Grauenvolle Erbschaft
von
The Ghostman
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Grauenvolle Erbschaft
Es war schon spät am Nachmittag, als die kleine Gruppe Motorradfahrer das kleine Örtchen in Mitten des Harzes erreichte. Die Gruppe bestand aus drei Fahrern samt ihren schweren Maschinen, die alle mit Reisegepäck bestückt waren. Für Markus, den alle mit Spitznahmen Buggsy riefen, Harry und Dennis sollte es die diesjährige Abschlussfahrt an diesem Herbstwochenende werden. Die drei kannten sich schon eine Ewigkeit lang und unternahmen schon seit Jahren gemeinsame Touren auf ihren Motorrädern. Sie wohnten alle samt in demselben Örtchen und kamen aus dem Hessenland. Für dieses Wochenende, war eine Reise mit 2 Übernachtungen in einem Hotel am Rande des Harzgebiets geplant.
Dieses war die letzte Fahrt, bevor man die Maschinen für den Winterschlaf vorbereitete.
Es war gegen 15 Uhr 30, als die drei einen gemütlich aussehenden Gasthof mitten im Ort ansteuerten. Bis zum Ziel war es nun eigentlich nicht mehr allzu weit, und man beschloss, vorher noch eine Kleinigkeit zu essen oder zu trinken, bevor man das eigentliche Ziel erreichte. Sie waren ja nun auch schon seit einigen Stunden unterwegs, da war es jetzt auch schon mal an der Zeit für eine längere Ruhepause. Um diese Jahreszeit waren nicht mehr so viele Motorradfahrer unterwegs, weil die Wetterverhältnisse nicht mehr die idealsten waren. Es war zwar bei entsprechender Bekleidung noch angenehm warm an manchen Tagen, aber das Laub der Bäume und der Schmutz von den Bauern die ihre Ernte einfuhren, der auf den Straßen lag, war mit äußerster Vorsicht zu begegnen.
In dem Ort gab es um dieser Zeit kaum Verkehr, nur ein paar Passanten die auf dem gegenüberliegendem Gehweg standen, schenkten den drei jungen Männern ein Teil ihrer Aufmerksamkeit, als diese, die sich im Glanz der Nachmittagssonne spiegelnden Motorräder, vor der Gaststätte abstellten. Es waren eigentlich ganz normale Bikes, die von den Dreien gefahren wurden, Harrys 1000er Honda CBR, Buggsys Yamaha XJR und Dennis Kawasaki Zephyr, die etwas Umgebaut war. Für Dennis war es eine gute Gelegenheit, sich mit dem Umbau ein wenig vertraut zu machen. Das Motorrad wurde etwas auf Streetfighterbike von ihm umgebaut. Er hatte das Fahrwerk erneuert, so dass in der hinteren Schwinge ein breiteres Rad hineinpasste und der Radstand auf ein Minimum gekürzt war. Ebenfalls war auch im vorderen Bereich vorgegangen worden. Außerdem hatte man das Heck und die Auspuffanlage geändert, sowie den Motor auf gute 165 PS getunt und anschließend das ganze Bike mit einem Sonderlack, liebevoll gestaltet.
Die 3 Männer, allesamt zwischen Dreißig und Dreiunddreißig Jahren, betraten nun mit ihrer schweren, schwarzen Lederbekleidung das innere der Gaststätte. Die Schutzhelme hatte man über die Spiegel der jeweiligen Motorräder gehängt. Die Gaststätte hatte zur Straßenseite mehrere große Fenster, so dass man die Motorräder auch vom Inneren der Gaststätte, im Blickfeld hatte. Im Innenraum der Gaststätte war nicht so viel Betrieb, einige ältere Gäste saßen an der Theke und schienen Stammgäste zu sein. Ein älteres Ehepaar saß noch an einem der zahlreichen Tische in einer Ecke und war damit beschäftig, ihren Kaffee und den Kuchen zu genießen. Die meisten der Gäste waren in irgendwelchen Gesprächen vertieft, deshalb musterte man die drei Neuankömmlinge die einen freien Tisch der vor einen der großen Fenster stand besetzten, nur beiläufig und schenkte ihnen nicht weiter Beachtung. Zuvor hatte Harry alle anstandshalber begrüßt, in dem er einen guten Tag in das Innere der Gaststätte wünschte, dieses mit freundlichem Erwidern durch nickende Kopfbewegung einiger Gäste und der Frau hinter dem Tresen zurück kam.
Buggsy hatte enormen Kohldampf und scherzte deshalb, in dem er seinem Kumpels erklärte, dass er nun eine halbe Sau auf Toast und einen Güterwagon Bier vertragen könnte. Harry hatte ein müdes Lachen für diese Aussage über und meinte, : ,, Ja so ein bis zwei lecker Hopfenkaltschale, wobei er große Biere meinte, wären jetzt genau das Richtige für den ausgedörrten Hals und die Mandel. Dabei fühlte er mit auf und Abwärts bewegender Handbewegungen seinen Hals entlang. Eigentlich war es Dennis, der immer aus der Reihe fiel und einen passenden Spruch parat hatte, dieser schwieg sich momentan noch aus. Er zog den großen Metalaschenbecher der auf der Mitte des großen runden schweren Holztischs stand, zu sich heran und kramte eine Zigarette aus seiner Lederjacke, die er anschließend über die Lehne seines Sitzplatzes hängte. Dennis begann damit, seine Blicke durch den Innenraum der Gaststätte schweifen zu lassen, während Harry und Buggsy eine Landkarte hervorholten und über den letzten Streckenabschnitt diskutierten.
Alles in Allem, war diese Gaststätte gemütlich mit schwerem Mobiliar auf gut Altdeutsch eingerichtet und die Wände rustikal von dunklem Fachwerk, das in Putz eingearbeitet war verziert. Auffällig war, dass außer ein paar kleineren Gemälden, sehr viele Kruzifixe an den Wänden hingen, dieses schien auf eine sehr gläubige oder streng katholische Gemeinde, hin zu deuten. Zu einer weiteren Besichtigung des Gastraumes kam es nicht, den eine ältere Frau, von der Dennis schätzte, das sie leicht um die fünfzig war und die mit einer Servierschürze bekleidet war, trat an den Tisch der 3 Bikern. Sie begrüßte die drei Motorradfahrer freundlich und fragte nach deren Bestellwünschen. Dabei hatte sie einen kleinen Block mit einem Stift, damit sie die Bestellung entgegen nahm und notieren konnte. Dennis bestellte einen Kaffee und Harry ein großes Bier für den Anfang. Buggsy bestellte ebenfalls ein großes Bier und erkundigte sich nach der Speisekarte.
Die Kellnerin, die auch gleichzeitig die Wirtin des Lokals war, bedauerte es sehr, das sie Buggsy erklären musste, das die warme Küche erst in ca. 2 Stunden wieder öffnen würde, sie jedoch bereit wäre, für ihn eine Kleinigkeit zubereiten würde. ,, Ja so wie die Sache aussieht Buggsy, musst du wohl mit fdh (friss die Hälfte) vorlieb nehmen, das ist aber auch nicht weiter tragisch, das hat auch den Vorteil, falls du nächstes Jahr, deine Lederkleidung erneuern möchtest, nicht in die Zeltabteilung gehen musst, um diese zu besorgen,“ bemerkte Dennis Scherzhaft. Am Tisch brach allgemeines Gelächter aus.
Für so alberne Sprüche, war Dennis ja bekannt. ,, Jedenfalls kann ich, ohne mich nach vorne zu bücken, noch meinen Piepmatz finden und meine Schuhe sehen, konterte Buggsy, obwohl Dennis nicht sonderlich korpulent wirkte. Die drei waren eigentlich immer gut gelaunt und es brachte sie kaum etwas aus der Ruhe, deshalb gab sich Buggsy auch mit einer Portion Hamburger, den ihm die Wirtin vorschlug, zufrieden. Danach verschwand diese, hinter einer Tür die sich neben der Theke befand. Die drei Motorradfahrer besprachen noch einmal den Rest der Strecke wobei sie sich über die ausgebreitete Landkarte die mitten auf dem Tisch lag beugten. Harry meinte, dass die letzte Etappe so an die 50 bis 60 Kilometer betragen müsste.
Jetzt trat
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