Harry Potter und die Erben (4 Rote Augen und grüne
von
Wolf_93
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„Bis zum Sommer.“ Ginny drückte ihre Tochter noch einmal. Als Lily vorgeschlagen hatte, die restlichen Tage hier zu verbringen, hatte weder sie noch Harry lange dagegen argumentiert. Die Anspannung die zwischen der Familie und Lily seit Anbeginn der Ferien herrschte, war nicht zu leugnen und um wenigstens James und Albus den Rest der Ferien widmen zu können, war es wohl nur von Vorteil der Jüngsten dies zu erlauben.
Dennoch fühlte Harry sich ungut, er wollte Lily im Moment nicht in seiner Nähe haben, aber noch weniger wollte er sie in der Nähe dieses Todessers wissen. Er sollte ihr vertrauen, dass wusste er. Sie war nicht so beeinflussbar und dieser Abstand würde ihnen allen gut tun um dafür die Sommerferien unter einem besseren Stern zu beginnen.
„Wir schicken dir deine Sachen her“, meinte Harry und umarmte seine Tochter zum Abschied. Sie trug erneut eine Sonnenbrille mit getönten Gläsern. Vielleicht war der junge Mann seit damals in Kathans Büro einfach paranoid, aber er glaubte nicht, dass die Brille und die Kontaktlinsen nur einen modischen Zweck hatten. „Tschüs“, murmelte er und ging zusammen mit Ginny.
Lily blickte ihren Eltern lange nach. Sie hatten sie einfach hier gelassen. Es war ihr eigener Wunsch, aber warum hatten ihre Eltern nichts dagegen? Harry hasste die Malfoys, warum ließ er sie bei ihnen zurück? War sie ihren Eltern mittlerweile egal, nur weil sie nicht ihren Maßen entsprach? Obwohl nie darüber geredet worden war, wusste das Mädchen, dass ihre Eltern sie in jedem Haus lieber gewusst hätten als in Slytherin, nun war sie auch noch mit einem durch und durch Slytherin zusammen und trug das dunkle Mal. Reichten diese paar Dinge, damit ihre Eltern sie nicht mehr wollten, sie verstießen? Die Trauer und Verzweiflung verwandelte sich – kaum dass Harry und Ginny vor dem Tor des Anwesens zurück appariert hatten – in blanken, abgrundtiefen Hass. Das Mädchen war allein mit ihren Eltern heraus gegangen um mit ihnen zu sprechen, auch jetzt leisteten ihr nur ein paar Pfauen Gesellschaft.
Ein weißer Albinopfau scharrte vor ihr in der Erde und spreizte sein farbloses Rad. „Scheiß Federvieh“, schnautzte Lily. Der Hass erfüllte sie, lief heiß in jeden Winkel ihres Körpers und dieser dumme Vogel hörte einfach nicht auf vor ihr zu graben. Das Mädchen begann zu beben, auch die Brille vor ihren Augen störte sie plötzlich. Mit einer wütenden Bewegung riss sie das alberne Teil von ihrer Nase und warf es davon. Ihre Augen die darunter zum Vorschein kamen, glühten von innen heraus in einem mörderischen Rot.
Der altersdumme Pfau glotzte sie nur bescheuert an und in dem Moment riss ihre Geduld. „Avada Kedavra“, rief sie im selben Moment aus, als sie auch ihren Zauberstab zog und ihn auf das beschränkte Tier richtete. Ein grüner Blitz traf den Vögel genau zwischen seinen hässlichen Knopfaugen und er brach zusammen.
Ein winziger Teil in Lily wusste, was sie gerade getan hatte. Dass es sich nicht mehr um ein albernes Spinnentöten handelte, sie hatte gerade ein zwar altes, aber vermutlich dennoch wertvolles Tier mit einem unverzeihlichen Fluch getötet. Aber es war nur ein kleiner Teil, der Rest von ihr bebte noch immer vor Wut und sie blickte sich nach einem nächsten Opfer um. Nur waren die anderen Pfaue klug genug gewesen, sich nach dem Tod ihres Artgenossen zu verstecken.
Hinter Lily ertönten Schritte. Sie schnaufte, ihr Zorn wuchs erneut, da sie nicht gestört werden wollte. Wütend, mit dem Zauberstab kampfbereit, wirbelte sie herum und wurde sofort von Draco entwaffnet. Das Mädchen zischte die übelsten Beschimpfungen in einer Sprache, die sie selbst nicht kannte. Noch immer bebte sie vor Wut, sie wollte ihn für seine Frechheit - ihr den Stab mit dem selben Zauberspruch zu nehmen, mit dem Potter sich schon gegen sie verteidigt hatte – bestrafen.
„Gib mir meinen Zauberstab, Malfoy.“ Es war nicht ihre Stimme, die da aus ihrem Mund kam, genauso wenig wie die Gedanken und der Zorn ihr eigen war. Die Stimme schien aus den Abgründen der Hölle zu kommen und sie verfehlte ihre Wirkung nicht. Draco erstarrte, er wurde bleich und war sich nicht mehr sicher ob er den Starb behalten sollte um damit seine Haut vor einem Fluch zu schützen oder ihn zurück geben sollte um spätere Folgen zu vermeiden. „Meinen Zauberstab, Malfoy. Oder willst du wie dein Vater enden?“, zischte die Stimme aus Lilys Mund und das Mädchen hielt ihre Hand auffordernd in seine Richtung. Sie lächelt schmal über die Angst, die sie bei dem erwachsenen Mann auslöst, und irgendein Teil in ihr wundert sich über die vollen Lippen mit denen sie das Lächeln bildet.
Draco blickte ihr in die rot glühenden Augen, schließlich gab er sich geschlagen. Lieber er musste für den Jähzorn seines zurück gekehrten Herren zahlen, als seine ganze Familie. Er senkte den Blick und sank auf die Knie, während er den Zauberstab seinem Besitzer zurück gab.
„Gut so“, flüsterte das Mädchen. Einen Moment genoss sie seine Panik, als sie ihren Stab auf ihn richtete. Sie leckte sich kurz über die ungewohnten Lippen um ihren Fluch perfekt zu betonen. „Cruci...“ Sie schaffte es nicht auszusprechen, denn Scorpius rannte dazwischen und umarmte sie.
'Narr', stieß die Stimme in Lilys Kopf aus, bevor sie verschwand. Die gesamte Wut verpuffte einfach und sie rieb sich verdutzt über die Augen, als erwache sie gerade aus einem Traum. Scorpius hielt sie fest umklammert, mit einem Blick begriff sie, die Ausmaße ihres völlig neuen Wutausbruchs und mit einem mal hatte sie schreckliche Angst.
Draco richtete sich langsam auf. Seine Mine verriet absolut nichts. Aber Lily konnte sich denken, was nun folgte. Sie - eine Potter, Tochter seines Erzfeindes – hatte nicht nur ein edles Tier von ihm getötet. Nein, sie hatte auch noch gewagt, ihn zu bedrohen und ihn dann fast noch gefoltert. Malfoy würde nur das Zaubereiministerium informieren müssen und sie würde wegen Verwendung und Androhung von zwei unverzeihlichen Flüchen nach Askaban kommen. Vielleicht wollte er sich aber auch die Freude nicht nehmen lassen und sie gleich selbst umbringen.
'Nicht kampflos', flüsterte die Stimme in ihr. Diese unheimliche, dunkle Stimme.
Das Mädchen drückte ihren Freund noch einmal kurz, dann befreite sie sich aus seinem Griff, gerade in dem Moment, als auch Draco wieder stand. Lily schluckte, dann machte sie einen Schritt nach vorne um ihre Bestrafung abzuwarten, den Zauberstab hatte sie trotz der wütenden Stimme in ihrem Kopf eingeschoben.
„Scorpius, las uns allein“, wandte sich Malfoy zuerst an seinen Sohn.
„Nein!“ Der Junge baute sich neben seiner Freundin auf und legte ihr schützend den Arm um die Schulter. Auch er schien die selben Ängste zu verfolgen, wie sie.
Draco strich sich mit der linken Hand die Haare zurück ein Zeichen, dass er nicht mit sich reden ließ: „Das war keine Bitte, Sohn.“
„Geh“, flüsterte Lily und nahm seinen Arm von ihrer Schulter: „einen von uns musstest du retten, beide kannst du nicht.“ Ihre blauen Augen blickten ihn flehend an und
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Kommentare
kiwii=) schrieb am 2011-01-20 15:32:29:
Ich find die Idee genial=)
Ich find auch deinen schreibstil super, naja du bist nicht J. K. Rowling (sie ist einzigartig), aba dein Stil und die Story sind voll toll echt super
PS: super dass du so wenig Rechtschreib fehler machst=) (oda ich find sie net...)
ich freu mich schon auf die fortsetzung=)
liebe grüße hdl
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