Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Horror > Fantastisches

Geschichten aus Lurruken, Teil V: Flucht nach Magg

von Andre Schuchardt

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Betroffene
Laudar Rennois – Erzähler, Kammerdiener des Palastes
Niráce Jardgeault – 10. Sohn von Tólome ab 2960, * 2941 – ?
Umean – 12. Tochter von Tólome ab 2997, * 2955 – t 3016
Rouq – Adliger
Aurís – Adliger
Fonouille – Adliger
Annous – Adlige
Goulís – Adlige
Mauce – Haushälterin der Familie Jardgeault
Sarroux – Wächter
Ticqaille – Wächter
Gaunie – Dienstmagd
Laufé - Vorkoster
ein Arzt
und andere Adlige, Wächter und Bedienstete
die Familie Jardgeault
Raí
Miloux Laqualle, 1. Sohn von Tólome ab 2238, * 2211 – t 2301
Málaines die Friedliche, 5. Tochter von Tólome ab 2301, * 2274 – t 2359
Mágin Journas, 3. Sohn von Tólome ab 2381, * 2358 – t 2479
General Merchánis
Báranoux
Jáneur, 7. Tochter von Tólome ab 2551, * 2508 – t 2592
Sámeidan, 5. Sohn von Tólome ab 2592, * 2570 – t 2635
Amoujain, die Wahnsinnige, 8. Tochter von Tólome ab 2649, * 2621 – t 2661
Míjousa, 11. Tochter von Tólome ab 2909, * 2881 – t 2960




Prolog
Mein Name? Aber was tut der zur Sache? - Doch seid euch gewahr, dass ihr hier das Vergnügen mit Laudar Rennois aus dem Dorfe Nouán nah des Amantkammes habt. Und ich... - ja, ich diente den Söhnen und Töchtern Tóls und Omés bereits so lange ich vernünftig zu denken vermag – zumindest ehedem tat ich dies, doch nun kann ich es nicht mehr. Jedenfalls erinnere ich mich noch gut an unsere Kriegerin Míjousa und natürlich auch an unsere liebe Herrin und Retterin Umean. Am besten jedoch erinnere ich mich – und dies ganz und völlig zu meinem allergrößten Leidwesen! - an den Sohn Niráce Jardgeault, den letzten der Herrscher Líans. Auch wenn ich diese Erinnerungen schon oft und lange versucht habe zu verdrängen und zu vergessen, bisher war es mir nicht vergönnt. Zu meinem tiefsten Bedauern gelang es mir noch nicht – denn in diesem meinem hohen Alter habe ich noch immer so ein entsetzlich gutes Gedächtnis wie in meiner frühesten Jugend – ein gar grausamer Fluch, so will es mir nun erscheinen - und deshalb – ja, deshalb breche ich hiermit schließlich mein mir selber gegebenes Gelöbnis des ewigen Stillschweigens, entsinne mich noch einmal all dieser schrecklichen Geschehnisse und schildere es euch, da ihr ja der Warnung nicht hörig wart, auf dass ihr es an die Öffentlichkeit bringt und ich endlich meine Ruhe und meinen inneren Frieden finde, und es allen noch folgenden Söhnen und Töchtern Tóls und Omés eine Lehre und auch Warnung sein möge!
Lasst mich mit dem Abend des 22. Tages des Jahres 2977 beginnen, einem wunderschönen Tóltag des jungen Frühlings, an welchem Niráce aber den Grundstein zu seinem späteren Fehler und Verderben legen sollte, der unser aller Untergang hätte bedeuten können. Damals, als ich noch einfacher Kammerdiener am Hofe Líans war, doch bekam ich alles Interessante des Palastlebens stets von irgendwo her immer noch als einer der Ersten mit. Die Ereignisse des besagten Abends nun zum Beispiel, bekam ich später durch das aufgeregte Geplapper der stets neugierigen Dienstmädchen zu hören, deren Aussagen geordnet mich nun zu den folgenden Schlüssen führen. In dieser stürmischen Nacht nach einem zuvor schönen Tag beschloss der Sohn mit seinen engsten Vertrauten, Beratern und Kriegsführern die Rückeroberung des Hafens Begót, dessen Verlust er schuldig war; welchen er doch Jahre zuvor dank seiner stümperhaften Herrschaft verloren hatte – oder besser gesagt, aufgrund seines Fehlens an Herrschaft und seiner ständigen Suche nach irgendwelchen dunklen Gestalten, die ihm angeblich irgendwo auflauern und umbringen mochten und anderem, das alles zu sehen nur er im Stande war – ach, dieser arme Wahnsinnige! Um Begót nun wieder, wie er es nannte, unter die Ordnung und das Recht von Lían zu bringen und es zu befrieden, dazu wollte er ausziehen.










I
Aber dies alles nur mehr am Rande, geschah doch alles letztlich im Palaste selber. An diesem Abend also nun, so hatte ich später vernommen, saß der Sohn Niráce Jardgeault mit seinen engsten Vertrauten in seiner kleinen Arbeitskammer unweit seiner eigenen Gemächer, in welcher er meinte die anderen – die ja nur er zu sehen in der Lage war – aussperren zu können. Mit ihm waren unter anderem wie immer unsere liebe und tüchtige Umean, die Herren Rouq und Aurís und andere, weniger Wichtige. Der Beginn dieser Unterhaltung scheint uninteressant und ich möchte euch dies nun ersparen. Und selbst wenn ihr den Tätigkeiten eines Herrschers interessiert gegenüber stehen solltet, so wäre Niráce sicher das falscheste Beispiel, das man sich nun aussuchen könnte. Spannender jedenfalls wurde es erst später.
Gaunie, eines der Dienstmädchen vom Hofe, war gerade mit Wein eingetroffen. Niráce hatte sie seit ihrem Eintreten beobachtet, so dachte sie, doch galt sein Blick wohl eher etwas anderem. Plötzlich nämlich sprang er auf und deutete aufgeregt auf Gaunie und die Tür hinter ihr. Und immer und immer wieder schrie er nur noch wie der Wahnsinnige, der er doch war.
„Nein! Sie hat sie hereingelassen! Sie arbeitet mit ihnen zusammen! Sie wollen mich töten! So seht ihr denn nicht!“ rief er.
Und so ging es weiter, eine ganze Weile, derweil Umean und die anderen ihn beruhigen wollten, doch nicht konnten, bis er schließlich irgendwann endlich zusammenbrach und noch vor sich hin stammelnd in der Ecke saß. Gaunie wurde an dieser Stelle von Umean fort geschickt; sie selbst brachte Niráce noch in seine Gemächer. Doch damit sollte alles erst beginnen.
Am nächsten Morgen saßen Umean und Niráce gemeinsam zum Frühstück. Zwar hielt sich Gaunie von diesem fern, doch erfuhr sie von einer anderen Magd, was dabei besprochen wurde, und über Gaunie erfuhr schließlich auch ich es. Niráce erzählte Niráce von den Geschehnissen in der Nacht zuvor. Anfangs taten wir es alle ja noch als Traum ab, doch heutzutage... - kann ich mir dieses Glaubens nach dem letzten Abend noch so sicher sein?
Niráce erwachte mitten in der Nacht aufgrund eines Geräusches. Nervös und alles Mögliche vermutend, so wie man ihn kennt, blickte er sich aufgeregt in seinem Gemach um und suchte nach Eindringlingen und Mördern; doch alles war dunkel. Niráce griff nach dem Dolch unter seinem Kissen und machte sich für alles Mögliche und vieles Unmögliche bereit. Plötzlich schimmerte Licht unter der Tür von seinem Wohn- zu seinem Schlafgemach hervor. Hastig zog er den Dolch aus seiner Scheide und umklammerte ihn mit zittrigem Griff. Nebel waberte dünn in sein Gemach. Ein Kratzen ertönte an der Tür, schwach doch stetig. Der Griff der Tür ruckte zunächst leicht, sogleich aber vollständig herab. Knarrend öffnete sich die Tür und schwang schließlich ganz auf. Das Licht, welches er gesehen hatte, war erloschen. Nichts konnte Niráce im anderen Zimmer erkennen. - Doch, eine dunkle Gestalt stand im Türrahmen.
„Wer seid ihr?“ verlangte Niráce mit ängstlich zitternder Stimme zu wissen.
Doch man antwortete ihm nicht. Schweigend trat die Gestalt ins Zimmer ein, schien mehr zu schweben denn zu gehen. Niráce erhob seinen Dolch und richtete ihn auf die

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.