Gestohlen
von
Bone1979
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Kurzgeschichte
Titel: Gestohlen
-alle Ereignisse, sowie Personen sind frei erfunden
geschrieben von Alexander Döbber
Seit Tagen regnete es. So auch an diesem morgen. Die Motivation sich in den Arbeitsalltag zu stürzen, war alles andere als hoch.
Das Wetter war deprimierend. Daran konnte die optimistische Wettervorhersage nichts ändern.
Für Ernesto Gomez und Fred van Dyke hatte das Wetter einen positiven Effekt. Sie arbeiteten für die Städtische Müllreinigung von New York City. Ihre Route schickte Sie durch unangenehmen Teil von Brooklyn. Positiv an dem Wetter war, dass der Müll nicht so stank.
Die beiden Müllmänner waren einiges gewöhnt, aber manchmal drehte sich Ihnen bei dem bestialischen Müllgeruch der Magen um.
Heute war van Dyke mit fahren dran. Er fuhr durch die engen Seitenstrassen, hielt an den festgelegten Punkten Ihrer Route an und half Gomez beim Entsorgen der Mülltonnen.
Gomez entfernte umherliegend Pappe. Bei der letzten Pappe bekam Gomez - obwohl er einiges gewohnt war, einen Heidenschreck.
Unter der Pappe lag eine in Glassichtfolie verpackte Leiche.
Auf denn 2. Blick konnte man erkennen das die Leiche nackt, vernarbt und eine Frau war.
Gomez wandte sich ab. Ihm kam das Frühstück hoch. Das war seine erste Leiche.
Van Dyke, der einige Jahre länger den Beruf ausübte, sah nicht zum ersten Mal eine Leiche. Daran gewöhnte hatte er sich dennoch nicht. Er ging zum Müllwagen zurück und ließ über die Zentrale die Polizei benachrichtigen.
Das Haus war eine Bruchbude. Mit Brettern vernagelte Fenster oder mit Folien abgedeckt. Ein feucht modriger Geruch hatte sich in dem Haus eingenistet. Wohl auch wie eine ganze Horde von Mäusen und/oder Ratten. Die Tapeten und Wände waren mit Schimmel bewachsen. In denn Ecken gab es Spinnnetze, wo sich Fliegen und Mücken verfangen hatten.
Warum machte er denn Job noch mal?
Um das Verbrechen zu stoppen. Mörder zu überführen. Doch in der Arbeitsplatz-Beschreibung stand nichts von solch einer Umgebung.
Langsam schritt Detektiv Andrew Jake- aka AJ- Lenard denn Flur entlang. Seine Dienstwaffe in beiden Händen hatte Lenard das Haus durch die Hintertür über die Küche betreten. Dann war er durch die Schwingtür in das kleine Esszimmer gelangt.
Durch die vernagelten Fenster drang der eine oder andere Sonnenstrahl hindurch. In dem Haus lebte schon keiner mehr. Hin und wieder hausten wohl einige Obdachlose hier. Machten im Kamin ein Feuer und genossen den Schutz des Hauses.
Dagegen hatte Lenard nichts einzuwenden. Über das offene Esszimmer schritt er an der Haustür vorbei in das Wohnzimmer. Abgesehen von dem Schmutz, denn verschließenden Möbeln und dem Geruch waren alle Räume sauber.
Er bekam ein ungutes Gefühl.
Hinter einer Schiebetür lag ein weiteres Zimmer, das ans Wohnzimmer angrenzte. Das Glas in der Schiebetür war durch eine eingerissene Folie ersetzt worden.
Lenard schob die Tür auf.
Der Raum musste ein Arbeitszimmer gewesen sein. Zumindest war das sein Eindruck. Dann entdeckte er etwas das nicht hierher gehörte.
Vor dem Schreibtisch lag jemand in einer komischen Haltung. Wenn jemand so da lag, bedeutete das meist nur eins: Tod.
Lenard kniete sich neben die Person. Die Statur der Person ließ auf einen Mann schließen. Er trug durchweg Designer Klamotten. Dem äußeren Schein nach war der Mann im falschen Haus und in der falschen Gegend. Genau wie der Mercedes SL500 in der Auffahrt.
Er drehte den Mann auf den Rücken. Zwei Dinge stellte Lenard fest:
1. Wie vermutet handelte es sich bei dem Toten um Doktor Patrick John. Einem Chirurgen mit Privatpraxis in Manhattan. Nebenbei arbeitete Dr. John im Saint James Krankenhaus in Midtown.
2. Dr. John war verdrahtet gewesen.
Beim herumdrehen war der Draht gerissen. Das löste einen Countdown von einer Bombe aus, die neben dem Schreibtisch deponiert worden ist. Lenard war in diesen Dingen kein Experte, aber der vorhandene Plastiksprengstoff würde ausreichen um einen ganzen Wohnblock zu pulverisieren.
Der Countdown war auf 5 Sekunden eingestellt...
5...4
Lenard drehte sich rum, sah das mit Brettern vernagelte Fenster...
4...3
Er lief ohne zu zögern darauf zu und feuerte ununterbrochen. Die Kugel durchlöcherten die Bretter...
3...2
Er sprang, durchbrach das vernagelte Fenster und rollte sich auf dem Rassen ab...
2...1
Leicht unbeholfen kam Lenard auf die Beine, rannte los und hechtete über die Grundstückshecke...
1...0
Die Explosion war gewaltig. Das Haus wurde in Stücke gerissen. Die Trümmer wurden Zwei Blocks weit geschleudert. Der Mercedes SL500 wurde durch die Luft geschleudert und landete auf einem verrosteten Pick-up Truck.
Brennende Trümmer landeten bei denn Nachbarn. Deren Scheiben durch die Explosion geborsten waren.
Lenard erhob sich.
Da wo das Haus gestanden hat, befand sich ein brennendes Trümmerfeld.
Er sah an sich herunter. Der Smoking war zerrissen und verdreckt. Das hatte ihm jetzt noch gefehlt. Denn Smoking hatte er sich für seine anstehende Hochzeit gekauft.
Als Lenard denn Anruf von Dr. John bekam, befand er sich gerade auf dem Weg zum Probeessen.
" Sie wird mich umbringen.", murmelte Lenard vor sich hin.
Umgezogen sah er sich die Ermittlungstafel an. Auf der Ermittlungstafel war alles wichtige notiert worden, was die Mordserie betraf an der Lenard arbeitete.
Bisher zählte die Mordserie 5 Opfer. Zwei Frauen und Drei Männer. Alle waren Obdachlos gewesen. Man hatte Ihnen die Inneren Organe entfernt. Sie zusammen genäht und wie Abfall weggeworfen.
An der Ermittlungstafel hing von jedem Opfer ein Foto. Darunter waren die wichtigsten Personalien festgehalten worden. Sowie einige Ermittlungsdaten.
Alles deutete auf Organhandel hin. Sie hatten in alle Richtungen ermittelt. Einige Spuren führten zu nichts. Die anderen Spuren führten unter anderen ins Saint James Krankenhaus und vor kurzem zu Dr. Patrick John.
Das St. James Krankenhaus arbeitete mit einigen Organisationen und Vereinen zusammen, die sich um die Obdachlosen von New York kümmerten. Man untersuchte und behandelte die Obdachlosen kostenlos.
Drei der Fünf Opfer waren im St. James Krankenhaus behandelt worden. Einem der Drei wurden die Mandeln entfernt.
Opfer 4 und 5 hatten zwar eine Krankenakte beim St. James Krankenhaus, wurden aber seit mehreren Wochen von einer Ärzte Vereinigung betreut. In der Vereinigung war keiner der Ärzte aus dem St. James Krankenhaus. Doch durch die führenden Behandlungen gab es eine Verbindung zum St. James Krankenhaus.
Irgendwie führten alle Fäden zum St. James Krankenhaus.
Ihr Problem war das im Grunde alle Mitarbeiter des Krankenhauses verdächtigt wurden. Sie hatte vom Hausmeister bis zum Direktor alle Frauen und Männer überprüft. Bei manchen stieß man auf eine dunkle Vergangenheit, doch die war für die Ermittlungen kaum von belangen.
Zu denn Hauptverdächtigen zählte auch Dr. John. Zwar wurde seine Alibis von Kollegen und den Dienstplänen gedeckt, aber er hatte beträchtliche Schulden.
Seine
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Kommentare
Nina schrieb am 2006-08-01 08:47:07:
Schade, dass die Geschichte kein richtiges Ende hat. Sehr schön geschrieben. Die kurzen Sätze gefallen mir. Allerdings hast du ein Problem bei der Rechtschreibung mit "den" und "denn"... bei "den" betont man das E und bei "denn" das M!
Aber so tragisch ist das auch nicht ;)
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