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Kategorien > Kinder Geschichten > Glaube für Kinder

Hermann ist krank!

von Tekka

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Hermann der Elufant hing im Kirschbaum in meinem Garten. Er hatte schlecht geträumt und wollte einfach nicht aufwachen, auch wenn Vogel noch so laut piepste.
Müde deckte sich Hermann die Augen mit seiner Nase ab, legte die Ohren ganz dicht an seinen Kopf und kuschelte sich noch einmal gemütlich in seinen Lieblingsbaum.
Er wollte nichts hören, nichts sehen und nach Gesellschaft war ihm auch nicht.

„… gna gna gna und was für ein schlechter Traum war das überhaupt“ krächzte Hermann leise vor sich hin.
>Komisch< denkt sich Herman plötzlich, was ist denn das für ein eigenartiges Gefühl welches meine Nase hochkrabbelt.
Auf einmal macht Hermann einen großen Satz, so groß, dass er fast von seinem Lieblingsbaum gefallen wäre.
„Ha-Ha-Haaatschiiiii“. Was war da los?
Vogel kugelte sich vor Lachen, das war mal ein ganz neues Geräusch was sein bester Freund da von sich gab. Oh oh…. Da kam es wieder! In Deckung……
„Ha-Ha-Haaatschiiiii“ und wieder bebte der ganze Baum. Diesmal fielen sogar ein paar von Hermanns Lieblingskirschen auf den Boden.

Hermann war müde, so müde, er wollte noch nicht einmal den Baum runter klettern und sich die schönen roten Kirschen holen, die achtlos auf dem Boden lagen.

Vogel aber kringelte sich vor Lachen. Er fand dieses Geräusch toll.
So toll, dass er es selbst versuchte.
Vogel holte Luft, tiiiiief Luft, plusterte sich ganz doll auf und machte dann „Ha-Ha-Haaatschiiiiipüh“ und das püh war noch lange in meinem Garten zu hören, während Vogel vor lauter Kraft und Anstrengung in den Himmel katapultiert wurde.
Es machte ihm Spaß genau diese Geräusche nachzumachen die Hermann da so quälten.

„Vogel“ mahnte Hermann leise „lass den Unfug, das ist nicht witzig“.
Immer musste der verrückte Vogel Dinge nach machen, dabei war Hermann gar nicht nach Spaß und Rumtoben zumute.
Hermann war richtig krank. Das Niesen war nur der Anfang. Schon juckten ihm die kleinen roten Augen, Luft holen tat ihm weh, die Ohren fiepten. Ach wie schlecht Hermann sich fühlte. Er wollte einfach nur seine Ruhe haben und alleine in seinem Lieblingsbaum liegen.
Wenn ihm nicht so warm wäre. Richtig heiß war ihm, so heiß dass er am liebsten den ganzen Teich ausgetrunken hätte, wenn das Schlucken nicht so unangenehm wäre.

Nun machte sich Vogel langsam Sorgen und legte selbst seine kleine Vogelstirn in Falten. Irgendwas stimmte da doch nicht. Hermann benahm sich so seltsam, hatte keinen Appetit und guckte ganz schrecklich griesgrämig.
Er beschloss Dr. Wiesel aufzusuchen und ihn zu Hermann zu bringen.
Und schon flog Vogel los, erst ganz hoch hinauf in den Himmel, dann weiter Richtung Zoo, kurz vorher scharf rechts abgebogen, beim Bauern vorbei wo es immer so leckeres Hühnerfutter zu stibitzen gab (das war jetzt nicht wichtig) und dann im Tiefflug an der großen Eiche vorbei hinter dem Graben.
„PIEP – PIEP – PIEPIEPIEP“ Vogel war ganz aufgeregt, fast hätte er das Erkennungssignal zum Rufen des werten Herrn Dr. Wiesel vergessen.
Aber nichts geschah.
Vogel versuchte es erneut und piepste was das Zeug hielt „PIEP – PIEP – PIEPIEPIEP!“
„Ja ja schon gut, ich bin ja schon unterwegs“ hörte Vogel plötzlich aus dem Dickicht.
Schon raschelte das ganze Grünzeug und heraus kam zunächst eine kleine glänzende Nase, zwei kluge Augen versteckt hinter einer großen Brille. Da war also Dr. Wiesel.
„Was kann ich für Dich tun?“ fragte Dr. Wiesel Vogel.
„Piepiep piep piepiepiepepiepiep“ antwortete Vogel.
„hm… Du sprichst kein wieselisch oder?“
Vogel schüttelte den Kopf. Er fühlte sich so hilflos, ach hätte er nur besser in der Vogelschule aufgepasst und wäre ein bisschen fleißiger gewesen…..
„Kannst Du denn versuchen mir anders zu erklären worum es geht“ bat Dr. Wiesel.
Vogel überlegte angestrengt >was meinte Dr. Wiesel bloß?<
Und dann fiel es ihm ein.
Also holte Vogel tief Luft, plusterte sich ganz doll auf und machte dann „Ha-Ha-Haaatschiiiiipüh“. Die Kraft die dahinter stand katapultierte Vogel hoch hoch in den nun sonnigen Himmel.
Als er wieder zur Landung ansetzte kratzte sich Dr. Wiesel gerade am Kopf und überlegte. Dabei sprach er immer mit sich selbst und so konnte man hören „…also er scheint in Ordnung, ein bisschen wirr im Kopf und überdreht, aber gesund. Ob wohl jemand anderes krank ist? Hmmm…. Seine Kinder womöglich, oder ein Nachbar, ein Freund vielleicht?“

In diesem Moment piepste Vogel zur Bestätigung.
„Aha, Du willst mir also sagen, dass ein Freund von Dir erkrankt ist?“.
Vogel nickte sorgenvoll mit seinem Kopf.
„Na auf, bringe mich hin. Ich hole nur schnell etwas Medizin“, forderte Dr. Wiesel den armen Vogel auf der nun schon so aufgeregt war, dass er fast ohne den Doktor wieder los geflogen wäre.
Dr. Wiesel griff sich schnell einige Blätter und ein paar Kräuter, schulterte noch einmal seine Hosenträger und stellte sich in Position.
Vogel ging ein paar Schritte (na ja, Vogelschritte) zurück, nahm kräftig Anlauf, schlug mit den Flügelchen, rannte los und kurz bevor es so aussah als würden die beiden kräftig zusammen stoßen packte Vogel die Hosenträger von Dr. Wiesel und flog los.
Und Vogel flog wirklich schnell!
So schnell, die Hühner beim Bauern konnten gar nicht Gack-Gack sagen, da waren sie schon vorbei.
In meinem Garten angekommen sahen sie Hermann sofort.
Mittlerweile hatte dieser sich nämlich wenigstens den Baum herunter getraut und lag dahinter auf der Wiese. Neben ihm tolle rote süße Kirschen, aber die interessierten ihn überhaupt nicht!
„Piep“ machte Vogel und Hermann legte wieder Ohren ganz eng an seinen Kopf. Er wollte doch gar nicht hören heute.
„Guten Tag, ich bin Dr. Wiesel und Vogel hat mich zu Dir gebracht. Was fehlt Dir denn?“ fragte Dr. Wiesel den armen Hermann.
„Meine schöne Nase, mein Kopf, heiß, schlapp“ krächzte Hermann.
„Na das haben wir aber bald“ antwortete Dr. Wiesel.
Schnell rieb er ein paar Kräuter zusammen, presste einige der herum liegenden Kirschen zu einem Saft und verrührte das Ganze in einem leeren Blumentopf den er in meinem Garten fand.
„Und jetzt Mund auf“ befahl Dr. Wiesel dann Hermann, der vor lauter Verwunderung über das Geschehen im Garten brav den Mund aufmachte.
„Iiiiihhhhh das ist aber bitter, willst Du mich vergiften“ protestierte Hermann noch.
„Medizin die schmeckt hilft nicht“ war Dr. Wiesels Antwort. „Setz Dich in die Sonne, verhalte Dich ruhig, vermeide Baumklettern und viel trinken, hörst Du“.
Hermann nickte nur schlapp. Nichts tun, in der Sonne liegen und einschlafen, das war genau das, was sich Hermann in diesem Moment wünschte.
Tatsächlich. Schon bald konnte man ein regelmäßiges Atmen hören. Hermann war eingeschlafen.
„Also, wenn sonst nichts mehr für mich zu tun ist, gehe ich jetzt“ sagte Dr. Wiesel zu Vogel, der noch immer ganz besorgt auf Hermann schaute und schon war er verschwunden.
Es wurde langsam Abend. Vogel musste bald Heim zu seinem Nest als Hermann endlich wieder aufwachte.
„Danke“ war das einzige was Hermann zu seinem Freund Vogel an

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