Heaven's gates won't open up for me
von
Phate
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Krachend schlug die Faust des Mannes, mitten in das Gesicht einer jungen und schäbig gekleideten Frau. Die Frau taumelte benommen und sank wimmernd auf den schmutzigen Boden, des Küchenartigen Raumes. . Träge sickerte das Blut über ihr schmales, schön geschnittenes Gesicht, und sickerte in Richtung des Bodens. Der schlanke Leib der Frau kauerte sich panisch zusammen, um die weiteren Schläge besser ertragen zu können.
In der Tür stand ein kleiner, blond haariger und vielleicht 10 Jahre alter Junge, der mindestens genauso schäbig gekleidet war wie die Frau. Dieser Junge beobachtete die Szene mit einem vollkommen emotionslosen Gesichtsausdruck. Weder Angst, noch Wut, noch Abscheu, noch irgendwas anderes war in dem Gesicht des Kindes zu erkennen. Vollkommen Gleichgültig musterte der Junge die Szene. Er sah dem Mann, der immer noch auf die Frau einprügelte, ein kleines bisschen Ähnlich. Er sah allerdings vor allem der Frau, die soeben geschlagen wurde, wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Die Ähnlichkeit war wirklich verblüffend. Es bedurfte eigentlich keinerlei Worte, um klar zu machen, dass dieser Junge anscheinend das Kind dieser beiden Erwachsenen war.
Erneut hob der Mann seine Faust und rammte diese krachend in das Gesicht der Frau. Ein leichtes knacken dröhnte durch den Raum, fast als wären Knochen laut zersplittert. Auf einmal ertönte von der Frau ein unheimliches stöhnen und ein Schauder durchfuhr ihren Leib, bevor dieser Leblos zur Seite kippte. Jedem Narren wäre in dieser Sekunde klar gewesen, dass die Frau tot war. Nicht Ohnmächtig oder Bewusstlos, sondern Tot. Sie würde sich nie wieder Bewegen, nie wieder. Der Mann hielt aber immer noch nicht an sich. Er schien den Tot der Frau regelrecht zu ignorieren. Mit Tritten traktierte er weiterhin, den ohnehin schon Toten und Geschundenen Leib der Frau.
Auf einmal schien der Junge zu Reagieren. Sein Gesichtsausdruck war immer noch so kalt, wie der Schnee, welcher den Boden vor der schäbigen Hütte benetzte, in der sich gerade diese Szene abspielte.
Mit wenigen Schritten hatte der Junge den Mann, der wohl sein Vater sein musste ,erreicht. Woher so plötzlich das Messer kam, welches der Junge nun in den Leib des Mannes rammte, war unklar. Fakt war, er hatte eine Waffe, die er gegen denn Mann richtete. Dieser brach nur wenige Sekunden darauf, genauso leblos zusammen, wie kurz zuvor noch die Frau. Obwohl der Mann schon längst Tot war, stieß der kleine Junge sein Messer immer und immer wieder in den Leib des Mannes. Sein Gesicht spiegelte während der ganzen Prozedur kein einziges mal Emotionen wieder.
Schwankend und auf wackeligen Beinen erhob sich der Junge irgendwann, schritt zu dem toten Leib der Frau, seiner Mutter, und schüttelte nur leicht den Kopf. Mit einer sanften Bewegung, drückte er der toten Frau die Augen zu und wand sich wieder an den toten Mann. Er trat mit voller härte gegen den leblosen Körper und spuckte neben die Leiche, als müsste er einen schlechten Nachgeschmack loswerden.
Mit blutverschmierter Kleidung schwankte der Junge zur Tür, er schien den Raum verlassen zu wollen. Auf einmal zuckte der kleine Körper zusammen und zum ersten mal sah man Furcht, oder zu mindestens eine ähnliche Regung, im Gesicht des Kindes. Der Junge drehte sich hastig um. Eine Gestalt, vollkommen von einem schwarzen Kapuzenmantel verhüllt, war wie aus dem Nichts aufgetaucht und hatte eine behandschuhte Hand auf die Schulter des Jungen gelegt. Bevor der Junge etwas sagen konnte, sprach die Gestalt mit einer Stimme, die einem die Nackenhaare aufstellen konnte.
„Dies war dein erster Mord mein kleiner. Ihm werden noch viele weitere Folgen, verlass dich drauf. Irgendwann wirst du es sogar genießen Leben auszulöschen und Existenzen zu zerstören. Ich werde dich lehren diese Dinge zu Lieben. Wenn ich mit dir fertig bin, wird nichts mehr so sein wie es mal war. Du wirst die Welt mit neuen Augen sehen, meine kleine Gefühllose Puppe. Du wirst hier und jetzt Sterben, doch fürchte dich nicht. Du wirst Wiedergeboren. Wiedergeboren, als eines der mächtigsten Wesen, das je existiert hat. Du wirst Macht bekommen, wie du sie dir nicht in deinen kühnsten Träumen erträumt hättest. Der Wahnsinn wird in deinen Adern gedeihen und dir Erkenntnis schenken. Sei froh, dass ich dich Auserwählt habe. Ich werde dir ein neues Leben schenken. Du wirst zu etwas besserem!“
Nachdem die Gestalt diese Worte gesprochen hatte, verschwand sie genauso Spurlos und Schnell, wie sie erschienen war. Dies mal jedoch, hatte die Gestalt etwas mitgenommen, den Jungen um genau zu sein.
Seit diesem Tag sind genau 7 Jahren vergangen. Die Gestalt von damals hatte ihr Wort gehalten. Das Kind von einst Starb und wurde doch Wiedergeboren. Er wurde zu einer Emotionslosen und Gefühllosen Puppe. Geformt durch Schmerzen, wurde er zu dem was er nun ist. Ein Todesengel, ein Todesbote, oder wie auch immer ihr dies nennen wollt. Er Bekam Macht, Erkenntnis und ein neues Leben. Er besaß nun eine Unsterbliche Existenz und war doch Verdammt. Verdammt dazu, Seelen zu Sammeln und Existenzen zu Zerstören..Äußerlich mochte er noch halbwegs der Alte sein, doch innerlich war er vollkommen Verändert. Er hatte tatsächlich ein neues Leben, eine neue Existenz bekommen.
Er war jetzt etwas besseres...
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Kommentare
Wallner Veronica schrieb am 2009-11-09 22:20:39:
Die Idee der Geschichte ist klasse und besonders das untere drittel gefällt mir ausgesprochen gut...bei den oberen fehlt noch irgendetwas, hm, du hast etwas zu viel erklärt, las den leser sich doch die dinge vorstellen so wie dan am ende...
aber sonst finde ich echt cool den gedanken
Lg Veronica
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