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Kategorien > Krimi > Thriller

Göttliche Gerechtigkeit

von Harry

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Laut zieht der Wind an den Häusern vorbei, zuerst an den ärmlichen Gebäuden der armen Bürger bis zu den prunkvollen Palästen des Adels die nicht von dem Unwetter vor ihrem Fenster mitbekommen und auch den starken, ans Fenster prasselnden Regen nicht.
Schnell schließt das Oberhaupt der Kirche die Tür hinter sich und zieht seine neuesten Schätze aus der Tasche. Der junge Novize Roger leitete ganze Arbeit im sonntäglichen Gottesdienst, kaum einer der Besucher, ging mit all seinem Geld wieder aus der Kirche heraus. Während Roger die Spenden einsammelte, entledigte er die fettleibigen, jungen Söhne des Adels um einige Goldringe, schimmernden Armbändchen oder anderer Wertgegenstände, die ein solcher mit sich trug. Gierig starrt das greise Kirchenoberhaupt auf seine Habseligkeiten, die selbst einen Adelsmann in Erstaunen versetzt hätten. Die kleine Truhe vor ihm - mit drei Schlössern versehen - ist gefüllt mit diesen Goldmünzen und Juwelen. Und mit einem breiten Grinsen lässt er die neusten Stücke in seine Sammlung gleiten.
Eine Wache- ein abtrünniger Soldat- steht vor der Tür und versucht die Augen offen zu halten. Die dunkle Gestalt mit grauer Mönchskutte, die ihn als einen der Mönche des Klosters aus den Bergen ausweist, sieht er deshalb erst spät. Genau wie das Funkeln in der Hand dieses Mönches, bevor er kaum einen Atemzug später gurgelnd zu Boden stürzt.
Fasziniert von seinem Reichtum, bemerkt er das Knarren der Holztür nicht und auch die leisen und vorsichtigen Schritte hinter sich nicht, bis ihm plötzlich der Kopf zurückgerissen wird. Schweiß tritt dem gottesfürchtigen Mann sofort auf die Stirn und er beginnt auf die Gestalt hinter sich einzureden. Keine Antwort, überhaupt kein Ton, nur ein monotones Schnaufen neben seinem Ohr. Stoßgebete und ein Fluchtversuch. Es scheint zu helfen, er kommt los und taumelt in Richtung Tür. Die Mönchsgestalt zeigt keinerlei Regung, sondern zieht einen Dolch.
Er stürzt die kurze Treppe hinab, schlägt sich den Ellenbogen an der Steinwand blutig, er weiss, dass er nicht entkommen kann, außer der Wache ist niemand im Haus. Verzweifelt dreht er sich um, der Mönch steht auf der obersten Stufe und starrt zu ihm herunter, das Gesicht im Dunklen seiner Kapuze und den Dolch in der Hand.
Das Gold ist der einzige Gedanke des Priesters, er ist wegen des Goldes hier.
Ohne zu zögern greift Unbekannte zu und zieht einige dutzend Münzen aus der Truhe und wischt kleine, rote Tropfen davon ab, bevor er sich abwendet und den Turm hinabsteigt.

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Kommentare

Nina schrieb am 2006-08-02 11:22:33:
Muss man das verstehen...???
Leider auch keine Spannung.. sonst wärs ganz nett.

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