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Kategorien > Fantasy > Drachen

Geschwister Mindaru

von Lana Möller

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Prophezeiung

Dies würde ein schrecklicher Tag werden, so wie die letzten auch. Denn mein Bruder wurde vor fünf Tagen von den Wachen der Stadt festgenommen. Man warf ihn vor, den Mord an den Fürst von Adebracken Lord Fredewei begangen zu haben. In Relustion ehemals Adebracken wird dieses vergehen mit der Hinrichtung bestraft. In einer Stunde wird mein großer Bruder angeklagter in einer Gerichtsverhandlung sein worauf sein tot unweigerlich folgen wird. Das steht eigentlich schon vor den Urteil fest, weil die Beweise erdrückend sind. Ich habe noch zwei Schwestern eine große und eine kleine. Unser Vater war Seefahrer und ist eines Tages nicht von einer Seefahrt zurückgekommen. Und Mutter starb kurz nach dem dritten Geburtstag meiner kleinen Schwester Zillie an einer unheilbaren Krankheit. Das ist jetzt alles fünf Jahre her und seid dem passt Kjara auf uns auf sie ist neunzehn und somit die älteste unter uns Geschwistern. Mein Bruder Kajus ist fünfzehn und deshalb schon voll straf mündig. Vor ein paar Wochen stand ich auch mal vor Gericht, wegen Taschendiebstahls aber da ich keine schuld hatte und man dies auch beweisen konnte wurde ich frei gesprochen. Ich hätte sowieso keine Straffe bekommen weil ich erst dreizehn bin.
„Silaja Mindaru?“, hörte ich eine dröhnende Stimme fragen.
Ich blickte mich um und sah einen stämmigen Wachposten an der Tür zum Verlies meines Bruders stehen. Ich nickte. „Ja die bin ich wohl“
Er runzelte die Stirn und bedeutete mir mitzukommen. Ich betrat einen kleinen Raum und sah mein Bruder in einer ecke sitzen. Als Kajus mich bemerkte stand er lächelnd auf und kam auf mich zu, dann umarmte mich erstmal ausgiebig. Die Wache musterte uns. „Ihr habt zehn Minuten.“
Dann drehte er sich um und ging aus den Raum. „Silaja was machst du hier? Weiß Kjara das du hier bist?“
„Nein Kjara weiß nichts davon, aber eins muss ich dich fragen, bevor ich weitere Fragen beantworte und du musst mir versprechen sie Wahrheitsgemäß zu beantworten. Tust du das?“
„Ja das tue ich, was auch immer du fragen möchtest. Auch wenn ich mir denken kann wie die Frage lautet.“
Mir wurde unbehaglich zumute, bin ich so leicht zu durchschauen? „Schwöre es!“
Er sah mich ungläubig an. „Hast du so wenig vertrauen zu mir? Silaja ich bin dein Bruder. Aber gut wenn du willst schwöre ich halt nicht zu lügen.“
Er hob seine Rechte Hand und sagte langsam und feierlich:„Hiermit schwöre ich Kajus Mindaru auf jede deiner Fragen, was auch immer du Silaja Mindaru fragen magst, mit der Wahrheit zu antworten. Reicht das?“
„Ja, also... Hast du Lord Fredewei Fürst von Adebracken umgebracht?“
Mir wurde noch unbehaglicher zu mute als mir eh schon war.
„Das glaubst du doch nicht wirklich oder? Ich meine du weißt doch das ich so etwas nicht machen würde.“
Er trat ein Schritt auf mich zu doch ich wich zurück. „Beantworte mir meine Frage!“
Ich brach in tränen aus. „Nein ich habe den Fürsten nicht umgebracht.“ Er trat wieder ein Schritt auf mich zu dieses mal blieb ich stehen, dann legte er einen Arm um meinen Schultern um mich zu trösten doch ich Weinte nur noch schlimmer.

Wo ist sie bloß langsam mache ich mir sorgen das Gericht fängt gleich an und sie ist nicht da, komisch. Aber vielleicht möchte sie auch einfach nicht dabei sein wenn Kajus vorgeführt wird und sein Urteil verkündet wird.
„Kjara?“, Zillie unterbrach mich in meinen Gedanken.
„Ja. Was ist denn meine kleine Prinzessin?“
Sie sah mich traurig an anscheinend hatte sie geweint wie so oft in den letzten fünf Tagen. „Ich vermisse Kajus so, ich will nicht das er ..., er... nah ja was halt passiert wenn er schuldig gesprochen wird.“
Ich sah sie mitleidig an: „Ich hoffe das er keine schuld hat und man das auch erkennt wird.“
Ich hatte versucht meiner Stimme einen Beruhigenden klang zu geben, doch dies ist mir keineswegs gelungen. Wie ich mit einem Blick zu Zillie feststellte.
„Ich will mit zu dem Gericht und ich will aussagen.“
Dies sagte sie mit einer Überzeugung in der Stimme die mich erschrecken lies. „Ja du kommst mit und du musst sowieso aussagen weil du mit zu der Familie des Angeklagten gehörst.“
„Nenne Kajus niemals Angeklagter oder schuldiger. Denn das ist er nicht und das weist du auch.“
Zillie war anscheinend wütend über meine Worte, aber das konnte ich verstehen denn in Nachhinein machten sie mich auch wütend wie konnte ich meinen eigenen Bruder bloß Angeklagten nennen. „Wo ist eigentlich Silaja?“
Wieder einmal lies sie mich aus meinen Gedanken hoch schrecken. „Ich weiß nicht, wahrscheinlich ist sie schon vorgegangen und wartet beim Gericht auf uns.“
„Ja vielleicht.“
Zillie erhob sich und blickte mich fragend an. „Kommst du Kjara? Sonst fängt die Gerichtsverhandlung noch ohne uns an.“ Ich nickte und stand ebenfalls auf. Als wir vor die Tür traten bemerkte ich die warme Sonne die von irgendwo dort oben herunter scheint. Ich blickte in den Himmel. Ein viel zu warmer Tag für mein Geschmack. Eigentlich mag ich warme Sommertage aber heute nicht, denn heute ist ein schlechter Tag. Vielleicht sogar der Tag an dem mein Bruder hingerichtet wird. Es hätte Regnen müssen um diesem traurigen Tag den richtigen Anschein zu verleihen aber es schien die Sonne. Die Menschen gingen lachend durch die Straßen viele ahnten nicht mal, dass in ein paar Stunden vielleicht ein unschuldiger Sterben würde. Sterben für etwas was er nicht gemacht hat.
Zillie und ich gingen schweigend durch die Straßen bis wir vor dem Gericht standen von Silaja war keine Spur zu sehen aber sie könnte ja auch schon rein gegangen sein. „Da seid ihr ja endlich, wo wart ihr denn?“
Ich drehte mich um und sah Silaja. „Aha du bist also doch hier ich habe dich gar nicht gesehen. Wollen wir rein gehen?“
Fragend blickte ich von Silaja zu Zillie und wieder zurück. Alsbeide bejahrten drehte ich mich um und ging gefolgt von meinen jüngeren Schwestern in Richtung Eingang.

Noch genau sieben Minuten bis zum Anfang der Gerichts-Verhandlung. Dann würde ich in Ketten den großen Saal betreten. Ich hatte angst aber nicht soviel wie ich gehabt hätte wenn Silaja mich vorher nicht besucht hätte. Sie hat mir Mut gemacht und gesagt sie würde mich da irgendwie raus hohlen, ich soll ihr vertrauen was auch immer geschehen mag. Eine Wache kam und faste mich grob an den Schultern, lachend stieß sie mich vorwärts. Hinaus in den Gerichtssaal, ein schummriges Gefühl breitete sich in meiner Magengrube aus und mir wurde klar es gibt kein zurück ich muss mich dieser Verhandlung stellen was sie auch immer gegen mich sagen werden. Denn nur ich selbst weiß was die Wahrheit ist und was nicht.
Der Richter ein groß gewachsener Mann mit Bart und Brille sah auf mich herab ohne auch nur die geringste Miene zu verziehen. Da dies eine öffentliche Verhandlung war, saßen im Saal viele Leute darunter entdeckte ich auch ein paar bekannte. Meine Schwestern entdeckte ich nicht. Der Richter räusperte sich. „Der Angeklagte soll Platz nehmen.“
Als eine Wache mich zu einen

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