Geschichte (3)
von
Elbenfreundin
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„Na dann, bis morgen, Karlos!“, rief sie ihm noch zu, doch Karlos konnte nicht antworten. Er wollte geradewegs zur Straßenbahn, als ihm John entgegen kam. „Was machst du denn hier?“, fragte er überrascht, weil es eigentlich verboten war. „Karl hat schon mit deiner Mutter gesprochen und alles geregelt. Es gab wieder einen Mord! Ein kleiner junge namens Bob Lerche, 11 Jahre alt! Er ging hier auf deine Schule und nun komm!“ „Ich komm ja schon, schließlich wollte ich sowieso zu euch.“ „Kannst du mir im Auto erzählen!“ Fünf Minuten Später saßen sie im Auto, auf den Weg ins Präsidium. „Also, warum wolltest du zu uns?“ „Ich glaube, ich weiß, wer es war!“, antwortete Karlos ganz gefasst. „Ach ja? Und, wer ist es?“ „Ich kann es aber weder beweisen, noch genau erklären, aber ich fühle, dass er es war!“ „Deinen Gefühle darfst du nicht trauen! Wenn dir, z. B. ein Freund oder, in deinem Falle, eine Person, die du magst, dir sagt, dass er es war und er auch nur ein bisschen auf die Vorstellung vom Täter passt, dann glaubt man sicher zu sein, dass er es ist. Später stellt sich dann aber heraus, dass es jemand ganz anderes ist.“ „Aber ich hatte ihn ja schon wieder als Mörder verworfen, bis zu dem Zeitpunkt, als ich in seine Augen sah. Es waren seine Augen, die mir sagten, dass er es war.“ „Wir können ihn ja überprüfen, aber ich sag dir gleich, dass du dir nicht allzu viel davon versprechen solltest.“ Den Rest der Fahrt schwiegen sie und hingen ihren Gedanken nach. Im Präsidium stürzte sich Karlos gleich auf Felix. „Habt ihr Jack Engel überprüft?“ Felix spuckte den Kaffee in einer großen Fontäne aus und sah Karlos verständnislos an. „Nicht genau. Aber das weißt du doch! Er hat nicht die Kenntnisse für diese Morde, Karlos!“ „Könntet ihr ihr ihn trotzdem überprüfen?“ „Ja, wir können es machen, wenn dir so viel daran liegt.“ „Danke! Und überprüft gleich, wo er war, als die Morde geschahen!“ „Wir machen das nicht zum ersten Mal, Karlos! Hey, John, was ist los mit ihm?“ „Ich weiß es nicht! Soll ich mit ihm reden, oder euch helfen?“ „Red lieber mit ihm, das kommt dem ganzen Team zugute“, antwortete Felix und John ging sofort los, er fand Karlos in dem kleinen Zimmer, dass er sich eingerichtet hatte. „Hey du! Wir fragen uns, was mit dir los ist!“ „Ich glaub, ich weiß, wen er für das M töten wird!“ „Das Mädchen, dass mit Jack ging?“ „Du hast sie gesehen?“ „Ja. Sie gingen gerade zu Auto, als ich bei der Schule ankam.“ „Ja sie wird er für das M töten, wenn wir es nicht verhindern!“ „Du magst die, he?“ „Ja, ich kann sie gut leiden.“ „Und du bist sicher, dass er sie töten wird?“ „Ja! Das sagte ich doch schon!“ „Na, wenn das so ist. Wir können ihr Personenschutzaufgrund unserer „Ermittlungen“ geben, wenn es dich beruhigt. Falls er je bis zum M kommt“, sagte John und lächelte Karlos aufmunternd zu. Er sah ihn zwar an, lächelte aber nicht. „Hey, ihr beiden, kommt mal her!“, rief Felix aufgeregt. „Was ist denn los, Felix?“, fragte Karlos, in der Hoffnung, zu hören, was er wollte. „Du bist einfach der Beste, Karlos! Sowohl Jack Engel, als auch Ralf Zielke waren immer in dem Ort wo ein Mord passiert ist!“ „Ja, aber was bringt uns das jetzt?“, fragte John argwöhnisch, „Zielke hatte keinen Grund, sie zu töten, denn wir sind doch übereingekommen, dass der Mord an ihr ausschlaggebend war. Und wenn Jack der Mörder wäre, warum lautet das Geständnis so, als wenn es der Freund war?“ „Was du da sagst, ist doch dämlich! Nur weil wir nichts gefunden haben, was auf eine verschmähte Liebe hindeutet, heißt das nicht, dass es sie nicht gab! Oder was ist, wenn Jack mit Absicht dieses Geständnis „schreibt“, um den Verdacht von sich abzulenken?“, wrf Karlos ein. „Das ist ein guter Einwand, Karlos und darum werden noch mal unter die Lupe nehmen“, meinte Felix dazu und machte sich gleich an die Arbeit. „Wie bitte? Ralf? Es war Jack und niemand sonst!“ „Und woher sollte er die Kenntnisse haben? Ralf hat auch Medizin studiert, genau wie Ida Stein, aber wir können Jack auch noch mal überprüfen, wenn es dir dann besser geht“, versuchte John, ihn zu beruhigen. „Ich bitte darum! Das Leben von Marlien steht hier immerhin auf dem Spiel!“, schrie Karlos ihn an und ging dann zum Ausgang. „Wer ist denn bitte Marlien?“, fragte Felix. „Ein Mädchen aus seiner Klasse. Sie kennt Jack und darum glaubt er, dass sie für das M sterben muss.“ Kaum war Karlos zu Hause, rief John ihn an, um ihn zu sagen, dass ein Thomas Dreck getötet wurde. „Er hat stundenlang gelitten! Dieses Schwein hat ihn regelrecht zu Tode gequält!“ „Inwiefern?“ „Was heißt hier inwiefern?“ „Na hat er Zigaretten auf ihm ausgedrückt oder so was?“ „Nein. Er hat ihn mit einer scheinbar stumpfen Klinge blutig geschnitten und dafür gesorgt, dass die Wunden sich entzünden. Er sieht absolut furchtbar aus!“ „Dann hat er ihn über Tage hinweg gequält. Ich komme morgen vorbei und dann möchte ich, dass die Überprüfungen von JACK und Ralf abgeschlossen sind!“ „Wir haben schon unsere Leute in den jeweiligen Orteb und überprüfen ihre Angaben.“ „Habt ihr die beiden etwa bei euch?“ „Ja klar! Wir brauchten doch ihre Angaben, sonst können wir sie nicht überprüfen!“ „Wie lange werdet ihr die beiden noch da behalten?“ „Solange die Untersuchung dauert und das kann sich noch hinziehen. Wieso?“ „Ich komme gleich zurück! Ich muss mit den beiden reden!“ „Ich komm und hol dich ab!“ „Gut, dann bis gleich.“ Eine halbe Stunde später war er wieder im Präsidium. „Wo sind sie?“ „In Verhörraum 1. und 2. Wir haben ihnen gesagt, dass du mit ihnen reden willst“, antwortete Lina, die Assistentin von Felix. „Mit Jack kann ich nicht reden, der kennt mich schon. John, hast du schon mit ihm gesprochen?“ „Ich? Nein, warum?“ „Dann wirst du für mich mit ihm reden! Ich schreib dir gleich die Fragen gleich auf, aber zuerst will ich mit Ralf sprechen“, antwortete Karlos und stürmte dann in Richtung Verhörräume los. „Guten Tag, Ralf! Ich hoffe, ich darf Sie Ralf nennen!“, fragte Karlos freundlich beim Eintreten. „Aber selbstverständlich. Ich habe gehört, dass Sie noch einige Fragen an mich haben, Herr ...“, entgegnete Ralf ebenso freundlich zurück. „Oh, mein Name ist Karlos, einfach nur Karlos.“ „Schöner Name.“ „Danke, aber ich möchte dann jetzt doch zu den Frage kommen.“ „Aber natürlich, fangen Sie ruhig an.“ „Wie stehen Sie zu ihrem Freund Jack?“ „Zu Jack? Wir sind Freunde, was ich für ihn tue, das tut er auch für mich!“ „Schließt das auch Mord mit ein?“ „Aber natürlich nicht!“, antwortete er empört, doch Karlos spürte, dass er schauspielerte. „Für wie intelligent würden sie Jack einschätzen?“ „Oh, er ist hochintelligent!“ „Intelligent genug, um aus Büchern zu lernen, wie ein Chirurg praktiziert?“ „Was? Sie glauben, dass Jack diese furchtbaren Morde begangen hat? Das ist vollkommener Blödsinn! Mann kann lernen, was man als Arzt tut, aber nicht wie die menschliche Anatomie wirklich ist. Die Bücher sind da in den meisten Fällen absolut nutzlos. Man braucht dafür Praxis, vor allem für das Herz!“ Jeder andere hätte sich
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