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Kategorien > Fantasy > Fremde Helden

Gynilmas rache - Kapitel 40

von Lou

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Auf dem Weg

Die Hüter waren nun schon einige Stunden auf ihren Begleitern unterwegs, doch der Weg bis zum Schloss der Unbekannten war noch weit. Als es am späten Nachmittag plötzlich heftig anfing zu regnen und zu gewittern, mussten die sechs Hüter ihre Reise vorerst abbrechen. Völlig durchnässt landeten sie in der Nähe eines kleinen Dorfes. So schnell sie konnten liefen sie zu den Häusern, doch als sie näher kamen, mussten sie erkennen, dass keines der Häuser mehr bewohnt war. "Das ist ja merkwürdig!", bemerkte Jarudas und machte eine Haustür ohne Probleme auf. "Aber wir können ja trotzdem für eine Nacht hier unterkommen, oder was meint ihr?" Die übrigen Hüter nickten sofort. Sie wollten nur noch ihre nassen Sachen loswerden und ihre steifen Glieder lockern und entspannen. Der lange Flug war anstrengend gewesen und hatte sie alle viel Energie gekostet.
Die sechs versammelten sich vor dem Kamin des leerstehenden Hauses, während Anitra ein Feuer darin entfachte. Im Haus wirkte alles so, als wären die Bewohner nur kurz zum einkaufen gegangen. Alles wirkte wie gerade noch benutzt und dann unachtsam liegengelassen. Chirastinia und Trinima trugen einige Daumenbetten und Kopfkissen herbei und so machten sie sich es so bequem wie es eben ging. Felixon hatte sogar noch etwas Essbares in der Küche gefunden. Es kam mit einigen Gläsern Marmelade und ein paar getrockneten Würsten zurück. "Der Rest war schon vergammelt, also muss hier längere Zeit niemand mehr gewesen sein. Es ist schon irgendwie komisch. Alles wirkt so normal. Was die Menschen hier wohl bewegt hat so schnell aufzubrechen und all ihre Habe zurückzulassen. Die übrigen Hüter zuckten mit den Schultern. "Wer weiß das schon so genau! Die Hauptsache ist doch, dass wir ein Dach über dem Kopf haben, oder?", wollte Trinima wissen und griff sich eins der Marmeladengläser, um es zu öffnen. "Wir sollten uns jetzt wirklich ausruhen und schlafen legen. Wir werden unsere Kräfte noch für den Kampf gegen Gynilma brauchen!", schlug Chirastinia vor. "Wir sollten morgen, sobald die Sonne aufgegangen ist, aufbrechen! Wir dürfen keine Zeit mehr verschwenden. Gynilma wird keine Minute ungenutzt lassen, um sich gegen uns vorzubereiten." Die anderen nickten zustimmend und eine halbe Stunde später waren alle sechs Hüter vor dem prasselnden Kaminfeuer eingeschlafen. Keiner von ihnen hatte die Schatten bemerkt, die sich wie unsichtbar an den Wänden entlang schlichen. Sie schienen die Hüter ununterbrochen zu beobachten und jeden ihrer Schritte ungeduldig zu verfolgen. Die Gefahr kam immer näher und keiner der sechs Freunde schien etwas zu spüren. Die Schatten begannen wie wild um die schlafenden Opfer zu tanzen und wirbelten schnell wie der Wind um ihre eigene Achse. Sie schienen langsam eine reale Gestalt anzunehmen. Die schwarzen Ungetüme bäumten sich auf und fielen wieder ineinander zusammen, bis sie zu schwach Siloutten wurde. Sie sahen aus wie Krieger, die eine grausame Schlacht hinter sich hatten. Verrostete Rüstungen hingen an ihren dürren Körpern, zerrissener Stoff war in Fetzen um ihre fahle Haut gewickelt. Die Augen wirkten ausdruckslos und leer, die Münder waren zahnlos. Der gesamte Körper der Krieger war von grässlichen Narben und Wunden übersät und ihre Haare waren stark verfilzt. Der Anführer dieser Schattenarmee trat hervor und beugte sich amüsiert grinsend über die immer noch friedlich schlafenden Hüter. "Ich hätte nicht gedacht, dass noch einmal Sterbliche so dumm sind und den Weg zu uns finden würden!", meinte er mit einem lauten lachen, dass tausendfach in dem kleinen Raum widerzuhallen schien. In diesem Moment fuhren die sechs Freunde aus dem Schlaf. Ihre Gesichter wirkten verschlafen und verwirrt zugleich. Als ihr Blick auf die Schattenmänner fiel, zuckten sie unwillkürlich zusammen. "Was ist hier los?", wollte Trinima mit zitternder Stimme wissen. Der Anführer der Schattenarmee lachte abermals laut auf. "Ihr seid tatsächlich ahnungslos. Das ist ja amüsant. Ihr wisst wirklich nicht an welchen Ort ihr euch hier befindet?" Felixon hatte sich erhoben und stellte sich dem kräftigen Mann mutig entgegen. "Wer seid ihr? Und was für ein Ort soll das hier schon sein? Das ist ein verlassenes Dorf!" "Du hältst dich wohl für sehr schlau, was Bürschchen? Nimm den Mund bloß nicht so voll, wo du doch noch nicht mal weißt wen du hier vor dir hast! Mein Name ist Solporalon, ich war einst Hauptmann von einer starken, unschlagbaren Armee, die im Dienst der allmächtigen Unbekannten stand." Mit einem zahnlosen Grinsen sah der ehemalige Hauptmann zu, wie die Hüter plötzlich schlucken mussten. "Dann hat euch die Unbekannte also geschickt, um uns zu vernichten?", fragte Simponis vorsichtig. Solporalon sah den Hüter des Himmels fragend an. "Wie meinst du das? Die Unbekannte wurde damals von den Hütern Ruevennas verbannt. Warum sollte sie uns schicken?" "Gynilma ist wieder aktiv!", antwortete Felixon kurz. Der Hauptmann und auch seine Männer schienen durchaus überrascht. "Woher wisst ihr davon?", fragte einer der Soldaten. " Wir sind diejenigen, die gegen sie kämpfen!", erklärte Felixon großspurig. Das er die Hüter durch seine Auskunftsbereitschaft eventuell in Gefahr bringen könnte, kam ihm nicht in den Sinn. "Erzähl mir mehr darüber, du mickriger Wurm!", befahl Solporalon. „Nein, nicht bevor ihr uns erzählt habt was ihr hier zu suchen habt, wenn ihr nicht den Befehl habt uns zu vernichten!" Der Hauptmann lachte. "Du scheinst mir doch nicht so dumm wie du auf den ersten Blick aussiehst. Du bist mutig, vielleicht ist es auch nur Leichtsinn, der aus dir spricht, aber es gefällt mir. Ich werde so freundlich sein und dir unsere Geschichte erzählen. Allerdings wünsche ich nicht durch irgendwelche dummen Fragen unterbrochen zu werden." Die sechs Freunde nickten. "Alles begann vor gut 17 Jahren. Ich lebte in einer großen Stadt, deren Namen ich im Laufe der Zeit leider vergessen habe. Mein Leben war nicht gerade rosig. Ich musste mich mit der Armut plagen und viel Leid ertragen. Der damalige Herrscher hatte sein gesamtes Volk unterworfen und zwang die kräftigen Männer für ihn in einer Mine irgendein seltenes Metall abzubauen. Das Leben unter seiner Herrschaft war eine einzige Qual. Eines Tages kam eine junge bildschöne Frau zu uns und versprach uns uns aus unserer Not zu befreien, wenn wir ihr versprachen sie von da an immer zu unterstützen. Wir willigten natürlich ein. Obwohl diese Frau so gebrechlich aussah, strahlte sie doch eine gewaltige Macht aus, die uns alle sofort überzeugte. Sie verschwand so schnell und unverhofft wie sie auch aufgetaucht war. Nur einen Tag später erreichte uns die Nachricht, dass der Herrscher unserer Stadt in der Nacht umgebracht worden war. Niemand wusste wie er ums Leben gekommen war, denn er hatte auf seinem Bett mit einem Lächeln auf den Lippen gelegen. Es schien so als wäre er lächelnd gestorben, ohne Gegenwehr. Wir tanzten den ganzen Tag und die ganze Nacht. Am nächsten Morgen,

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Kommentare

Nymphe schrieb am 2008-02-09 12:36:10:
Warum schreibst du nicht mehr weiter?
Nymphe schrieb am 2007-10-03 16:10:00:
Schreibst du weiter??
Nymphe schrieb am 2007-09-01 20:52:36:
Letzte Seite gelesen :

Du hättest die aufkommende Energie in Anitra ausführlicher erklären können und z.B. aus Anitras Sicht schreiben können.

Das war diesmal ziemlich viel Kritik, aber ich freue mich schon auf den nächsten Teil, wie immer ; )

MfG Nymphe
Nymphe schrieb am 2007-09-01 20:45:43:
Solporalon schien merklich angefressen? heißt das nicht angeschlagen? -----aber das ist ja auch egal ;)

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