Harry Potter und die Erben (2 Osterferien)
von
Wolf_93
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Osterferien
Scorpius stand in der Tür und beobachtete Lily schweigend, wie sie ihre Habseligkeiten in einen kleinen Koffer packte, ihn wieder ausleerte und erneut Dinge hinzu legte oder weg nahm. Sie war nervös, dass hätte sogar ein Blinder mit bekommen. Kathan hatte die Sache von vor ein paar Wochen vertraulich behandelt und so war die Geschichte nicht in der Schule herum gekommen. Seit damals achtete Lily, aber auch er, Fitsch und die anderen fünf darauf, dass ihre Tattoos geheim blieben und immer unter den Ärmeln versteckt waren. Das Mädchen hatte nicht nur Angst vor der Standpauke, die sie von ihren Eltern vermutete, auch davor dass ihre Brüder davon Wind bekamen.
„Hey Baby.“ Er trat hinter sie und drückte ihr einen Kuss auf ihr volles rotes Haar. Sie wirbelte zu ihm herum und umschlang ihn. Tränen standen in den Winkel ihrer geschlossenen Augen. „Sch, sch“, versuchte er sie zu beruhigen und strich ihr vorsichtig über den Rücken: „So schlimm wird es nicht werden und wenn schon kommst du einfach zu mir.“
Das Mädchen, dass ihm kaum bis zum Kinn reichte, schüttelte es und sie begann für einen Moment richtig zu heulen bevor sie sich wieder fing. Scorpius reichte ihr ein Taschentuch, was sie noch immer mit geschlossenen Augen dankend an nahm.
„Meine Augen … meine …“ , schniefte sie und bevor sie unter ihren Worten erneut zum Weinen begann, öffnete sie ihre Lider und zeigte es ihm. Er hatte es bisher für Einbildung von ihr gehalten, wenn sie ihm von dem Bild in ihrem Spiegel erzählt hatte, aber nun blickten ihn rote Augen an. Keine rot geweinten Augen, sondern vollständig rote, seelenlose Augen.
„Sie wechseln nun häufiger die Farbe und das Rot hält sich länger“, meinte Lily verzweifelt: „Was ist wenn Dad oder Mom das sieht, was wenn James oder Albert es erfahren?“
Scorpius starrte ihr in die Augen, deren rot langsam verblasste und zu dem gewohnten blau wurde. „Trage doch farbige Kontaktlinsen. Deine Eltern halten dich sowieso für modebewusst, braune Kontaktlinsen würden sowohl das blau wie auch das rot verdecken.“
Lily lächelte und fiel ihm erneut um den Hals.
„Und werdet ihr kommen?“, flüsterte der Junge an ihrem Haar. Er war selbst überrascht über die Einladung seines Vaters für seine Freundin und deren Familie in den Ferien, gerade an seinem und ihren 15 Geburtstags.
Lily zögerte wie jedes mal bei Erwähnung dieses Themas: „Ich weiß nicht. Mein Dad ist nicht gerade gut auf den deinen zu sprechen, er hat ja schon einen halben Herzinfarkt bekommen, als er von uns beiden erfahren hat.“
Malfoy lächelte: „Es ist unhöflich eine Einladung auszuschlagen, außerdem ist es dein Geburtstag, da wirst du wohl machen dürfen, was du willst.“
Das Mädchen machte sich los und wandte sich wieder ihrem Koffer zu. Es war schon fast elf und zu Mittag würde der Zug abfahren. „Ich werde bestimmt kommen, vielleicht begleitet mich Ginny, aber was meine Brüder und Harry betrifft, kann ich nichts versprechen.“
„Hauptsache du kommst“, murmelte Scorpius, nahm ihr den endlich fertig gepackten Koffer ab und begleitete sie hoch.
Harry blickte immer wieder nervös auf die Uhr. Es waren noch fast zehn Minuten, bis der Hogwarts Express einfahren würde. Seine Narbe war stumm wie immer, aber er befürchtete, dass sie womöglich erneut schmerzen könnte und das Gefühl in Kathans Büro zu bestätigen.
„Was hast du, Harry?“ Hermine legte ihm beruhigend den Arm um die Schulter, auch Ron blickte ihn fragend an. Er hatte den beiden noch nichts von seinem Gespräch mit Lilys Hauslehrer erzählt und bereute es nun fast. Es blieb nicht genug Zeit bevor ihre Kinder ankamen, aber falls es sich in Hogwarts herum gesprochen hatte, würden die beiden sich von ihm verraten fühle, dass er ihnen diese Information vor enthielt. Er wünschte sich Ginny an seiner Seite, vielleicht hätte sie gewusst, wie sie es den beiden beibringen sollte. Aber Ginny interviewte gerade den aufstrebenden Star der Knallfrosch Quiditsch Mannschaft – die von dem Laden ihrer Brüder finanziert wurde.
„Also was stimmt nicht Harry?“, fragte Hermine erneut. Der junge Mann setzte gerade zu einer Antwort an, als der Zug mit einem Schnauben ein fuhr. Jetzt war es zu spät.
Zuerst sprangen James und Albus aus dem Zug, ihnen folgten die beiden Weasley Kinder Rose und Hugo. Besorgt blickte Harry den Bahnsteig auf und ab auf der Suche nach seiner Tochter. Scorpius und Lily waren fast die letzten, die den Zug verließen. Die beiden tauschten einen zärtlichen Küss, dann lösten sie sich voneinander und das Mädchen lief auf ihren Vater und die Brüder zu.
„Deine Tochter hat was mit Malfoys Sohn?“, lachte Ron und wurde sofort von Hermine mit strafenden Blicken bedacht. Er ignorierte sie und setzte noch einen drauf: „Kein Wunder das du so nervös warst.“
Harry verdrehte nur die Augen.
„Dad.“ James und Albert waren mittlerweile mit ihren Koffern und den Käfigen ihrer beiden Eulen bei ihnen angelangt.
„Willkommen daheim.“ Harry umarmte beide flüchtig. Albus Brille war in der Mitte gebrochen und notdürftig im Zug geflickt worden. Als Harry ihn fragenden ansah, warf er seinem Bruder einen flüchtigen Blick zu, der über beide Ohre grinste.
„Ich glaub du bist adoptiert Schwesterherz“, lachte James, als auch Lily zu ihnen stieß: „Zuerst kommst du nach Slytherin und dann hast du noch was mit dem Noob Malfoy.“
Das Mädchen wurde rot unter ihrer riesigen Sonnenbrille mit den verspiegelten Gläsern, aber sie entgegnete nichts. Dafür begrüßte sie ihren Vater mit einer kurzen Umarmung, ebenso Ron und Hermine. „Wo ist Mom?“
„Sie hat ein wichtiges Interview, aber heute Abend wird sie schon kommen. Los bringen wir die Koffer zum Auto und fahren heim“, meinte Harry und nahm seiner Tochter, die Umhängetasche ab, sowie seinen Söhnen den Wagen mit ihren Koffern.
Der schwarze Geländewagen, war erst seit wenigen Jahren ein Mitglied der Familie, nachdem sich Ginny und auch Harry entschlossen hatten, den Führerschein zu machen. James schlüpfte sofort auf den Beifahrersitz, den er mit dem Argument, der Älteste zu sein, jedes mal für sich beanspruchte. Albus und Lily setzten sich auf die Rückbank und überließen es ihrem Vater, die Koffer in den Wagen zu packen. Die schwarze Ledersitze hatten die Hitze der Sonne in sich aufgenommen und gaben sie an die auf ihnen Hockenden mit unbarmherziger Stärke ab, erst als auch Harry im Auto saß und die Klimaanlage anstellte, wurde die Luft in dem Auto erträglicher.
Lily sank in ihrem Sitz zurück und entspannte sich langsam. Harry hatte sie nicht anders begrüßt, als all die anderen Male zuvor und in ihr wuchs die Hoffnung, dass er das Thema nicht ansprechen würde. Morgen würde sie sich in der Winkelgasse Kontaktlinsen besorgen und bis dahin, würden es auch die Brillen tun. Obwohl Scorpius ihr versichert hatte, dass ihre Augen wieder normal waren, wollte sie kein Risiko eingehen.
„Dad“, begann Lily nachdem sie bereits eine halbe Stunde im Stau standen und James
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