Harry Potter und die Erben (4 Sein 25. Todestag)
von
Wolf_93
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Lily blieb lang so im Schatten der Bäume stehen. Ihr Blick richtete sich in die Ferne und irgendwann hob sie die Brille auf um ihre Augen zu verbergen. Immer wieder schwirrten ihr Worte durch den Kopf, ihre eigenen, die Worte der Stimme und das was Draco gesagt hatte. Es machte alles keinen Sinn. Verbotene Flüche waren ihr vollkommen fremd, es brauchte Können damit sie richtig zu wirken, sie hatte bis jetzt höchstens die Formeln dafür irgendwo auf geschnappt und dennoch hatte sie ein Tier damit getötet, und Malfoy fast gefoltert. Immer wieder tauchte das Bild vor ihrem inneren Auge auf, wie er vor ihr kniete mit der Angst in seinen Augen. Und sie fühlte erneut die Genugtuung, diese Selbstverständlichkeit. 'Welche Ironie … gerade Potters Tochter ...' Er war nicht wütend gewesen, eher amüsiert. 'Ich wusste, dass Sie zurück kehren werden, mein Lord.' Was hatte sein letzter Satz mit dem restlichen zu tun? Was bedeutete das alles?
Scorpius kam aus dem Haus zu ihr. Er fiel ihr nicht um den Hals, begrüßte sie nicht, ließ sie in ihrer Gedankenwelt verweilen. Er setzte sich neben sie auf die Auffahrt und wartete.
„Was ist mit deinem Großvater passiert?“ Irgendwann setzte sich auch Lily. Der Junge nahm ihre Hand, strich ihre Lebenslinie entlang. „Warum fragst du?“
'Meinen Zauberstab, Malfoy. Oder willst du wie dein Großvater enden?' Es waren ihre Worte gewesen, dabei wusste sie nichts über Lucius Malfoy. Gerade sein Namen und seine Zugehörigkeit zum Dunklen Lord waren ihr bekannt. Sie zuckte mit den Schultern und wartete auf eine Antwort von ihm.
„Er starb Jahre bevor ich geboren wurde. In der Schlacht von Hogwarts standen unsere Familien feindlich gegenüber. Unsere Seite verlor. Die Todesser die nicht gefallen waren, wurden verhaftet. Narzissa konnte sich und ihren Sohn retten, keiner von beiden hat jemals einen unverzeihlichen Fluch verwendet, Lucius schon. Es gab viele Todesser - mehr als beim letzten Mal – um Kosten zu sparen und um einen Teil der Gefahr zu bannen, wurden viele mit der Höchststrafe belegt. Lucius auch. Nachdem der Kuss vollstreckt war, schickten sie ihn wieder zu uns. Es hieß, dass seine Familie ihn pflegen konnte, vermutlich galt es jedoch als Warnung für die beiden. Weder Draco noch Narzissa reden über die Zeit, aber es musste schrecklich gewesen sein. Er ist den ganzen Tag nur herumgeirrt ohne Ziel. Narzissa musste ihn Zwangsernähren, denn die lebende Leiche verspürte kein weder Durst, noch Hunger oder Müdigkeit. Wenn der Körper zu erschöpft war um weiter zu gehen, stürzte er einfach, blieb mitten am Weg liegen und schlief ein paar Stunden. Wenn er aufwachte, richtete er sich auf und ging einfach weiter. Als eine ruhelose Leiche bezeichnete ihn Draco. Nach fast vier Monaten fand man Lucius Leiche am Fuße der Klippen im nördlichsten Teil unseres Anwesens. Ob Unfall, Selbstmord oder ob Großmutter diesen Anblick von ihm einfach nicht mehr ertragen konnte und nachgeholfen hatte, ist nicht klar.“ Als er mit dem Bericht geendet hatte, blickte Scorpius sie erwartungsvoll an.
„Ich darf bleiben, meine Eltern haben nichts dagegen.“Lily wusste, dass das nicht die Antwort auf seine stumme Frage war. Aber wie sollte sie ihm erklären, was gerade passiert war, wenn sie es selbst nicht genau verstand? Der Junge nickte, er wusste, dass sie ihn aufklären würde, sobald die Zeit dafür kam.
Es hätte ein lustiger Abend werden sollen, sie hatten alle Mitglieder der New Generation, wie sie sich nannten, eingeladen um vor dem Ende der Ferien noch einmal zu feiern. Fitsch und Kerstin, die beide in den Ferien in Hogwarts geblieben waren, brachten Butterbier mit, als sie im Kamin auftauchten. Das Mädchen strich sich ihre schwarze, gelockten Haare zurück und befestigte sie mit einer Spange an ihrem Hinterkopf. Mit einem bewundernden Blick musterte sie das große Wohnzimmer des Hauses. Nach ihr tauchte Fitsch auf. Wie üblich stolperte der tollpatschige Junge über den Rand des Kamins und trug Asche auf den schönen Fußboden. „Sorry“, murmelte er, klopfte vorsorglich den zu langen aber zu dünnen Mantel ab und stellte die Kiste mit dem Bier neben sich. Elfdia und ihr Zwillingsbruder Alecto tauchten auf ihren Besen auf. Die Zwillinge hatten beide sonnen gebräunte Haut und einen perfekten Körper um den viele sie beneideten. Vincent Goyle, den sein Vater nach dem in der Schlacht verstorbenen Freund, benannt hatte, kam zusammen mit seinem Vater. Auch er war dick, aber im Gegensatz zu Gregory Goyle verstand er sich aufs Denken und war damit für die meisten Operationen der Gruppe unentbehrlich. Der letzte der auftauchte, war Thomas. Der lange und dürre Junge mit den schulterlangen, ungewaschenen , blond-braunen Haaren, murmelte eine leise Entschuldigung und reichte Scorpius eine Flasche Elfenwein, den er vermutlich seiner Mutter aus dem Keller gestohlen hatte.
„Ihr dürft niemals jemanden davon erzählen“, flüsterte Scorpius ihnen zu. Nachdem sie den Wein und das Bier getrunken hatten, war plötzlich die Frage aufgekommen, was denn die vielen Zauberer und Hexen, die im Laufe des Abends aufgetaucht waren, hier wollten.
Die ganze Gruppe nickte und schloss ihre Umhang enger um sich, das Gesicht verbargen sie alle hinter weißen Masken. Lilys Herz klopfte vor Aufregung wild in ihrer Brust. Sie wusste nichts von dem, was sie erwartete und Scorpius schien es genauso zu ergehen. Dennoch führte er sie zielsicher Treppen hinunter und hinauf, Gänge entlang und durch zwei versteckte Türen bevor sie vor einem großen Tor stehen blieben. Zwei Silberrilken standen neben der Tür und bildeten an einem magischen Gitter das selbe Zeichen, das sie auf ihren Unterarm trugen.
Thomas schüttelte fassungslos seinen Kopf. „Das ist doch nicht das, wofür ich es halte?“
Kerstin ließ ein amüsiertes Lachen hören, aber außer ihr schien es keiner witzig zu finden.
Auch Scorpius war für einen Moment erschrocken, doch er fing sich schnell wieder: „Keine Ahnung, aber das würde so einiges erklären.“ Auch wenn man es durch die Maske nicht sehen konnte, wusste Lily, dass er lächelte.
„Und wollen wir nun rein gehen?“, fragte Goyle, wobei ihm anzuhören war, dass er diese Frage lieber mit Nein beantwortet haben wollte. Die Blicke aller wandten sich Lily und Scorpius zu. Das Mädchen war unfähig zu antworten, starrte nur das Zeichen an, während sich Malfoy zu einem schlichten klar aufraffte.
„Nein“, murmelte die junge Potter und hielt den Jungen zurück, als dieser Anstalten machte weiter zu gehen: „Ich will da nicht rein. Was, wenn dein Vater da drinnen wirklich das macht wofür ich es halte? Ich kann da nicht rein.“
„Warum nicht?“, verdutzt blickte der Junge sie an, er war es gewohnt, dass Lily sich mehr traute als er. Es war schließlich ihre Idee, sich tätowieren zu lassen, sie war die Anführerin der Gruppe und er nur ihre rechte Hand.
„Ein Todesser-Treffen“, mutmaßte Alecto. Leicht war sein französischer Akzent heraus zu hören, wie immer wenn er nervös war. Seine Familie kam aus der Toskana und hatte selbst kaum
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Kommentare
Augenstern schrieb am 2010-04-27 12:43:36:
Also ich würde gerne wissen wie es weiter geht...bin schon gespannt :-)
chris schrieb am 2010-04-26 22:47:02:
bitte bitte weiterschreiben.
die geschichte ist extrem g..l, waere schade wenn du jetzt aufhoerst
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