Grüne Augen
von
Anna Haus
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Wir saßen im Auto. Zu fünft. Streit veranlasst Schweigen unter Menschen und sechs Stunden so eng beieinander bei Menschen, die man eigentlich liebt oder glaubt es zu tun zu schweigen, kann anstrengend sein. Immer wenn wir abbogen beobachtete ich das grüne Blinklicht am Armaturenbrett. Bald schlief ich ein.
Dort wo ich aufwachte als wir ankamen war es wunderschön. Nahe bei einem kleinen Dorf in Frankreich war unser Hotel. Ein Vier-Sterne Hotel. Außen herum Berge hinter denen die Sonne sich gerade verabschiedete. Ich stieg aus. Schweigend. So wie die anderen. Ein sanfter Wind der um meinen heißen Kopf herum wehte war wie eine Befreiung von der dicken Luft im Auto.
“Ich komme gleich nach”, sagte ich. Ich brachte diese Worte hervor als seien es meine ersten. Heiser. Ich ging einen Feldweg entlang, der nach trockenem Heu roch und übergab mich. Als ich aufschaute standst dort du und schautest mir zu. Die Sonne ließ nur noch einige wenigen Strahlen ihres roten Lichts über die Bergkuppe scheinen. Genau in deine Augen. Sie leuchteten mich grün an.
Dann weiß ich nur noch wie ich rannte. Ich rannte schnell. Vor dem Hotel beruhigte ich kurz meinen Atem und trat dann hinein.
Ich ließ mir ein kaltes Bad ein. Ich ließ das Shampoo langsam in einem dünnen Faden auf meine Hand laufen. Es hatte die gleiche Farbe wie deine Augen. Als ich in der Badewanne lag schloss ich meine Augen und stellte mir vor ich tauchte ins Meer und du warst da. Du standst am Strand und beobachtetest mich. Die Sonne war auch da und wieder verließ sie mich. Ich begann zu frieren und stieg aus der Wanne.
“Wir gehen hinunter zum Abendessen. Kommst du?”. “Ich komme nach”, hörte ich mich sagen, während ich meinen Körper vor dem riesigen Spiegel betrachtete.
Die Gänge waren mit rotem Teppich ausgelegt und es herrschte eine Stille als ich ihn entlang ging. Diesmal war es eine wohlige Stille.
Ich ging gerade an der Rezeption vorbei auf das Buffet zu und die automatischen Schiebetüren des Eingangs öffneten sich. Der Hof war hell beleuchtet und in seiner Mitte stand jemand, der mich anschaute. Es warst du. Schnell ging ich weiter.
“Ich habe keinen Hunger”, sagte ich und entschuldigte mich.
Nirgendwo konnte ich dich finden. Überall suchte ich dich. Die Nacht schien dich vor mir zu verstecken. Die Dunkelheit war nicht mein Freund. Genauso wenig wie die Sonne.
Mit langsamen Schritten ging ich an der Landstraße entlang, den Blick am Boden, ins Dorf bunte Dorf. Viele fröhliche Menschen feierten. Inmitten derer fühlte ich mich einsam. Ich kam an eine Kreuzung und Autos brausten an mir vorbei. Ich blieb stehen, schloss meine Augen und spürte den Wind in meinen Haaren. Das Gelächter der Menschen, die Musik aus den Bars, das Motorengeräusch der Autos und die Stille der Nacht nahm ich nicht mehr wahr. Meine allerletzte Stille.
Als ich meine Augen öffnete sah ich, wie die Ampel auf grün umschaltete. Sie hatte die Farbe deiner Augen. Tiefstes Grün. Darauf lief ich zu.
Ich blinzelte und sah doch nichts. Die Stille um mich war unendlich geworden und alle Farben waren erst verblasst und dann verschwunden. Ich wartete und nichts kam. Nichts kam zu mir zurück. Verzweifelt war ich nicht. Auch nicht ängstlich oder traurig. Ich war glücklich endlich bei dir zu sein.
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Kommentare
Anna Haus schrieb am 2006-06-23 21:33:00:
hey danke...ich gebs zu für andere leser klingt die story seltsam...ich hab etwas egoistisch geschrieben....naja um euch
aufzuklären. die person ist nicht jmd den die prot gerade kennengelernt hat. es sind erscheinungen...sowas wie
halluzinationen...vorstellungen. sie weiß nicht richtig was sie will. aber irgendwie ist es für euch und für mich blöd
wenn ich das erkläre. wo bleibt da die blüte der fantasie??? ;-)
naja was ich noch sagen darf...es ist nicht wirklich eine story. fast alles ist mir passiert. also deswegen bin ich egoistisch. ursprünglich habe ich die geschichte zur verarbeitung von etwas geschrieben...ich hab sie umgeschrieben. aber dann kam sie mir zu kpnstlich vor. ich habe noch andere die nicht so persönlich sind. die werd ich dann leserfreundlicher machen...sagt mir bitte alles was ihr gut aber auch was ihr total beschissen findet. haut richtig rein ;-)
dankeschön für die kommentare. bedeuten mir was...
machts gut
Kalliope schrieb am 2006-06-23 15:55:58:
Hätte länger sein können, und ich finde es ein bisschen seltsam, dass jemand so für jemanden fühlt, den er nur zwei mal im Leben kurz gesehen hat. Ich glaube im Allgemeinen nicht an so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Aber die Idee ist sehr schön, und dein Schreibstil, den ich wirklich sehr mag, hat zu deren gelungener Umsetzung beigetragen.
Franci schrieb am 2006-06-22 19:50:00:
die story is ziemlich gelungen!! du hast nen coolen schreibstil!! lg
Anna Haus schrieb am 2006-06-21 18:19:38:
hey ich bins schreibt mal bitte was zu der story. auch wenn ihr sie sch... findet. schreibt alles was euch dazu einfällt!
dankeschön :-)
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