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Kategorien > Trauriges > Abschied

Goodbye my Friend

von anny-star

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Ich süttelte wortlos meinen Kopf und senkte den Blick.
Nein ich wollte nicht das wir uns immer so stritten, aber irgendwie lief es bei uns immer darauf hinaus, dass ich am ende böse auf ihn war, und er mich nicht verstehen konnte.
Im Prinzip waren wir beide gleich. Zu sturr um nachzugeben, doch irgendwann renkte sich immer alles wieder ein und dann war alles wie früher.
So wie heute. Doch heute war alles anders. Ich hatte mich mal wieder dazu gedrungen, mich bei ihm zu entschuldigen. Ich bin zu ihm hingefahren und habe mich entschuldigt.
Jetzt saß ich auf seinem Bett und er mir gegenüber auf dem Stuhl.
Das was er mich gerade gesagt hatte war das schlimmste, was mir in meinem ganzen Leben gesagt wurde.
"Anna," hatte er gesagt "ich bin jetzt endlich 18 und ich kann es kaum noch erwarten mit ihr wegzugehen.Versteh das doch. Ich habe unendlich lange darauf gewartet. Schon immer davon geträumt. Schon damals."
ich schüttelte den Kopf. Tief in mir drinne wollte ich weinen, oder ihm endlich sagen, was ich fühlte. Nun kannten wir uns schon drei jahre und ich war mitlerweile 16 Jahre. Wir haben einen teil unser Jugend miteinander verbracht und haben gesehen, wie sich der andere verändert hat. Und natürlich eine Menge Spaß gehabt. Schon unzählige male habe ich mich wegen ihm in Schwierigkeiten gebracht, doch er war immer mein bester Freund. Ich konnte und wolte nicht ohne ihn leben. Wie sollte ich das auch?
Ich hatte das Bedürfnis zu gehen, doch meine Beine wollte sich nicht erheben.
"Ich habe schon alles mit ihr geklärt. Wir fahren mit dem Zug. Am Samstag um vier. Ich hoffe du kannst das verstehen. Es fällt mir auch nicht leicht dich hier zu lassen, aber du musst ohne mich klarkommen. Ich weiß das du das kannst. Du wirst einen neuen besten Freund finden. Wir kommen dich besuchen. Versprochen! Anna komm, sag doch was." er legte seine Hand auf mein Knie.
Ich schaute ihm in die grünen Augen und konnte spühren wie der Kloß in meinem Hals dicker wurde. Ich durfte nicht weinen. Nicht jetzt vor ihm, dachte ich mir und versuchte den Kloß herunterzuschlucken.
Es gelang mir nicht und stumm rollte eine Tränme über meine Wange. Hilflos schaute ich ihn an. Schon fasst flehen brachte ich doch noch ein Wort heraus.
"Nein..." meine stimmer zitterte.
Ich wusste, dass es einst soweit kommen würde. Ich hatte es schon damals gewusst. Früher hatte er schon mit ihr darüber geredet. nach Berlin wollten sie. Ja und dann dort heiraten. Irgendwo leben in der Innenstadt und jeden Abend Party machen. Sie ist immerhin nun schon 20 und hat lange genug gewartet. Aber ich hatte immer insgeheim gehofft, das es alles nur eine absurde Kindheitsvorstellung war. Doch irgendwie wusste ich es immer.
Wie sollte es jetzt weitergehen? was sollte ich jetzt tun? Für mich war es schon schlimm, wenn er mal drei wochen im Urlaub war. Doch das würde kein Urlaub werden. Nein es würde nach und nach sein als ob er sterben würde. Klar wir würden jeden Tag telefonieren, erinnerte ich mich an seine Worte, doch wie lange? Irgendwann würde er wieder einem Triathlon team beitreten und wieder trainieren und dann würde es heißen, sorry, morgen kann ich nicht anrufen ich hab nen lauf . Ja und dann würde es wieder nicht klappen. Dann würden wir uns einmal in der Woche hören und dann nur 10 minuten und dann irgendwann würde er mich besuchen kommen doch wir würden uns föllig fremd sein und dann wäre es der erste und letzte Besuch gewesen sein. Er würde mit mir abschließen. Eine neue beste Freundin finden und mich vergessen. irgendwann werde ich seine Nummer finden und ihn anrufen. Eines seiner Kinder wird dran gehen und mir würde bewusst werden, dass er es geschafft hatte. Ein tolles leben und ich würde daran dekne, das ich immer noch jeden Samstag zuhause sitzen würde und an ihn denken würde, wie es früher war. irgendwann hätte mir sein Kind ihn ans Telefon geholt und ich würde meinen Namen nennen und er würde kurz überlegen, bevor er mir sagen würde, das ich mich verwählt haben muss. Dann würde er auflegen und ich würde nie wieder was von ihm hören.
Mir war innerlich klar, das es früher oder später so enden würde, aber ich wollte es nicht. Noch nicht jetzt.

Ich erhob mich und schaute ihn an. Ich blickte ihm tief in die Augen und dann sagte ich noch etwas, währen ich mich der Tür zum gehen zuwendete.
"Wenn du jetzt gehst, dann ist doch alles vorbei. Du wirst mich vermissen und dann wirst du mich Vergessen. Du weißt genau das es so sein wird."
"Du interpreteierst da zu viel rein. Wie immer. Wie könnte ich dich vergessen?" sagte er und lächelte schwach.
Seine Worte kamen klar und verständlich rüber doch in seinen Augen konnte ich sehen, das er wusste, dass ich die Wahrheit gesagt hatte.

Ich schloss die Haustür hinter mir und wendete mich nach links wie ich es schon so oft mit ihm an meiner Seite getan hatte. langsam schlenderte ich die Straße entlang und schaute nicht nach links, nicht nach rechts. Nur auf die Erde. Irgendwie wusste ich, das mich alles an ihn erinnern würde. Die Bäume, die Büsche, die Menschen. Alles. Ich ging alleine zum ZOB und stieg in meinen Bus. Erst jetzt begann ich zu weinen. Ich würde ihn nie wiedersehen. Ich hoffe er dachte nicht wirklich, das ich am Samstag kommen würde um ihn zu verabschieden. das wäre mein Tod.

Als ich am Samstag Morgen aufwachte, waren es zwei Tage her, das ich ihn das letzte mal gesehen hatte. In der Schule hatte ich mich gestern krank gemeldet. Ich hatte die letzten Tage nur im Bett gelegen und geweint. Manchmal hatte ich das Telefon in die Hand genommen und wollte ihn anrufen. Ihm sagen, das er nicht gehen dürfte. Doch dann musste ich wieder weinen und legte das Telefon beiseite. Er hatte auch nicht angerufen. Ich glaube er wusste, das es besser war mich nicht anzurufen. Mich in Ruhe zu lassen. Auch Sie hatte mich nicht angerufen. Sie hatte ich auch schon eine ganze weile nicht gesehen. Ich glaube auch sie wusste, das ich keinen von beiden sehen wollte. Meine Eltern versuchten mir klarzumachen, das ich drüber hinwegkommen musste, dass es auch nichts dran ändern würde, wenn ich hier rumheulte. Auch meine Freunde waren für mich da, doch keiner konnte mir helfen. Ich hatte mir noch sie so sehr gewünscht das er mich in den Arm nahm und einfach nur da war.
Ich schaute auf meinen wecker. Immerhin schon halb zwei. Ich wollte den Tag einfach nur hinter mich bringen und danach alles vergessen. Langsam erhob ich mich und ging ins Badezimmer.

Die Minuten schlichen. Stück für Stück hatte ich mir irgendwelche sinnlosen Aufgaben gegeben und abgearbeitet. 45 Minuten noch. Dann würde ich ihn nie wiedersehen. Dann würde er mich nie wiedersehen. Ich schaltete meinen CD Player ein und ließ mich auf Bett fallen. Die Ärzte spielten aus den Boxen und ich bemerkte wieder, wie ich weinen musste.
Ich vermisste ihn jetzt schon. Es tat weh, wei ein Messer im Herzen und die Gedanken rasten nur so durch meinen Kopf. Ich musste es ihm noch sagen, sonst würde ich nie glücklich

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Kommentare

Imea schrieb am 2007-01-18 17:15:08:
Hay anny-star!!

Wunderschöne Geschichte muss ich wirklich sagen. Mir sind echt die Tränen in die Augen gestiegen.
Schreib weiter so =)
Lg
Imea
Jules schrieb am 2006-11-02 13:22:12:
bezaubernd geschrieben!! eim paar schreibfehler--aber da kann man drüber hinwegsehen, denn das ende ist echt gut geschrieben!!
hoffe du schreibst weiter!!
LG Jules
blacky schrieb am 2006-11-02 10:15:17:
viel zu traurig *heul*... aber schön geschrieben bis auf ein paar kleine fehler...
su-c schrieb am 2006-11-01 23:14:22:
Oh maaan... ist das traurig! Ich hätte fast geheult... das hat mich wirklich mitgenommen.
Zwar ein paar kleinen Rechtschreibfehler, aber ich bin so hingerissen, da fällt das fast nicht auf :)
Das Ende ist so traurig... ich kann nicht verstehen, dass er sie einfach so im Stich lässt *seufz* Tja, so sind sie die Männer ;)

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