Harry Potter und die Erben (7 Zurück in Hogwarts)
von
Wolf_93
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Zurück in Hogwarts
„Verdammt“, flüsterte Scorpius in die Nacht hinein. Sie konnte alles zerstören. Sie war die einzige, die nicht geschworen hatte, Stillschweigen über das heute Erlebte zu halten. Was wenn sie soeben zu ihrem Vater zurück kehrte und ihm alles erzählte. Harry würde als Vorsitzender der Auroren schon ein Schlupfloch für seine Tochter finden, aber der Rest von ihnen würde geliefert sein. Draco, Narzissa und Astoria hatte sie sicher erkannt, seine gesamte Familie würde nach Askaban kommen und vielleicht auch der klägliche Rest der Todesser. Vermutlich wäre es auch Lilys Untergang, ihr Vater würde alles tun um ihre dunkle Ader zu unterdrücken, Zauber, Drogen womöglich hätte er auch so große Angst vor der Rückkehr seines Widersachers, dass er seine eigene Tochter nach Askaban schicken würde. Aber dem Mädchen war dies anscheinend alles egal in ihrer Panik. Er hätte sie zurück halten müssen zu ihrem eigenen Schutz, aber er hatte es nicht gekonnt.
Der Junge sank zu Boden, er konnte nichts mehr tun. Er musste zurück um seiner Familie von seiner Niederlage zu berichten und sie zum Aufbruch zu drängen. Mit schwachen Knien stand er auf. Die Folter wirkte in seinen Glieder noch nach. Sein Vater hatte ihm gesagt, dass damit zu rechnen wäre, aber er hatte ihm nicht glauben wollen, dass Lily ihm das wirklich antun würde. Er lächelte bitter, die Realität war ein strenger Lehrmeister und er würde sich ab jetzt hüten, seine Freundin zu verärgern.
Er schnappte sich seinen Besen, den er an einen Baum gelehnt hatte und flog zurück. Ließ das Haus der Riddles und Little Hangleton hinter sich zurück. Es war Vincents Idee gewesen, über aktuelle, seltsame Blitze ihren Standort zu bestimmen, genial wenn man bedachte, wer sein Vater war.
Narzissa wartete am Eingang des Herrenhauses, als Scorpius neben ihr landete. Für gewöhnlich schaffte die ältere Frau es mit Zaubern und Tränken ihr wahres Alter zu verschleiern, aber als sie ihren Enkel alleine sah, waren zum ersten mal einzelne graue Strähnen in ihren Haaren und Falten um ihre Augen und den Mund zu erkennen.
„Nein“, wisperte sie. Ihre Augen zeugten von der Angst, die auch schon ihr Enkel befallen hatte, dass sie nun auch noch ihren Sohn an die Dementoren verlieren würde. Einen Moment tauschte sie und Scorpius Blicke aus, dann wandte Narzissa sich um und lief zurück ins Haus.
Im Wohnzimmer saß die Familie und die restlichen Mitglieder der New Generation. Kerstins sah ihnen mit leuchtenden Augen entgegen, wandte sich aber ab, als sie Lilys Abwesenheit bemerkte. Fitsch strich sich mit einer wehleidigen Miene über die Striemen die sich bei dem unbrechbaren Schwur in seine Haut geschnitten hatten und langsam vernarbten.
„Wir müssen hier weg. Ein Potter in unserem Heim, das konnte ja nicht gut gehen“, warf Narzissa in die Runde.
Draco blickte zuerst seinen Sohn und dann seine Mutter an. Seine Mine strahlte eine Ruhe und eine Gleichgültigkeit aus, die nicht der Situation angemessen war. „Keine Sorge, ich hab vorgesorgt, sollten Auroren sich nähern.“ Er wies auf ein Kette, die auf dem niedrigen Tisch lag. „Bringt uns dieses hübsche Ding sofort in Sicherheit. Noch besteht keine Eile.“
Die Stunden vergingen schleppend. Obwohl Draco von allen den unbrechbaren Schwur gefordert hatte, dass keiner von ihnen etwas von dem gehörten weitersagen würde, ließ er die Kinder nicht heimkehren. Die Sonne ging gerade am Horizont auf, als es Entwarnung gab.
Die Türglocke klingelte und ein sich klein machender Kreacher stand mit einem Koffer vor der Tür. Das kleine Geschöpf verbeugte sich kurz vor Astoria, die ihm die Tür geöffnet hatte. „Soll das meiner Herrin bringen“, meinte er und streckte ihr den Koffer entgegen. Kaum dass die Frau ihm die Last abgenommen hatte, verschwand er auch schon.
„Sie ist nicht zurück gekehrt. Wo immer sie auch ist, sie hat uns nicht an ihren Vater verraten“, meinte die Frau erleichtert, als sie mit dem Koffer zurück kam.
Die letzten Tage der Ferien waren die schlimmsten seit langem. Er hatte jede Seite des Tagespropheten nach ihrem Namen durchblättert, aber sie war nicht aufgetaucht. Er hatte trotz den Warnungen seines Vaters nach ihr gesucht, an Orten die sie liebte und an Orten an denen Du-Weißt-Schon-Wer sich immer wieder zurück gezogen hatte, zu mindestens die deren Existenz ihm bekannt war. Nirgends war sie zu finden und schließlich blieb ihm nur die Hoffnung sie in Hogwarts wieder zu sehen.
Auf dem Bahnsteig traf er mit Kerstin, Fitsch und den Zwillingen zusammen. Vincent und Thomas trafen sie im Zug. Keiner von ihnen sprach über das Erlebte, alle bis auf Scorpius konnten es nicht einmal. Thomas hatte Schrammen und ein blaues Auge, anscheinend war sein Verschwinden nicht ohne Folgen geblieben.
„Ich suche Lily, kommt ihr mit?“, fragte Scorpius als der Zug abfuhr. Er vermisste sie, aber vor allem hatte er Angst, sie würde nicht im Zug sitzen und demnach auch nicht nach Hogwarts kommen. Aber wo sollte sie sonst sein? Wenn sie nach Askaban gekommen wäre, hätten die Zeitungen vermutlich eine Schlagzeile daraus gemacht.
Vincent und Fitsch schüttelten den Kopf. Thomas war zwar zu ängstlich um etwas zu sagen, aber an der Art, wie er sich in seinem Sitz klein machte, zeigt, dass auch er nicht mit kommen würde. Kerstin grinste über beide Ohren: „Klar unser neuer Herrscher braucht sein Gefolge.“
Schmerzhaft zog sie die Luft ein, als die Striemen an ihrem Arm sie darauf hin wiesen, dass sie kurz davor war, den Schwur zu brechen. Alecto nickte, aber auch seine Schwester blieb zurück.
Die meisten Abteile waren nicht belegt, da nur wenige Schüler diese Ferien bei ihren Eltern verbrachten. James und Albus saßen allein in einem Abteil und spielten eine Partie Zauberschach. Scorpius blieb für einen Moment unbewegt vor der Tür stehen, aber er musste es wissen. Mit der linken Hand zog er die Tür auf, mit der Rechten hielt er den Zauberstab in seiner Tasche umklammert.
„Malfoy“, begrüßte ihn James mit einem abfälligen Nicken. Wo er plötzlich den Zauberstab her hatte, war schwer zu sagen. Albus zog ebenfalls seine Waffe, blieb aber im Hintergrund.
„Potter“, erwiderte Scorpius den Gruß und bevor er weiter sprechen konnte, stellte Kerstin die Frage: „Habt ihr eure Schwester gesehen?“
Albus wurde kurz bleich, während James auflachte: „Ist sie euch davon gerannt?“
Malfoy ignorierte ihn, mit James konnte man nicht reden. Er verteidigte die Ehre seiner Familie, der Gryffindors und seines Vaters mit allem was er konnte und hasste dementsprechend Scorpius aus drei verschiedenen Gründen. Da sollte noch mal jemand über die strenge Erziehung bei den Malfoys sprechen, zu mindestens konnte sein Vater mit der Beziehung seines Sohnes zu der Tochter von Potter leben. Stattdessen wandte sich Dracos Sohn nun an Albus: „Hast du Lily heute schon gesehen?“
Der Junge schüttelte seinen Kopf und als wäre ihm in diesem Moment die Erkenntnis gekommen, wandte er sich wieder dem Schachbrett zu und befahl seinem Springer die gegnerische
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Kommentare
chris schrieb am 2010-06-16 23:43:59:
super story. das mit dem erb, da lass ich mich ueberraschen, ist beides gut
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