Harry Potter und die Erben (1 15 Jahre später)
von
Wolf_93
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15 Jahre später
„Schatz, ein Brief aus der Schule ist gerade angekommen“, rief Ginny aus der Küche, als Harry gerade zur Tür herein kam. Der Mann hängte seinen Mantel lächelnd an die Wand. Er fragte sich, was James dieses Mal wieder ausgefressen hatte oder ging es wieder einmal um Albus? Kreacher eilte herbei und brachte ihm die Hausschlapfen. Obwohl der alte Hauself ein freier Elf war, hatte er darauf bestanden, das Haus der Blacks, oder jetzt der Potters, weiter in Schuss zu halten und die meisten Arbeiten zu übernehmen, während sowohl Harry als auch Ginny arbeiteten.
„Danke, Kreacher“, meinte er.
„Was haben die Jungs denn jetzt wieder ausgefressen, dass Neville sie nicht wie üblich mit Nachsitzen und dem Verlust einiger Hauspunkte bestrafen kann?“, fragte er, als er in die Küche ging. Ginny stand am Herd und bereitete das Abendessen zu. Ihr rotes Haar hatte sie hoch gesteckt und trug ein kurzes, grünes Sommerkleid obwohl noch Frühling war. Sie lächelte besorgt, als sie sich zu ihm umdrehte und ihrem Gatten einen Kuss gab: „Der Brief kommt nicht von dem Hauslehrer der Gryffindors sondern von Professor Kathan.“
„Lilys Hauslehrer?“ Anders als erwartet, war die Jüngste der Potters nicht ebenfalls nach Gryffindor gekommen, sondern von dem sprechenden Hut nach Slytherin gesteckt worden. Was auch immer Lily in diesem Moment empfunden hatte, als sie nach einem halben Jahr zu Weihnachten nach Hause kam, trug sie mit Stolz die Farben ihres Hauses. Harry schüttelte den Kopf, wie schnell doch die Zeit verging. Vor vier Jahren war das Mädchen zum ersten Mal in den Hogwarts Express eingestiegen, aber anders als ihre beiden Brüder hatte sie noch nie Ärger gemacht.
Ginny nickte: „Er hat nichts spezielles geschrieben, nur dass es wichtig wäre, dass er uns so schnell wie möglich sprechen möchte. Das Essen wird wohl warten müssen.“
Harry nickte. Er wusste, dass Kathan fast unnahbar war und über die meisten Streiche seiner Schützlinge hinweg sah, solange niemand zu schaden kam, darum fragte er sich, was denn seine Jüngste angestellt haben könnte. Mit einem plötzlichen mulmigen Gefühl schritt er ins Wohnzimmer, nahm das Flohpulver vom Kamin und streute es in die Flammen.
„Kathans Büro“, sprach er deutlich, als er in die Flammen trat.
„Mr Potter“, begrüßte ihn Professor Kathan, als er in seinem Zimmer aus dem Kamin kam. „MrsPotter“, nickte er Ginny zu, die kaum zwei Sekunden nach ihrem Gatten im Kamin auftauchte.
Das Büro war spartanisch eingerichtet. Die kahlen Steinwände schmückte nur das Wappen der Slytherins und in dem eigentlich großen Raum stand bloß ein Schreibtisch und vier Stühle. Der rundliche Professor wandte ihnen noch immer den Rücken und seinen Hinterkopf mit den wenigen grauen Haaren, die er noch besaß, zu.
„Es freut mich, dass Sie so schnell Zeit hatten“, meinte er und wandte sich zu den beiden um. Mit einer ausladenden Handbewegung bot er seinen beiden Gästen zwei der Stühle vor seinem Schreibtisch an und setzte sich ebenfalls.
Lily saß auf dem letzten Stuhl. Sie zog ihren Kopf ein und versuchte den Blicken ihrer Eltern auszuweichen.Das Mädchen ähnelte ihrer Mutter, nur ihre schmale Nase und die hohe Stirn, hatte sie weder von ihrem Vater noch von der Mutter.
„Worum geht es denn?“, fragte Ginny freundlich. Sie saß neben ihrer Tochter und versuchte wenigstens einen Blick von ihr einzufangen. Diese starrte jedoch unentwegt auf einen in den Schreibtisch gebrannten Fleck.
Kathan wartete höflich, ob das Mädchen nicht selbst gestehen wollte, als sie es jedoch nicht tat, versuchte er ihr auf die Sprünge zu helfen: „Miss Potter, wollen Sie Ihren Eltern nichts von ihrem Tattoo erzählen?“
„Du hast ein Tattoo?“, stieß Harry aus. Dieser bei Muggel beliebte Körperschmuck fand bei den wenigsten Zauberern Gefallen. Die einzigen Tattoos die er jemals an einem Magier oder einer Hexe gesehen hatte, waren die Dunklen Male der Todesser.
Lily zog es weiterhin vor zu schwiegen, darum musste der Professor weiter erklären: „Wie Sie wissen, ist es nicht gegen die Kleiderordnung der Schule, sich seinen Körper zu bemalen, dennoch dachte ich, Sie sollten wissen, was Ihre Tochter und auch einige ihrer Freunde auf ihrem Arm tragen. Lily“, er wandte sich nun an die Schülerin: „Ich denke, Ihre Eltern möchten jetzt mit Interesse Ihren Arm sehen.“
Zum ersten Mal schien sich das Mädchen angesprochen zu fühlen, sie hob den Blick und sah ihren Professor einen Moment flehend an. Kathan lächelte ihr aufmunternd zu. Lily schnaubte kurz auf, dann zog sie ihren linken Ärmel hoch und hielt ihren Eltern, ohne sie dabei anzusehen, den Arm entgegen.
„Oh“, stieß Ginny erschrocken aus. Harry wurde schlecht, als er das Tattoo erblickte. Von einem Moment auf den anderen schien die Luft in dem unterirdischen Raum knapp zu werden und er begann zu keuchen. Kalter Schweiß sammelte sich auf seiner Stirn und seine Narbe stach das erste Mal seit fünfundzwanzig Jahren wieder, zwar nicht so heftig wie früher, wenn Du-weißt-schon-wer in der Nähe war, aber dennoch unverkennbar der selbe Schmerz.
Das Mädchen zog ihren Arm weg und strich schnell den Ärmel darüber.
„Wie konntest du nur?“, Harrys Stimme war lauter und strenger als er beabsichtigt hatte. Wütend stand er auf und ging auf seine Tochter zu um endlich von ihr angesehen zu werden, deren Blick hing jedoch an ihrem Arm und sie hatte absolut keine Lust zu ihm hoch zu blicken. „Hast du überhaupt eine Ahnung wofür dieses Symbol steht? Oder ist das nur so ein 'Spaß' den ihr euch hier aus denkt? Schau mir gefälligst in die Augen, wenn ich mit dir rede.“
Das Mädchen murmelte etwas, dann warf sie den Stuhl um, als sie aufstand. Als sie ihren Blick hob um ihrem Vater in die Augen zu sehen, glaubte dieser für einen Moment, statt in ihre blauen Augen in die roten seines einstigen Widersachers zu blicken. Es musste eine optische Täuschung oder eine Spiegelung des Lichtes gewesen sein, denn einen Augenblick später waren es wieder Lilys Augen, die ihn wütend anstarrten. „Keine Sorge, das Tattoo ist abnehmbar und kein Brandmal“, knurrte sie, „Echt warum könnt ihr nicht so cool sein wie Scorpius Eltern? Die haben absolut nichts gesagt.“
Die Frage traf Harry wie ein Faustschlag. Er hatte zwar gewusst, dass Malfoys Sohn im selben Jahrgang wie seine Tochter war, aber da sie ihn nie erwähnte, hatte er die stumme Hoffnung verfolgt, seine Tochter würde nichts mit dem Jungen am Hut haben. „Kein Wunder dass Malfoy nichts gegen das Tattoo seines Sohnes hat, er hat ja selber das Dunkle Mal auf seinem Arm, weil er Dumbledore töten sollte“, schrie Potter, er versuchte gar nicht mehr ruhig zu bleiben.
„Beruhige dich Schatz“, murmelte Ginny und legte ihm beschwichtigend die Hand auf den Arm.
„Sie trägt das Dunkle Mal auf ihrem Arm und ich soll mich beruhigen?“ Harry sah seine Frau an, als erkenne diese den Ernst der Lage nicht.
„Sie ist nur ein Teenager, sie probiert eben ein paar Dinge aus. Dieses
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Kommentare
Lis schrieb am 2010-02-28 20:42:25:
Toll! super geschrieben und tolle idee
Horst R. schrieb am 2010-02-28 20:32:56:
Sehr gut und spannend geschrieben; dies Fortzusetzen ist sicher spannend oder?
*soulmate* schrieb am 2010-02-28 13:10:10:
echt gut geschrieben, schöne Geschichte =)
RonW schrieb am 2010-02-27 13:12:19:
Coole Idee. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung ist nämlich eine geniale Idee, dass ausgerechnet harrys tochter in das verhasste haus kommt! Ich werde das mal verfolgen wenn es einen weiteren teil gibt.
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