Heaven'n Hell - XL Version
von
Darkangel
Angenommen. es gäbe wirklich so etwas wie Himmel und Hölle. die obligatorischen ätherischen und weniger ätherischen, um nicht zu sagen, dämonischen Gestalten und Personen die uns allen aus den verschiedensten Berichten der großen Weltreligionen wohl bekannt scheinen, inklusive...
Angenommen. sie würden sich wirklich bis aufs Messer bekämpfen, so mit Ende der Welt, Antichrist, Seelenjackpot - wer am Ende die meisten hat gewinnt und das Gefecht von Gut gegen Böse. und dies schon seit Jahrtausenden tun.
Angenommen. dieser Kampf wäre genauso spektakulär, wie es uns die Berichte in der Bibel, im Koran und in einigen anderen Büchern glauben machen wollen - inklusive der Werke die im Vatikan versteckt liegen (1) und derjenigen die nie geschrieben wurden, weil findige Mönche die prophylaktische Kriegsführung gegen das Böse entwickelt haben.(2)
Angenommen.es gäbe wirklich die vorhergesagten Meere aus Blut, Feuerstürme und apokalyptischen Reiter.
Angenommen ein Heer von Engeln und Heiligen würde gegen eine Armee von Dämonen und Teufeln kämpfen.
Angenommen. der Kosmos würde vor und während dieser letzten Schlacht vom Klang der Posaunen und Trompeten des Himmels und dem beängstigendne Klang der Höllischen Trommeln und Chöre der geschundenen Seelen widerhallen.
Können sie mir bis Hierher folgen?
Also angenommen. das wäre alles wirklich so. so stellen sich mir einige nicht unbedeutende Fragen.
1. Wer würde den Soundtrack schreiben?
2. Wer würde das Drehbuch schreiben?
Und nicht zuletzt die Wichtigste.
3. Wer bekämme das Copyright und damit die Filmrechte?
.
"HeavenT & HellT" ©
Ein Drehbuch der besonderen Art
Cast (in order of appearence):
DER HERR, aka. ER, aka. GOTT (Gott)
Maria, aka. Mutter Gottes (Jungfrau Maria)
Jesus, aka. Sohn Gottes, aka. Jeez (Sohn Gottes)
Gabriel (Erzengel)
Diverse andere mehr oder weniger wichtige Engel, Heilige und gute Geister
Wormwood (Unterteufel und höllischer Bürobote mit Hang zu Panik und Gutmütigkeit)
DER WIDERSACHER, aka. SATAN, aka. ER (Der Teufel)
Diverse andere mehr oder weniger wichtige Dämonen, Höllengestalten,
Teufel und böse Geister
Mr. Mayer, aka. Dad, aka. Schnäutzelchen,
aka. Boß, aka. Chef, aka. "ER" (Produzent)
Mrs. Mayer, aka. Mom, aka. Hasi, aka. Bertha (Ehefrau)
Pete, aka. Engelchen, aka. Satansbraten (Sohn)
Mr. Schmitt (Anwalt)
Mrs. Boddom (Sekretärin)
Mrs. Peachem (Buchhalterin)
Mr. Jaadschij (Finanzexperte)
Mr. Plaidwarf (Regisseur)
Mr. Newebber (Komponist)
Mrs. Door (Designerin)
Mrs. Krishnam (Schriftstellerin)
Diverse mehr oder weniger wichtige, mehr oder weniger freiwillige sowie
Mehr oder weniger menschliche Darsteller
Gabriel hastete in Richtung des Thronsaales und versuchte erst gar nicht
seine schlechte Laune zu verbergen. Das schöne, hellhäutige Gesicht
Wutverzerrt und das lockige, goldene Haar (3) fiel ihm strähnig ins
Gesicht. Der Tag hatte doch so gut begonnen dacht er. Warum sollte er
Anders enden?
Heut Morgen war er auf seinen täglichen Kontrollflug gewesen,
hatte die Menschheit von hoch oben beobachtet und sich über die Guten
gefreut und über die Bösen geärgert. Dann war er, nach 14 Stunden fliegend über der Erde und ihrer Bewohner, rechtschaffen müde im Himmelreich angekommen. Und jetzt das! Gabriel schüttelte im Laufen den Kopf, dass das blonde, lockige Haar, einem Heiligenschein gleich um seinen Kopf flog. Er stapfte um eine Ecke und näherte sich der großen Halle in der sich der Thronsaal des HERRN befand. Dunkle Wolken kreisten um den höchsten Turm des himmlischen Palastes und Gabriel sah besorgt nach oben, als ein erster Blitz zur Erde niederfuhr. Er beschleunigte seinen Schritt. Die zwei Wächterengel, die das Tor bewachten (4) - salutierten zackig und rissen, gerade bevor Gabriel gegen die Türflügel krachen konnte, das Tor auf. Der Erzengel schlitterte in den hell erleuchteten Vorraum des Thronsaals und stellte mit grimmiger Befriedigung fest, dass er nicht der einzige war der herzitiert worden war. Maria, hockte auf einer der auf Hochglanz polierten Marmorbänke, rutschte hin und her, und stieß leise Rufe des Erstaunens aus, die mit Sicherheit etwas mit dem Hochglanzmagazin in ihren Händen zu tun hatte. Gabriel verdrehte die Augen. "Der Himmelsbote", das schlimmste Klatsch- und Tratschblatt im gesamten Himmelreich. Der heutige Leitartikel schien von einem Engel zu handeln der von Ausseridischen entführt worden war. Der Titel lautete: "Mein Leben in der Fremde" und das Bild darunter zeigte eine abgemagerte Gestalt deren Flügel mit vielfältigen Drähten und anderen technischen Instrumenten gespickt waren. In der anderen Ecke des Raumes, den größtmöglichen Abstand zu seiner Frau wahrend stand Josef und hatte die Augen geschlossen. Neben ihm stand Petrus und stützte sich auch seinen Stab. Er blickte interessiert aus dem Fenster, ohne zu bemerken, dass er auf eines der vielen lebensgroßen und lebensechten Gemälde starrte die den Himmlischen Palast zierten. Paulus hockte auf dem Boden und spielte, das obligatorische Schwert neben sich liegend, eine Hand bereit am Griff und spielte Karten. Vor ihm lag ein großer Haufen an Spielgeld und er hielt die Karten wie sie nur ein Kartenspieler hielt, der keine Ahnung von dem hatte, was er da tat. Was bedeutete, dass er die Karten dicht vor sein Gesicht hielt und die Ränder so zusammen bog, dass auch niemand nur auf die Idee kam ihm in sein Blatt zu schauen. Ihm gegenüber, die Beine in den Birkenstocksandalen legere übereinander geschlagen und die weise Tunika bis zu den knochigen Knien hochgezogen.
" Jesus!" entfuhr es Gabriel. Der so Angesprochene löste seinen Blick von den Karten in seiner Hand und blickte den Engel mit großen, kein Wässerchen trüben könnenden Augen an.
"Was?"
"Was habe ich dir über das Spielen gesagt?"
Jesus zuckte mit den Schultern und wandte sich wieder seinem Gegenüber zu. Paulus hatte in der Zwischenzeit unbemerkt zwei Karten vom Stapel genommen und zwei aus seinem Blatt darauf gelegt. Jetzt zog Jesus diese beiden Karten, sortierte sie in seine Hand, lächelte und legte die Karten vor sich auf den Boden.
"Gewonnen," verkündete er mit einem strahlenden Lächeln und streifte den Gewinn ein.
"Du hast geschummelt!" grummelte Paulus vorwurfsvoll.
"Ich?" fragte Jesus. Seine Stimme klang dabei als wäre er das Opfer aller Opfer. Paulus schüttelte nur den Kopf und versuchte ächzend auf die Beine zu kommen. Immerhin war er nicht mehr der Jüngste und musste deshalb sein Schwert zu Hilfe nehmen. (5) Mühsam humpelte er in Richtung Gabriel. Als er vor dem Erzengel stand, blickte er ihm fest in die Augen und schüttelte den Kopf.
"Weißt du worum es hier geht?"
Gabriel schüttelte den Kopf.
"ER hat nur gesagt ich sollt sofort hier erscheinen."
Paulus nickte wissend.
"Genau wie bei mir. Allerdings klang es bei mir eher wie: Beweg sofort deinen nichtsnutzigen Hintern hierher! Den Rest wage ich nicht auszusprechen."
Gabriel runzelte die Stirn.
"Was ist denn passiert? Ich hab IHN nicht mehr so wütend erlebt seit damals als." Paulus und er blickten sich wissend an und schwiegen aus Anstand. Die Geschichte mit dem Apfel war immerhin eine der unangenehmsten Dinge die je passiert waren. (6)
"Oder erinnerst du dich an diese andere unangenehme Sache? Diese Sintflut?"
"Oh ja," stöhnte Gabriel, "Wasser, Wasser und noch mal Wasser und dann diese Armen an Bord dieses unsäglichen Schiffes." Er schüttelte den Kopf.
"Noah ist ja nie ganz darüber hinweggekommen, es war einfach zu viel für ihn wie mir scheint."
Paulus schnaubte.
"Immerhin scheint er sich ganz gut trösten zu können." (7)
Beide schwiegen. Jesus hatte sich in der Zwischenzeit erhoben und schlenderte zu seiner Mutter. Maria war noch immer in der Zeitschrift vertieft und gab immer noch leise Laute des Erstaunens von sich. Auch Petrus und Jesus hatten sich nicht allzu sehr bewegt. Die dröhnende Stille lastete anscheinend schwer auf ihnen allen. Hätte es im Himmelreich Uhren gegeben und hätte eine davon im Vorraum des Thronsaales gestanden, ihr Ticken wäre das einzige Geräusch gewesen das man hören konnte. Dann straffte Petrus seine Schultern und wandte sich an die anderen.
"Warum hat ER uns denn hergeholt? Warum lässt ER uns denn warten, wenn es doch so dringend ist? Warum."
Er wurde von einer Stichflamme unterbrochen, die keine fünf Zentimeter vor ihm aus dem Boden kam und ihm auf liebenswürdige Art und Weise die Augenbrauen und den Bart ansengte. An Stelle der Stichflamme war jedoch ein gebücktes, kleines Etwas getreten, welches sich hier so ganz und gar nicht wohl zu fühlen schien. Die Umherstehenden starrten mit großen Augen und offenen Mündern auf das Etwas vor ihnen und das Etwas starrte mit gossen Augen und offenem Mund zu ihnen hin. Allerdings hatte es den Nachteil alleine zu sein, wodurch die Qualität des Starrens erheblich an Faszination einbüsste sondern nur noch gehetzt wirkte.
"Anscheinend haben wir einen Gast." bemerkte Jesus trocken. Und dann brach im himmlischen Thronsaal die Hölle los.
Ein gewaltiger Donnerschlag ließen den Boden erbeben und von der Decke rieselte der Putz. Gabriel stützte instinktiv Paulus der durch das Schwanken das Gleichgewicht verloren hatte und nun, verzweifelt mit seinem Schwert, das er als Gehstock benutzte, durch die Luft fuchtelte, um wieder in eine stabilere Lage zu gelangen. Als sich das kurzzeitig aufgetretene Chaos gelegt hatte, wanderten alle Blicke wieder zu dem Etwas in der Mitte des Raumes. Dieses hatte sich auf dem Boden zusammengekrümmt und die mit Klauen besetzten Hände über den Kopf geschlagen. Außerdem zitterte es erbärmlich wozu es zischende Laute ausstieß.
Gabriel räusperte sich. Und das Etwas kauerte sich noch tiefer auf den Boden. Paulus schlurfte, auf sein Schwert gestützt, hin und stubste es mit an.
"Ausgeburt der Hölle, was tust du hier in den heiligsten Hallen des himmlischen Königreichs?" verlangte er zu wissen.
Das Etwas kauerte sich noch mehr zusammen und begann einen unangenehmen Geruch, wie von verbranntem Stroh zu verbreiten.
"Also so kommen wir hier nicht weiter," begann Gabriel schließlich, "wie kommt der Dämon hierher und was soll das ganze hier eigentlich?"
DEN DÄMON HABE ICH GERUFEN ertönte eine Stimme in ihren Köpfen und alle fuhren wie vom Blitz getroffen herum. Die Türen des Thronsaales hatten sich geöffnet und im Durchgang stand ein Mann im schwarzen Anzug und mit roter Krawatte.
"Der Widersacher," hauchte Petrus. Josef blickte nur starr und ausdruckslos in die Ferne, während Maria leise aufseufzte und theatralisch, aber nicht minder graziös, in Ohnmacht fiel. Gabriel und Paulus starrten den Neuankömmling mit offenem Mund an, unfähig auch nur ein Wort zu sagen.
KOMMT IN DEN THRONSAAL WIR HABEN EINIGES ZU BEREDEN klang die Stimme des Satans in ihren Köpfen und dann sprach endlich auch der HERR zu ihnen:
UND BRINGT MIR GEFÄLLIGST WAS VON DEM WEIN DEN DIESER ALTE SAUFBOLD NOAH STÄNDIG TRINKT MIT ICH WEISS DASS ICH LIEBER WAS ANDERES HÄTTE ABER ICH BEFÜRCHTE DASS WIR KEINEN COGNAC MEHR HABEN (8)
Mrs.Jonathannana Krishnam saß an ihrem Schreibtisch und starrte auf das leere Blatt Papier vor ihr. Neben dem Blatt lag ein Sortiment an verschieden Stiften und Schreibgeräten. Alle fein säuberlich nach Farbe, Härte, und Form sortiert. Die Bleistifte lagen ganz rechts die Füllfederhalter ganz links. Dazwischen tummelte sich eine Armee von Kugelschreibern, Filzstiften, kalligraphischen Federn und Eddings. Sogar eine einzelne zum Schreibutensil umfunktionierte Gänsefeder lag etwas abseits der Sammlung neben einem Gläsernen Tintenfass. Jonathannana seufzte, griff nach einem Kugelschreiber und setzt die Spitze vorsichtig auf das jungfräulich weiße Papier. Mit zwischen den Lippen hervorragender Zunge schrieb sie ein einziges Wort.
Eins
Sie setzte den Stift ab, starrte das Geschriebene an, seufzte nochmals und legte den Stift wieder zur Seite. Es hatte einfach keinen Sinn. Keinen Pepp, dachte sie. Was sollte sie bloß machen. Der Produzent verlangte nach einem Drehbuch, nach etwas noch nie Dagewesenen. Sie hatte sich das Hirn zermartert, hatte die städtische Bibliothek und die Datenbank des internationalen Drehbuchautorenverbandes konsultiert. Aber ihr viel nichts ein. Sie erhob sich, schob pedantisch genau den Stuhl an den Tisch heran und ging zum Fenster in der Küche. Von dort aus konnte sie die Stadt überblicken. Das half ihr eigentlich immer und die Ideen sprudelten nach ein zwei Stunden auf die Stadt starren immer. Ach, dachte sie, wie viele Stunden habe ich schon an diesem Ort der Muse zugebracht. Sie lächelte und ging zum Kühlschrank um sich ein Gläschen Gin-Tonic einzugießen. (9) Dann wandte sie sich der ihrer Meinung nach fabelhaften und einzigartigen Aussicht zu. Sie lies ihren Blick schweifen und ergötzte sich an dem Anblick der von purem Leben und von Geschäftigkeit zeugte. Sie freute sich über die hunderten winzigkleinen Autos die die Straßen entlangfuhren.
"Gott hat war diesen Menschen wohlgesonnen," murmelte sie leise. Sie nippte an ihrem Gin-Tonic. Setzte das Glas ab und starrte weiter auf die Stadt unter ihr.
"Gott." sagte sie. Ließ das Wort auf ihrer Zunge zergehen. Rollte es in ihrem Mund umher, fühlte seine Stärke, schmeckte seine Bedeutung. Sie schloss die Augen und versuchte ein anderes Wort.
"Teufel."
Sie zuckte unmerklich zusammen. So stark. Sie wusste bereits, dass Worte Macht hatten, aber unbewusst hatte sie zwei Worte gewählt deren Stärke unvergleichbar war. Wie würden sie wohl zusammenpassen?
"Gott," sagte sie zögernd, "Teufel." Nein das war noch nicht ganz richtig. Sie überlegte. Es war gut, der Klang hatte etwas archaisches, etwas über das Begreifen hinausgehendes. Aber noch nicht ganz das Ideal.
"Der Herr. der Widersacher." versuchte sie es erneut. Das war schon besser. Sie griff nach ihrem Gin-Tonic und nippte wieder daran.
Ja, das war es. Sie lächelte und ging, das noch fast volle Glas in ihrer Hand zurück zum Schreibtisch. Nachdem sie sich gesetzt hatte, wählte sie die Gänsefeder, wog sie in ihrer Hand und tauchte die Spitze in die blaue Tinte. Langsam und vorsichtig um keine Kleckse auf dem Papier zu machen begann sie.
"Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde." Das war ein guter erster Satz, dachte sie und lächelte. (10) Mit zusammengebissenen Zähen schrieb sie weiter und lächelte grimmig dabei. Das würde ein voller Erfolg werden. Der Boß würde begeistert sein.
. in der Zwischenzeit an einem weit entfernten Ort (11)
Gabriel wischte sich den Schweiß von der Stirn. Paulus spielte mit dem Griff seines Schwertes und Maria stieß leise Laute der Begeisterung aus. Petrus, Josef und Jesus saßen schweigend da und musterten verlegen die vollkommene Maserung der Tischplatte.
ALSO, setzte der Widersacher an, IHR HABT EUREN AUFTRAG VERSTANDEN?
Sie nickten.
GUT, meinte der HERR.
DANN MACHT EUCH AUF DEN WEG, UND VERGESST NICHT, DASS IHR AUF DER ERDE NUR MENSCHEN SEID. KEINE TRICKS, KEINE WUNDER, KEINE ZEICHEN. VERZICHTET AUF EURE FÄHIGKEITEN UND VERSUCHT EURE PROBLEME MIT DER KRAFT EURER GEHIRNE ZU LÖSEN.
Der HERR machte eine kaum merkliche Pause und wechselte einen Blick mit dem Widersacher. Schließlich wandte er sich an die aufgeregt auf ihren Fußballen wippende Maria.
UND WAS DICH BETRIFFT MARIA, er zögerte nochmals, VERLASS DICH BITTE AUF DEINEN WEIBLICHEN CHARME.
"Ja, Herr, ich werde meinen weiblichen Charme und mein Gehirn einsetzen!" sagte Maria atemlos.
"BESCHRÄNKE DICH EINFACH AUF DEINEN WEIBLICHEN CHARME, ICH WEISS, DASS . ÄHEM . DAS GEHIRN . DIE MENSCHEN, KÖNNEN MIT EINER INTELLIGENTEN FRAU WIE DIR NICHT ALLZUVIEL ANFANGEN."
Maria schaute verwirrt.
"Also soll ich das Dummchen spielen?" verlangte sie schließlich zu wissen. Gabriel rammte Paulus seinen Ellebogen in die Seite um das Gekicher zu unterbinden.
ÄHHH, JA, GEMAU! ICH WEISS, DASS DIES EINE VÖLLIG NEUE SITUATION FÜR DICH DARSTELLEN WIRD, ABER DU MUSST DEIN BESTES GEBEN, MEIN KIND
Paulus schlug sich verzweifelt gegen die Brust und sah aus als ob er sich an etwas verschluckt hätte während Gabriel versuchte anstandshalber zu Husten und nicht zu lachen. Maria warf ihnen einen bösen Blick zu und schwebte aus dem Raum. (12) Der Widersacher machte eine Bewegung mit seiner Hand und sein immer noch zitternder Gehilfe verschwand in einer stinkenden Rauchwolke. Auf den vorwurfsvollen Blick welchen ihm diese Handlung vom Herrn einbrachte antwortete er mit einem Schulterzucken.
REINE GEWOHNHEIT
ICH WÜRDE DICH BITTEN DASS IN ZUKUNFT ZU UNTERLASSEN ICH HABE AUCH NICHT DIE ANGEWOHNHEIT STÄNDIG ALS BRENNENDES GESTRÜPP AUFZUTAUCHEN
MEINST DU DIESE DORNBUSCHGESCHICHTE? verlangte der Teufel zu wissen. Gott nickte und warf ihm einen beschwörenden Blick zu.
ICH DACHTE DAS WAR EIN UNFALL WEIL WIR ZUVIEL GETRUNKEN HATTEN?
MUSSTE DAS JETZT SEIN?
Der Teufel zuckte mit den Schultern.
DAS IST DER GRUND WARUM DU GOTT BIST UND ICH DER TEUFEL DU WARST NOCH NIE GUT IM PETZEN
Und verschwand in einer Rauchwolke.
Gabriel stand auf und räusperte sich vernehmlich. Die anderen Anwesenden standen ebenfalls auf und verließen so leise wie möglich den Thronsaal.
(1) Es sind nicht so viele wie die Herren in diesem Kleinstaat gerne hätten, aber dennoch genug, dass die Sicherheitsvorkehrungen ihren Diebstahl so unwahrscheinlich werden lassen wie einen Krabbenregen in der Sahara.
(2)Prophylaktische Kriegsführung meint die hier die Spanische Inquisition. Die Kirche war damals der Auffassung das Übel nicht nur da zu bekämpfen wo es entstand, nein sie ging noch einen Schritt weiter und weitete ihr Aufgabengebiet auch auf Verbrechen "in potentia" - auf Verbrechen gegen die Lehre der heiligen Mutter Kirche die möglicherweise begangen werden könnten - aus. Der Kampf von Gut gegen das Böse auf diese einmalige, vorausschauende Art stellte ein Musterbeispiel für die Heiligkeit und die Unfehlbarkeit ihrer Lehren dar. Es sei hier nur am Rande erwähnt, dass die Idee und der Auftrag zur Spanischen Inquisition, so sehr dies von manchen offiziellen Vertretern behauptet wird, mit nichten göttlich war.beides war vielmehr ein Vorschlag von der nicht sehr in der Öffentlichkeit agierenden Basis, oder um es besser zu formulieren.sie stammte aus dem Untergrund unter dem Untergrund.
(3) Es ist allgemein bekannt, dass der Erzengel Gabriel blondes Haar hat. Allerdings stellt sich hier die nicht uninteressante Frage, woher man das weis. Nicht allzu viele Personen hatten das Vergnügen diesem schönsten aller Engel zu begegnen. Trotzdem waren sich Künstler aller Epochen einig, dass der Verkündungsengel blondes Haar haben muss. Ein ähnliches Phänomen trifft man bei den Teufelsdarstellungen an. Der Widersacher wird stets als bocksbeiniger, rothäutiger, gehörnter Geselle dargestellt. Hier kann man allerdings auf eine Erklärung schließen. Diese Art der Darstellung trat erst während der Kreuzzüge auf und der heidnische Gott Pan - seines Zeichens bocksbeinig und gehörnt - avancierte in Neuchristenkreisen zu einem beliebten Symbol um den Teufel darzustellen. Woher allerdings die rote Hautfärbung kommt, kann man auch nicht beantworten.
(4) Eigentlich dienten sie mehr als Zierde. Für andere anspruchsvollere Arbeiten waren sie aufgrund ihrer geringen Intelligenz nicht geeignet.
(5) Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Personen die im Himmelreich leben nicht altern. Sie altern nur langsamer und selbstverständlich länger, denn wie wir alle wissen gibt es im Himmelreich nur eine Zeitbeschreibung und die lautet EWIG. Ewiges Leben im Himmelreich könnte also mit ewigem Altern auf der Erde verglichen werden. Allerdings dauerte es länger.
(6) Was aus der Sicht des Himmelsreiches als äußerst peinliches Kapitel in der Menscheitsgeschichte betrachtet wurde, war - in der Tat - das Beste was dem himmlischen Reich passieren konnte. Stellen sie sich einmal vor, Eva hätte den Apfel nicht gegessen. was wäre dann gewesen? Um nur einige der fatalen Auswirkungen dieses Nichtstattfindens von Ereignissen zu nennen: Die Bibel wäre nach zwei Seiten zu Ende; die Kreuzzüge hätten nicht stattgefunden, Künstlerische Höchstleistungen wie die Sixtinische Kapelle wären nie gemalt worden - es hätte nämlich keinen Grund gegeben sie zu malen. Und abgesehen davon wäre auch niemand da gewesen sie zu malen - Eva und Adam erkannten sich nämlich erst nachdem der Apfel geteilt worden war und sie aus dem Paradies vertrieben wurden. Wäre sie im Garten Eden geblieben. lassen sie es mich so formulieren: Gott hatte möglicherweise erst nach der Vertreibung aus dem Paradies die Idee mit dem Sex. Im Paradies war davon nie die Rede. Vielleicht wollte er ja, dass sich die beiden nicht so langweilen. Und das haben sie sicher nicht getan. Es ist nämlich recht zeitraubend Urmutter und Urvater der Menschheit zu sein.
(7) Noah hatte nach der Sintflut einen Hang zu gutem Rotwein entwickelt. (Anm. des Autors)
(8) Hier haben wir es mit einer etwas schwierig nachzuvollziehenden Aussage zu tun. Ihnen allen ist wahrscheinlich der Pluralis majestatis ein Begriff, ic meine diese wunderbare Erfindung der französischen Könige die sich, wenn sie verwendet wird, anhört als litte der Anwender unter einer massiven Persönlichkeitsstörung die einen unbedingten Einsatz mittelschwerer Arzneimittel rechtfertigen würde. Hier haben wir es aber nicht mit einem König zu tun sondern mit Gott, dem Herrn selbst. Und wenn Gott sagen möchte "GOTT weiß dass ich lieber etwas anderes hätte." ahhh, ich glaube sie verstehen worauf ich hinaus will. Sie sind ja doch intelligenter als ich gedacht habe.
(9) Hier stellt sich dem aufmerksamen Leser die Frage, ob die plötzliche Muse mit dem sagenhaften Ausblick auf Fabrikdächer, Autobahnkreuze und die Slums von San Francisco zu tun hatte, oder ob der Musenkuss eher durch den Genuss des einen oder anderen Gin-Tonic zustande kam.
(10) Es MUSS ein guter erster Satz gewesen sein, dann immerhin ist es auch der erste Satz des meistgelesenen und meistverkauften Buches dieser Erde, der Bibel.
(11) Niemand weis wo sich dieser Ort befindet. Allerdings gehen die Menschen davon aus, dass der Himmel sich über uns und die Hölle unter uns befindet. Dies liegt allerdings nur an der räumlichen Inkompetenz des menschlichen Gehirns. Definitionen wie "schräg über vorgestern" vermag es sich nicht vorzustellen. Die genaue Ortsangabe des Himmels müsste in etwa so lauten: "Rechts hinter dem vorgestrigen Übermorgen mit Pfefferminz". Um es in eine für den Menschen verständliche Sprache zu bringen: Der Himmel ist da wo es ständig zu spät ist um noch irgendetwas Wichtiges erledigen zu können.
(12) NUR Frauen können einen Mann mit einem vernichtenden Blick mustern und dann wie eine Königin aus dem Raum schweben. Wissenschaftler einer bekannten Universität haben herausgefunden, dass die Beine dieser Frauen aufgrund einer kurzzeitig auftretenden genetischen Veränderung rollschuhgleiche Verlängerungen ausbilden.
Kommentare
craban13@gmx.de schrieb:
ich hab schon den ersten Teil verschlungen, und ich dränge auf eine Fortsetzung. WAS IST DENN NUN DIE AUFGABE!!!! *schüttel* ABer das mit den Fußnoten musst du mir nochmal erklären, an einigen Stellen tauchen da Sachen auf, die mir sehr komisch vorkommen. Gabriel zum Beispiel hat grundsätzlich eigentlich kurze schwarze Haare (nicht, dass ich nicht mit dir übereinstimmen würde, blond sieht er sicher besser aus) zumindest laut eines in Sachen Kabala und Apokryphen sehr belesenen Freundes von mir.
Aber lass dich nicht stören, es lebe die Freiheit der Kunst. UND MACH WEITER!!!!
r.richi@mpem.de schrieb:
saukomisch! allerdings sind die fußnoten ein wenig anstrengend....
r.laure@arco.de schrieb:
Craban, craban...
mit was für sachen schlägst du dich denn rum ? *sfg* Kabala, naja, sag ich immer. Immerhin bin ich katholisch geprägt, und deswegen kann ich auch nur auf katholische Stereotypen reagieren *lach*
Aber vielen Dank und ein Dickes Bussi für das insgesamt tolle Lob - sowas brauch ich nach meinen versemmelten Diplomprüfungen gerade damit's mir besser geht. Wenn du genauer über " DEN AUFTRAG" bescheic wissen möchtest lies einfach in den Foren nach, da hab ich schon mal so ne Grundhandlungszusammenfassung reingeschrieben :-)
LG
Darkangel/ Darky/ Ronny
r.laure@arcor.de schrieb:
Die email-addi is natürlich @arcor.de und ned arco.de - schäferhund bin ich nämlich keiner
D
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