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Kategorien > Jugendliebe > Life Is Peachy With(-Out) You

Herbstnachtsträume, Kap. 4: "Darf ich vorstellen?

von Yellow Orchid

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Mit einer schnellen Bewegung setzte sie sich in ihrem Bett auf und schüttelte die heftig protestierenden Glieder; viel zu lange hatte sie an diesem Abend untätig auf ihrem Bett gelegen. Neben sich hatte sie Juliane ungefähr im Zehnminutentakt Seufzen gehört und gesehen, wie sie eifrig Notizen schrieb. Wie konnte ein Mensch bloss so viel lernen? Mit dem Anflug eines schlechten Gewissens starrte sie auf ihr unberührtes Schulmaterial. Sie musste noch einige Seiten eines Buches lesen und sich Gedanken zu ihrer Semesterarbeit machen. Wie sich herausgestellt hatte, stellte es sich als ungemein schwierig heraus, nichts dafür zu tun, wenn man mit einer übereifrigen Gruppenpartnerin das Zimmer teilte. Freundschaft… Lauren gähnte schwach. Sie hatte von Dominic gehört, dass Juliane in der vergangenen Pause mit ihrem Lehrer über einen Gruppenwechsel gesprochen hatte und hatte sich deshalb gezwungen, erstmals freiwillig mit ihrer Zimmergenossin zu reden und ihr zu versprechen, mehr Einsatz zu zeigen. Doch obwohl sie sich zwang, weniger schlecht von Juliane zu denken, konnte sie ein breites Grinsen nicht unterdrücken, wenn sie an Dominics Schilderung von dem Zusammenstoss mit Juliane zurückdachte. Dass er mit einem Mädchen zusammen gewesen war, als es passierte, machte Lauren zugleich jedoch nur noch einmal mehr bewusst, wie wenig ihr Bruder seine Prinzipien doch verändert hatte. Erneut gähnte Lauren und liess den Flyer schliesslich zu Boden gleiten. Sie würde schlafen gehen. Es blieb ihr noch genug Zeit, sich an anderen Tagen Gedanken über ein solch klischeehaftes Thema wie Freundschaft zu machen.

„Ms. Hundsman, haben Sie vielleicht noch fünf Minuten für mich?“
Kaitlin zuckte erschrocken zusammen. Es war ein typischer Mittwochmorgen und ihre Strategie hatte wie immer gelautet, nach Stundenende als eine der ersten aus dem Klassenzimmer zu stürmen, um den mitleidigen Blicken der anderen Schüler zu entgehen. Doch dieses Mal war sie einmal mehr nicht aufgegangen. Ihr Mathelehrer, Mr. Brightoner, betrachtete das Mädchen mit beschwichtigender Geste. Kaitlin ahnte sofort, dass dies kein gutes Zeichen sein konnte.
„Ich… Also… Fünf Minuten werden schon irgendwie gehen.“ Unsicher trat Kaitlin von einem Fuss auf den anderen, ehe ihr Lehrer sie mit einer einfachen Handbewegung anwies, zu ihm zu treten.
„Möchtest du dich setzen?“
„Nein, stehen wird schon irgendwie gehen.“, stotterte Kaitlin.
„Also geht es dir auch irgendwie gut?“ Die braunen Augen hinter der Nickelbrille musterten sie besorgt. Kaitlin schluckte leise. Was sie noch mehr hasste als ihr kümmerliches Auftreten vor anderen Personen, waren die vor Mitleid triefenden Fragen, mit denen sie sich immer wieder konfrontiert sah.
„Ja, mir geht es gut.“ Warum hatte sie dies bloss nicht selbstbewusster sagen können? Um ihre Antwort zu unterstreichen, nickte Kaitlin vorsichtig mit dem Kopf. „Alles ist… irgendwie… in Ordnung.“
„Irgendwie?“ Ihr Lehrer seufzte leise. „Hör mal, Kaitlin, ich weiss, dass du es schwierig hast. So, wie es mir scheint, fällt es dir nicht leicht, dich zu integrieren.“
„Doch. Es ist alles… irgendwie…“ Kaitlin stockte. Nervös fuhr sie sich durch das strähnige Haar. „Es ist alles in Ordnung. Dürfte ich nun gehen?“ Mit einem schnellen Blick schaute sie auf die Zeiger ihrer Uhr. Es waren erst drei Minuten verstrichen.
„Sicher. Du darfst gehen. Ich will dich nicht aufhalten.“
Kaitlin hörte sich selbst erleichtert seufzen. Sie spürte, wie ihre Wangen glühten. „Also dann…“ Und so schnell sie ihre Beine tragen konnten, war sie aus dem Raum geglitten.

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Kommentare

Ein-guter-Tipp schrieb am 2010-02-07 21:15:35:
Hallo, daß hat zwar nichts mit der Geschichte zu tun, aber ich muß hier mal was loswerden:
Nervt das euch nicht auch, wenn man in den Suchmaschinen nur Angaben findet,
die man nicht gebrauchen kann? Wenn man ein Suchwort eingibt, werden meistens
auf den forderen Plätzen nur irgendwelche Müllseiten angezeigt.
Das muß aber nicht sein, ich kenne jetzt eine Seite, wo man mit einem Klick
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Smilla schrieb am 2010-02-06 20:02:20:
Wirklich eine richtig tolle Geschichte!!
Du hast einen unglaublichen Schriebstyle.
Man kann sich richtig gut in die Personen hinnein versetzten.
Ich bin total von deiner Geschichte begeister und hoffe das so schnell wie möglich die Fortsetzung kommt, liebe Grüße Smilla (:

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