Hermann hat Besuch
von
Tekka
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Hermann hat Besuch
Hermann der Elufant saß mal wieder im Kirschbaum, verputzte Kirschen und freute sich über das Leben.
Er war froh über die Ruhe, froh, dass die Sonne so schön schien, froh, dass die Kirschen dieses Jahr so lecker waren, froh, dass Hermann sich hier so prima verstecken konnte, froh, dass er ein so tolles Leben haben konnte.
Und während Hermann glücklich dort saß und so ganz tief in Gedanken versunken war bemerkte Hermann nicht, wie sein Lieblingskirschbaum anfing zu rascheln.
„Kuckuck!“.
Hermann machte einen Satz dass es fast so aussah, als würde er vom Baum fallen und sich dabei seine schöne Nase verbiegen.
Was war das? Hermann zitterte am ganzen Leib, und das war nicht wenig Bewegung im Kirschbaum.
„Kuckuck!“.
Da war es wieder, wenn gleich Hermann sich dieses mal nicht so erschreckte wie zuvor.
„Vogel, lass den Blödsinn und komm raus. Wie kommst Du überhaupt dazu mich zu erschrecken und seit wann sprichst Du kuckuckisch?“.
Hermann war wütend auf seinen besten Freund Vogel, denn Erschrecken spielen fand er gar nicht lustig.
Es blieb aber still, kein weiteres Kuckuck folgte und so ließ sich Hermann wieder in aller Ruhe auf seinen Ast nieder und dachte nach.
Irgendwie konnte er sich aber gar nicht konzentrieren.
Seine Elufantenherz schlug noch immer sehr dolle und das ausgerechnet sein bester Freund so einen Unsinn mit ihm machte und ihn erschreckte machte ihn unruhig.
Am Abend als Hermann sich zum Schlafen ausstreckte dachte er immer noch darüber nach was in Vogel vorgehen mochte. Und so betete er zu Gott, auf dass er vielleicht eine Antwort finden würde.
„Lieber Gott, was ist nur mit Vogel los? So ein Unsinn mich zu erschrecken. Er wollte doch wohl nicht, dass ich den Kirschbaum runter falle und mir weh tue oder? Segne ihn, und bitte hilf ihm, diesen Unsinn zu lassen. Ich habe ihn doch so lieb und er mich bestimmt auch.“
Am nächsten Morgen war Hermann zwar nicht mehr wütend auf Vogel, aber irgendwie beschäftigte ihn noch immer das laute Kuckuck vom Vortag.
Nachdem er ein paar Kirschen zum Frühstück verputzt hatte und sich auf den Weg nach unten machte um einen großen Schluck Wasser aus meinem Teich zu trinken und sich das Gesicht zu waschen (Elufanten sind nämlich sehr reinliche Geschöpfe musst Du wissen) machte Hermann eine Entdeckung.
Nur ein paar Äste unter seinem guckten ihn ein paar braune Augen ganz verschlafen an. Und da, die Augen zwinkerten ihm zu.
Was oder wer war das? Wer hatte sich da in seinen Baum verirrt und wie ist dieser jemand überhaupt hier hoch gekommen ohne dass es Hermann aufgefallen ist?
Hermann war verwirrt.
Und was passierte jetzt? Da zwinkerten die Augen schon wieder und er hörte ein leises „Kuckuck?“.
Hermann wusste gar nicht was er sagen sollte und so sprach er das Erste was ihm so einfiel.
„Guten Morgen ähm, Kuckuck.“
„Hallo“, da war die Stimme wieder. „Wer bist Du?“.
„Ich bin Hermann, ein Elufant und ich wohne hier. Und wer bist Du?“
„Ich bin Affe Gir“ antwortete der angebliche Kuckuck.
„Hallo Affe Gir. Wo kommst Du her?“ wollte Hermann jetzt wissen. Es passierte nicht oft, dass sich ein Tier zu ihm in den Kirschbaum verirrte und zudem noch elufantisch sprach.
„Ich weiß nicht wie ich hierher gekommen bin, und es gefällt mir hier ganz ausgezeichnet, aber ich glaube ich will jetzt wieder nach Hause, weiß aber nicht wo das ist.“ antwortete Affe Gir.
„Soll ich Dir helfen, dein Zuhause wieder zu finden?“ Hermann war in Sorge. Affe Gir hörte sich ein wenig traurig an und irgendwie muss doch raus zu finden sein, wo Affe Gir her kam, oder?
„Warte“ sagte Hermann, „ich kletter mal den Kirschbaum runter und dann überlegen wie gemeinsam wo Du wohl Zuhause bist, ja?“.
Hermann machte sich auf den Weg nach unten. Huch… noch eine Überraschung. Da war ein langes braunes geflecktes haariges Etwas, was sich um den Stamm seines Lieblingskirschbaumes wand.
>Noch mehr Besucher an diesem Tag?< fragte sich Hermann und kletterte vorsichtig weiter hinab.
Und was war das jetzt? Das lange braune gefleckte haarige Etwas endete in einem Rücken mit einem kurzen Schwanz und da waren vier sehr lange….. ja was war das? Beine?
Hermann wurde ganz schwindelig als er am Boden ankam und den Kopf weit weit in den Nacken legte um den Beinen zu folgen, die Schultern, den Rücken, wieder zu den Schultern, zum Hals, der lang lang lang war und der in einem schönen Kopf mit einem traurigen Gesicht endete.
„Gir?“ Hermann rief ziemlich laut. „Gir, kannst Du mich hören?“.
„Kuckuck“ machte Gir und bückte sich, vielmehr den Hals um ganz nahe an Hermann heran zu kommen.
„Sag mal Affe Gir, kann es sein, dass Du gar kein Affe bist?“ fragte Hermann also dieses großes Tier.
„Du bist so groß und nicht gerade wendig und kletterbegabt, sonst wärst Du doch zu mir in den Kirschbaum gekommen und hättest dich nicht nur daneben gestellt und überhaupt…
Haben Affen nicht Füße wie Hände?“
„Na aber wenn ich kein Affe bin, wer bin ich dann?“ antwortete Gir.
Gute Frage die die beiden sich da so stellen. Wer oder was war Affe Gir und wieso war Affe Gir so groß und überhaupt, wie passte das alles?
„Lass uns erst einmal einen Schluck Wasser trinken und dann überlegen wir in Ruhe was wir tun können“ sagte Hermann und zeigte Affe Gir den Weg zum Teich.
Da standen die zwei nun am Teich, tranken Wasser, wuschen sich die Gesichter und überlegten. Jeder für sich.
„Sag mal Affe Gir“ sprach Hermann, „woran kannst Du Dich am allerbesten erinnern wenn Du an Zuhause denkst?“.
„Na an die anderen, meine Geschwister, meine Mama, mein Papa und unsere Tanten und Onkel“ schluchzte Affe Gir.
„Wie jetzt, ihr wohnt alle in einem Haus?“. Hermann war verwundert. Eine so große Familie und alle an einem Ort.
„Nein“ sagte dann Affe Gir „nicht in einem Haus, aber auf einem Grundstück in separaten Gärten. Und meine Tanten und Onkel sind auch viel kleiner als ich, machen immer viel Unsinn und werfen auch mal mit Äpfeln oder Bananen. Aber im Grunde sind sie alle sehr nett und ich vermisse sie schrecklich!“.
Affe Gir war kaum zu beruhigen und schluchzte ganz laut in meinem Garten.
„Und wie heißen Deine Mama und Dein Papa“ wollte Hermann jetzt wissen. Vielleicht konnte er so mehr über die Familie von Affe Gir erfahren.
„Mama und Papa eben, und meine Geschwister sind Bruder Gir junior 2 und Schwester Affe Gir“.
„Und Deine Tanten und Deine Onkel, wie heißen die?“
„Schimpansi ist der Familienname und die Vornamen sind Eins, Zwei, Drei, Vier, ...“
„Mooooment mal“ rief Hermann. „Ich glaube ich weiß wer Du bist und wo Du herkommst“.
Hermann war ganz aufgekratzt, es schien als wüsste er wirklich wo Affe Gir Daheim war.
„Wenn Deine Mama und Dein Papa und Deine Geschwister gleich neben Euren Tanten und Onkel wohnen, die immer mit Äpfeln und Bananen werfen und die Schimpansi mit Nachnamen heißen, dann bist Du gar nicht Affe Gir, sondern Du bist Gir-Affe. Und Gir-Affe richtig ausgesprochen lautet
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Kommentare
Sven schrieb am 2008-08-02 20:17:23:
Lasst die Geschichten mit Gott und dem Unsinn auf einer Kindergeschichten Seite.
Das hat hier rein gar nichts verloren!
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