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Kategorien > Jugendliebe > Life Is Peachy With(-Out) You

Herbstnachtsträume, Kap. 3: "Definitionen von Fre

von Yellow Orchid

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(3) - Definitionen von Freundschaft



Während Hailey über ihren Mathehausaufgaben brütete, dachte sie darüber nach, wie schnell die ersten drei Tage doch vergangen waren. Sie war von Unterricht zu Unterricht geeilt, hatte ab und an ein Wort mit Juliane gewechselt, die sie dazu drängte, bald einen Termin für die erste Gruppensitzung festzulegen, und nebenbei versucht, ihr Leben zurück in halbwegs geordnete Bahnen zu lenken. Doch nichts war hier wie zuhause. Alles schien grösser und weitläufiger, und immer mehr fand sie an der Vorstellung Gefallen, dass sie das arme Mädchen darstellte und sich um sie herum die geliebhätschelten (warum musste sie bei diesem Wort augenblicklich an Chris denken?) Leute scharten; fast schon wie in einem Märchen. Nicht, dass Hailey an Alltagsmärchen glaubte oder zumindest nicht allzu fest. Es war nur… Sie seufzte schwach. Fakt war auf alle Fälle, dass sich hier in zigfacher Kopie das Abbild des perfekten Schülers tummelte, der allein schon durch seine Haltung und natürlich durch seine Kleidung Aufmerksamkeit erheischte. Die Schüler, die durch Stipendien einen Platz am Internat ergattert hatten und sich versuchten, den Reichen anzupassen, bildeten dagegen die Ausnahme. Hailey hatte bereits geahnt, dass es nicht einfach sein würde, Freunde zu finden, und tatsächlich schien hier schon alles organisiert, die Gruppen bereits gebildet. Bei den wenigen Personen, die alleine herumsassen, handelte es sich entweder Lehrer oder Aussenseiter, wie sie im Buche standen. Hailey befürchtete zwar einerseits bald ebenfalls zu letzteren zu gehören, andererseits zog sie eine schlichte und einfache Lebensweise einer luxuriösen und beinahe unverschämt eitlen vor. Die einzige Bezugsperson, die sie in den ersten Tagen gefunden hatte war Nicki. Doch an ihre verrückten Ideen und ihren Sarkasmus, glaubte Hailey, würde sie sich erst noch gewöhnen müssen.
Im gleichen Augenblick klopfte es an ihrer Zimmertür. Ihre Raumnachbarin, eine platinblonde Bikinischönheit, schaute entnervt von der Zeitschrift „Glamour Girl“ auf und bedeutete Hailey mit einem abfälligen Blick, die Tür zu öffnen.
Hailey seufzte leise und rang sich dazu durch, sich zu erheben. Nur wenig motiviert drehte sie am Türknauf.
„Hi auch.“ Juliane stand ihr gegenüber, das Haar wie in den vergangenen drei Tagen streng zurückgekämmt und mit seitlich verschränkten Armen. „Mitkommen. Erste Sitzung. Jetzt.“
Das waren die einzigen Worte, die Hailey zwischen dem dröhnenden Rhythmus der Musik, die aus dem Nachbarszimmer schallte, vernahm.
„Oh.“ Hailey wollte eben die Zimmertür schliessen, doch da zog Juliane sich auch schon beim Arm zur Treppe.
„Wir versammeln uns in dem Zimmer, das ich mit Lauren teile. Kennst du sie schon?“
Hailey war froh, ausser Hörweite der lauten Musik gekommen zu sein und Juliane zumindest ansatzweise zu verstehen. Zudem erzitterten nun auch ihre Beine weniger stark, kaum, dass sie ausser Reichweite des Basses gelangt waren.
„Ich glaube nicht“, gab Hailey zu.
„Sie würde dir sicher auffallen. Sie ist das Mädchen, dem alle Jungs nachstarren“, meinte Juliane zuversichtlich.
„Oh.“ Tatsächlich erinnerte sich Hailey an so manche auffälligen Mädchen, die sie hier im Internat bereits gesehen hatte. „Blond oder schwarzhaarig?“, versuchte sie es dennoch.
„Schwarzhaarig. Die blonde ist Mandy. Glaub mir; sie willst du gar nicht kennen.“ Juliane grinste schief. „Aber mal ehrlich - als ob es wichtig wäre, wie gut man mit den Wimpern klimpern kann. Man ist schliesslich hier, um sich weiterzubilden. Andere Dinge können warten.“
„Sicher.“ Hailey wagte es nicht zu widersprechen. Wie frau schon auf den ersten Blick erkennen konnte, war Juliane klug und gleichzeitig gewillt, sehr viel dafür herzugeben.
Juliane öffnete schliesslich eine Tür auf der rechten Flurseite und stiess Hailey regelrecht in den angrenzenden Raum. Im Zimmer verteilt sassen bereits drei Mädchen. Bei einem davon handelte es sich um Nicki, die auf einem der Betten lungerte und aus dem Fenster starrte. Sie grinste Hailey müde entgegen. Ein schwarzhaariges Mädchen, das Hailey für Lauren hielt, sass steif auf seinem Stuhl und sah ihnen finster entgegen. Das dritte Mädchen strich sich eben das strähnige braune Haar aus dem Gesicht und schaute beschämt zu Boden. Es sah nicht so aus, als ob hier frohe Laune und gute Kommunikation vorausgegangen seien, ehe Hailey und Juliane eingetreten waren. Hailey ahnte, dass es auch in gleicher Richtung weiterverlaufen würde.
Tatsächlich hob Lauren sofort den Blick und funkelte Juliane giftig an. „Wir haben alle Zeit der Welt. Warum also schon heute?“
„Wenn alle Zeit der Welt für dich ein Semester heisst, dann bitte. Aber wir haben viel zu tun, müssen Definitionen und gute Sachverhalte erläutern und das braucht nun mal seine Zeit.“ Juliane zuckte die Achseln, während sie die Tür hinter Hailey schloss.
„Ach, kommt Leute, lacht doch mal!“, warf Nicki dazwischen und hob erwartungsvoll den Blick. Sie erntete frostige Mienen von Lauren und Juliane.
„Jeder auf diesem Internat weiss, dass diese Gruppenkonstellation nichts als Ärger birgt.“ Lauren hob genervt die Arme.
Die Stimme des fünften Mädchens war leise und piepsig. „Machen wir doch irgendwie das Beste draus.“
„Hundsman, Klappe.“ Lauren warf sich auf das zweite Bett und griff genervt nach einem Kissen.
"Kannst du das nicht netter formulieren?", gab Nicki sogleich zurück.
Laurens Augen blitzten angriffslustig auf, ehe sie sich zu einer Entgegnung herabliess. "Dann soll sie halt IRGENDWIE die Klappe halten."
„Sollen wir nun beginnen oder gleich wieder gehen?“ Nicki verdrehte gelangweilt die Augen.
„Du bist Hailey, oder?“ unterbrach Lauren Nicki und musterte sie. „Freak oder nicht Freak?“
„Gibt es etwas dazwischen?“, entgegnete Hailey leicht unsicher.
„Also Freak. Echt Leute, ich bin hier von lauter Verrückten umgeben!“
„Also ich bin mir nicht so ganz sicher, wer hier wirklich die Verrückte ist…“, murmelte Nicki betont beiläufig und setzte sich auf den Boden, auf dem vereinzelt Mappen und Blätter verstreut lagen.
„Oh, darauf gebe ich dir dann eine Antwort, wenn ich meine zwanzig neuen Piercings an beiden Ohren gestochen habe und als lebender Totenkopf durch die Welt wandle“, zischte Lauren zurück. Sie blieb stur sitzen, während Juliane und das fünfte Mädchen Nickis Beispiel Folge leisteten und den Kreis begannen zu vervollständigen. Hailey zögerte kurz, setzte sich dann ebenfalls dazu.
"Es sind nur zwölf", ereilte sich Nicki richtig zu stellen. "Und sofern ich mich richtig entsinne, haben Totenköpfe im Gegensatz zu mir keine Beine."
„Kurze Vorstellungsrunde“, schlug Juliane hastig vor. Unzufrieden glitt ihr Blick dabei durch den Raum. „Für Hailey. Also ich bin Juliane, das ist Nicki, Lauren sitzt auf ihrem Bett, und Kaitlin kennst du wohl noch nicht.“
Hailey lächelte unsicher. Diese Vorstellungsrunde war wirklich mehr als kurz gewesen. Aber Hailey beschloss, die Kürze der Vorstellungsrunde zu akzeptieren

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Kommentare

Ein-guter-Tipp schrieb am 2010-02-07 21:17:48:
Hallo, daß hat zwar nichts mit der Geschichte zu tun, aber ich muß hier mal was loswerden:
Nervt das euch nicht auch, wenn man in den Suchmaschinen nur Angaben findet,
die man nicht gebrauchen kann? Wenn man ein Suchwort eingibt, werden meistens
auf den forderen Plätzen nur irgendwelche Müllseiten angezeigt.
Das muß aber nicht sein, ich kenne jetzt eine Seite, wo man mit einem Klick
über 500 Spitzen Anbieter finden kann.
Das funktioniert wirklich Prima. Wenn ich z.B. Tickets für eine Veranstaltung
suche gehe ich einfach auf die www.top3-suche.de und klicke bei der Kategorie
"Freizeit/Kultur" auf www.tickets-top3.de Sofort sehe ich die drei führenden
Ticketanbieter und kann meine Auswahl treffen. Das funktioniert aber nicht nur
bei Tickets, sondern bei fast allen online Angeboten. Einfach, stressfrei und genial.
Schaut doch mal selbst auf www.top3-suche.de und probiert es aus.
jenny schrieb am 2010-02-04 14:23:41:
voll gut=) schnell weiter!!
lg

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