet das Licht an.
Ich blinzele, und nachdem ich mich an das gleißende Licht gewöhnt habe, entpuppt sich die Gestalt als meine Mutter, welche durch den ganzen Raum ruft:"Es ist schon 7 Uhr!"
Bevor ich mich fragen kann, warum sie so schreit, da mein Bett doch direkt neben der Türe steht, und somit auch ich dort liege, springe ich schnell von der Matratze, schnappe mir schnell Kleidungsstücke, und renne ins Bad.Ich bin schlecht gelaunt, weil ich verschlafen habe, und da ich meine Gedanken nicht wirklich zurzeit ordnen kann, gebe ich meiner Mutter die ganze Schuld."Sie hätte mich auch eher wecken können" murmel ich genervt vor mich hin, was, im Nachhinein betrachtet ziemlich unsinnig ist.So gesehen, hätte ich auch schon um 6:30 Uhr aufstehen können, und dann wäre alles in Ordnung, doch dieser Gedanke kommt mir gerade nicht in den Sinn
Ich ziehe mich also schnell um, putze mir die Zähne und Gesicht, aber für eine schnelle Dusche bleibt mir keine Zeit mehr.
Ich schnappe mir meine Schultasche, werfe sie mir über die Schulter und gehe zur Tür
"Tschüss!"
sage ich laut, durch die ganze Wohnung, in einem leicht genervten Ton und knalle die Türe zu, bevor mir weder Mutter, noch älterer Bruder eine Antwort geben können.
Ich gehe schneller zur Bushaltestelle, als sonst, krame dabei aber meinen MP3-Player aus der Tasche.Musik...die half mir immer bei meinen schweren Zeiten.Sei es nun um mich aufzuheitern, oder mich von der "richtigen Welt" abzukoppeln.
Ich höre gerne ältere Musik, wie die Beatles oder Rolling Stones.
Meine Schulkameraden machen sich lustig darüber, aber es interessiert mich nicht.
Ich will weder für sie meine Persönlichkeit, noch meinen Musikgeschmack ändern.
Diese Chart-Musik und die heutigen "Rapkünstler", in welchen Kinderreim-endungen wie:
"...Durst
...Wurst
...Haus
...raus"
vorkommen, lassen mich völlig kalt.
Während andere "total darauf abfahren", wie sich die Sänger der heutigen Generation zum Deppen machen, kann ich nur den Kopf schütteln...
Nun komme ich an der Bushaltestelle an, und mir fällt ein gewaltiger Fehler ein, den ich vorhin gemacht habe:Wir haben heute Sport, und ich habe nicht geduscht...auch mein Deo habe ich nicht eingepackt.
Ich fluche in meinen Gedanken und muss dabei einen komischen Gesichtsausdruck gemacht haben, denn eine ältere Frau schaut mich irritiert an
Ich versuche, mich langsam zu beruhigen, während ich der Musik von Jimi Hendrix lausche
Hendrix hat mich bisher immer aufgeheitert, aber ich sehe schon...heute wird es wieder ein Tag, an dem ich besser zuhause geblieben wäre...
Kapitel 2
Meine imaginäre Partnerin
Der Bus fährt vor, natürlich wieder mit fast 10 Minuten Verspätung.Das war ich so langsam gewöhnt.Mit ausrucksloser Miene zeige ich dem Fahrer mein Ticket und gehe weiter durch.
Ich bin schüchtern, war ich schon immer.Deshalb zeige ich nicht gerne meine Gefühle.
Am liebsten würde ich in diesem Moment das Kind anbrüllen, welches mit der Tür spielte, welche immer auf und zu ging.Dem Busfahrer schien es jedoch sehr gleichgültig zu sein.
Dieser beugte sich kurz an sein kleines Mikrofon und es knarrzte durch die Lautsprecher:"Bitte die Tür freihalten"
Nach einigen Minuten verliert das Kind die Lust an dem Spiel und entfernte sich von der Tür.
"Na endlich"
dachte ich
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