Gute Tante, böse Tante
von
Heather
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Völlig zusammengekauert saß das kleine Mädchen in dem winzigen Käfig, der in der dunkelsten ecke des Raumes stand. Ängstlich schaute es sich um, konnte jedoch in dem schummrigen Licht nicht viel erkennen. Die letzten Stunden hatte sie anscheinend mit schlafen verbracht, vielleicht war sie auch in Ohnmacht gefallen. Sie dachte angestrengt nach, konnte sich jedoch nicht erklären, wie sie in diesen Käfig gekommen war. Das letzte an das sie sich erinnerte, war, dass sie auf dem Weg zu ihrer Tante war. Sie wußte genau, dass sie am Haus ihrer Tante angekommen ist, doch an weiteres konnte sie sich nicht mehr erinnern.
In dem Raum breitete sich ein Gestank der Verwesung aus und Sydney, das Mädchen in den Käfig, bekam bei dem Geruch einen Hustenanfall. Ihr Körper sträubte sich diese widerliche Luft einzuatmen und deshalb musste sie sich mit jedem Atemzug erneut zwingen.
Ihre Knochen schmerzen und anscheinend hatte man ihr, als man sie gewaltsam in diesen Käfig gequetscht hatte, einige Verletzungen zugefügt. Nach einiger Zeit hatte sie sich allerdings an die Schmerzen gewöhnt und auch dieses unerträgliche Hungergefühl war mittlerweile zur Nebensache geworden. Viel wichtiger war es ihr, endlich aus dieser Gefangenschaft befreit zu werden.
Sie konnte sich kaum bewegen, noch versuchen zu schreien oder sich sonst irgendwie bemerkbar zu machen. Sie saß in einer ziemlich unbequemen Stellung und hörte ein Tropfgeräusch. Sydney stellte sich vor, dass dieses Geräusch von Blut, dass aus irgendwelchen Rohren tropfte, stammte. Das Blut, dass vielleicht bald ihres war, denn anscheinend war sie hier in irgendeiner sadistischen Wahnvorstellung gelang, denn diese konnte und durfte einfach nicht war sein. Schließlich befand sie sich in Deutschland. Wenn so etwas passiert, dann doch höchstens in Amerika.....
Unwillkürlich erinnerte sie alles um sie herum an einen Film, den sie vor langer Zeit mit ihrem Freunden gesehen hatte. Es ging um einen Mörder, der sich aus den Gesichtern seiner Opfer immer Masken herstellte, weil sein eigenes entstellt war. War sie jetzt etwa in den Fängen eines solchen Mörders hineingeraten???
Sie war noch immer im Gedanken versunken, als plötzlich das Licht anging und dann waren Schritte zu hören, die den Raum betraten. Sydney versuchte irgend etwas zu sehen, doch ihre schwarzen Haare hingen ihr schweißnass ins Gesicht und verbargen ihr so die Sicht.
,,Ist unser kleines Mädchen denn schon wach?", fragte die Person, die jetzt mitten im Raum stand. Irgend etwas unheimliches lag in der Stimme dieser Gestalt, die bei Sydney eine Gänsehaut verursachte. Man konnte nicht genau erkennen, ob es nun ein Mann oder eine Frau war, doch Sydney tippte eher auf letzteres. Die Person kam näher zu der Ecke in der sich der Käfig befand und blieb dann direkt davor stehen. ,,Willst du deiner Tante denn nicht Tag sagen?!"
Sydney zuckte zusammen. Sie hatte Die Augen geschlossen und vermied es irgendwelche laute beim Atmen von sich zu geben. Sie verstand einfach nicht, was diese Person da sagte, doch vielleicht wollte sie es auch nicht verstehen.
Auf einmal merkte sie, wie der Käfig mit einem Ruck geöffnet wurde und dann spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter. Erst jetzt konnte sie sich wieder bewegen und vor Schreck richtete sie sich auf und schaute der Person direkt ins Gesicht. Nur das dort, wo das Gesicht eigentlich war, nichts war. Sie schrie vor Ekel, aber auch vor Angst panisch los. Dies konnte einfach kein Mensch sein.
,, Erschreckst du dich vor deiner eigenen Tante, mein Kind?", fragte dieses Gesichtlose Ungeheuer. ,,Dabei war ich doch immer gut zu dir und jetzt bist du dran einmal gut zu mir zu sein."
Sydney begann zu zittern und konnte ihren Blick einfach nicht von diesem Monster lassen. In ihrem Kopf rief eine Stimme immer wieder: ,,lauf, lauf doch endlich", doch sie konnte sich einfach nicht rühren. Vielleicht auch, weil ihre Knochen unendlich schmerzten und Vorallem ihre Beine unter ihrem Gewicht weg zu knicken drohten.
,, Wer bist du?", fragte sie Stattdessen ängstlich. ,,Und was willst du von mir?" Die Gestalt ging zu einem Tisch, der an der anderen Seite des Raumes stand. Irgend etwas tat sie dort, doch Sydney konnte einfach nicht sehen was. Das wäre ihre Chance gewesen zur Tür zu kommen und mit etwas Glück könnte sie fliehen, doch sie konnte sich einfach nicht bewegen.
Als die Gestalt wieder kam konnte Sydney ihren Augen nicht trauen. Die Person hatte auf einmal wieder das Gesicht ihrer Tante. ,,Das kann doch alles gar nicht sein!", schrie sie und begann zu weinen.
Ihre Tante kam auf sie zu und legte ihr eine Hand auf die Schulter. Mit der anderen Hand zog sie sich das Gesicht wieder ab, als wäre es nur aufgeklebt und nun war sie wieder das gesichtlose Monstrum. ,, Da staunst du, oder?" schnell legte sie das Gesicht wieder an und sah wieder wie ein normaler Mensch aus. Sydney konnte einfach nicht glauben, dass es wirklich ihre Tante war, doch das Gesicht und ihr Gang.... alles stimmte. Unter dem Gesicht hatte sie auch wieder ihre normale Stimme und Sydney konnte diese Verwandlung einfach nicht wahr haben.
,,Und nun sei ein liebes Mädchen....", flüsterte ihre Tante. ,,.....und sei ganz still, während ich dir das Gesicht abschneide. Wir wollen doch dein wunderschönes Gesicht nicht verunstalten."
Sydney merkte wie Panik in ihr hochstieg und sie begann erneut zu weinen. ,, W..Warum?", brachte sie unter einen keuchen hervor.
,,Warum willst du wissen?", fragte ihre Tante. ,,Weil ich schon mein ganzes Leben dieses Gesicht tragen muss. Ich kam ohne Gesicht zur Welt, doch dein Vater, also mein Bruder, konnte ein ganz normales Leben führen. Während ich ständig von einem Arzt zum anderen rennen musste. Und wie meine Schulzeit war, brauche ich dir ja sicher nicht zu sagen."
,,Du meinst, du bist wirklich komplett ohne Gesicht geboren wurden?", fragte Sydney unter Tränen. ,, Aber warum hat mein Vater nie etwas gesagt!"
Ihre Tante begann zu lachen. ,, Weil es ihm scheißegal war, was mit mir ist. Doch nun werde ich seine ach so geliebte Tochter töten und dein hübsches Gesicht würde mir doch sicher auch gut stehen?" Mit diesen Worten nahm sie ein langes Küchenmesser von einem Tisch und hielt es gegen Sydneys Wange. ,,Halt schön still mein Schatz!"
Sie merkte wie sich das Messer tief in ihre haut bohrte und es langsam hinab glitt und ihr Gesicht so Stück für Stück löste. Doch mit einem lauten Schrei schlug sie mit den Fäusten gewaltsam auf ihre Tante ein bis diese das Messer fallen ließ.
,, Okay, dann werde ich dir wohl oder übel eine kleine Betäubungsspritze geben müssen." Sie ging wieder zum Tisch und ließ Sydney für einen Moment aus den Augen. Diesen Augenblick nutze diese und stieg endlich aus dem Käfig und lief dann zur Tür, die, Gott sei dank, nicht abgeschlossen war. Ihre Tante war allerdings schneller als sie und sie spürte nur noch wie sich die Nadel der Spritze in ihr Bein bohrte. ,, Ich werde sterben!", schoß es ihr durch den
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Kommentare
jessica schrieb am 2007-06-04 15:25:25:
ist so eigentlich super spand aber irgentetwas fehlt! das ende ist schwer zu verstehen!hätte gerne ne vortsetzung!
laura und taky schrieb am 2006-10-20 18:23:06:
wird können nie wieder eine ruhige nacht verbringen....*von den psychatern beruhigt werd* weg ihr seid auch so
welche.
Kirara schrieb am 2006-08-04 12:35:23:
super aber das ende versteh ich nicht so richtig
Bina schrieb am 2006-07-21 15:20:51:
Echt super! Du hast wirklich Talent!
chica schrieb am 2006-07-17 14:45:38:
boah ey ist das ne gaile geschichte
kaktuspo schrieb am 2006-07-05 18:55:33:
i werd drei wochn nimma schloffm kina...
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