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Kategorien > Fantasy > Liebe und Abenteuer

Herr der Drachen Kapitel 2 - Alleingang

von Fay

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Kapitel 2 – Alleingang

Dáric wusste, dass die Daphé weinte. Er konnte es nur zu deutlich spüren. Seit sie am frühen Morgen aufgebrochen waren fühlte er ihre Traurigkeit und die Aufgewühltheit in ihrem Inneren. Fast schon tat sie ihm leid. Aber eben nur fast. Es war ihre Pflicht als Prinzessin sich für ihr Volk aufzuopfern, so wie es Dárics Aufgabe war dafür zu sorgen die Königstochter sicher und wohlbehalten nach Danaka zu bringen und sie zu schützen. Notfalls unter Einsatz seines Lebens. Und wenn schon. Er hatte dem Tod bereits einmal in die Augen gesehen und fürchtete sich nicht davor. Er war Hauptmann des zwölf Mann starken Kriegertrupps der Tharí-Krieger, den besten und geschicktesten Kämpfern des gesamten Landes und so schnell vermochte es niemand einen Kämpfer dieser Einheit niederzustrecken. Die Ausbildung war hart gewesen und hatte fast seine gesamte Jugend hinweg angedauert. Dáric fragte sich oft, wie sein Leben wohl verlaufen wäre, wenn er damals nicht eines Nachts als dreizehnjähriger Junge verletzt und halb verhungert an die Tore der Tharí-Bruderschaft geklopft hätte und aufgenommen worden wäre. Sein Gesicht nahm einen harten Ausdruck an, als er an jene schicksalhafte Nacht zurückdachte. Noch nie hatte er jemandem erzählt, was damals vor knapp zwölf Jahren geschehen war und das würde er auch nie. Er wollte nicht, dass jemand sein Geheimnis erfuhr und ebenso wie seine Familie wegen ihm sterben musste. Menschen mit seinen Fähigkeiten waren gefürchtet und gehasst zugleich. Es hatte einmal eine Zeit gegeben, in der Männer und Frauen wie er in Freiheit hatten leben können, doch dies war lange schon Vergangenheit. Dárics Familie hatte den Tod gefunden bei dem Versuch ihn zu retten und das würde er sich niemals verzeihen können.
Ohne es zu merken schlossen sich seine Finger fester um die Zügel seines schwarzen Hengstes Artas. Zorn und Wut kochten in ihm hoch. Überdies übertrug sich Alánas tiefe Traurigkeit auf ihn, ohne dass er es zuerst bemerkte, bis er erkannte, dass es nicht sein eigenes Empfinden sondern das ihre war.
„Reiß dich zusammen.“, tadelte er sich selbst und errichtete Barrieren in seinem Kopf, so wie er es immer tat, um Alánas Gefühle aus seinen zu verbannen.
Dáric kappte jedoch nicht die Verbindung zu ihr, die er ohne ihr Wissen zwischen ihnen beiden geschaffen hatte, als er bei ihrer ersten Begegnung in ihre haselnussbraunen Augen gesehen und ihre Hand gehalten hatte. Es war zu wichtig, dass dieses Band aufrechterhalten blieb, denn es garantierte zusätzlich für ihre Sicherheit und das war bei diesem Auftrag oberste Priorität. Nicht nur der König vertraute auf die Zuverlässigkeit der Tharí-Krieger, auch das ganze Land setzte seine Hoffnungen auf die Allianz zwischen der Thronerbin und dem dunklen Herrscher jenseits der Westströmung.
Dáric unterbrach seinen Gedankengang als er hörte, wie sich ihm jemand von hinten im Trab näherte. Er warf einen kurzen Blick über die Schulter und sah seinen besten Freund Bram auf sich zukommen, der sein Pferd neben das seines Hauptmannes an die Spitze des Trosses lenkte.
„Es wird spät, Dáric und die Sonne geht bald unter. Besser wir suchen uns ein Lager für die Nacht.“, schlug er vor und erst jetzt fiel auch dem Anführer auf, wie tief die Sonne bereits stand.
„Du hast Recht. Hier ganz in der Nähe ist der Fiann Fluss. Am besten wir lassen uns an dessen Ufer nieder. Reite voraus und suche nach einer geeigneten Stelle.“, wies er ihn an und erhielt als Antwort ein Nicken ehe Bram sein Pferd antrieb und schon bald hinter der nächsten Biegung der Waldlichtung verschwunden war.
Es dauerte allerdings nicht lange bis der junge Mann zurückkehrte und den Reitertrupp zu einer von Bäumen freien Fläche führte, auf der sie ihre Zelte für die Nacht errichten konnten.
Dáric saß ab und alle anderen taten es ihm gleich, um die Pferde dann uns Ufer des breiten Flusses zu führen, der ruhig und friedlich dahin floss. Nachdem sie ihre Tiere getränkt hatten tranken auch die Männer ein paar Schlucke und wuschen sich den Staub der Reise von den Gesichtern.
Zögernd senkte Dáric seine Mauern ein Stück weit, um nach Alánas Gefühlen hinauszugreifen. Fast im selben Moment verschloss er seine Barrieren jedoch wieder, denn seit den letzten paar Minuten, die vergangen waren, hatte sich in ihr nichts verändert. Seufzend begab sich der Hauptmann in Richtung Kutsche, die unweit des Pfades zum Stehen gekommen war.
„Prinzessin?“, leise klopfte er gegen die hölzerne Tür des Gefährts, erhielt jedoch keine Antwort.
„Daphé Alána?“, versuchte er es erneut, lauter diesmal.
Zunächst war wieder alles still, doch dann konnte er ihre Stimme hören, die gedämpft zu ihm nach außen drang.
„Wir haben angehalten und ich dachte mir Ihr wollt vielleicht ein wenig …“
„Euch hat nicht zu kümmern, was ich will und was nicht! Würde ich hinauskommen wollen, hätte ich das bereits getan. Ich möchte, dass Ihr wieder geht, Hauptmann.“, entgegnete sie scharf.
„Nun gut. Ganz wie Ihr wollt.“, Dáric wandte sich wieder ab und entfernte sich von der Kutsche.
Wenn sie sich nicht mit ihnen abgeben wollte – fein. Er jedenfalls würde sie nicht darum bitten, denn es war ihm schlichtweg egal. Er wollte die Königstochter nur schnellstmöglich auf den anderen Kontinent bringen und dann wieder zurückkehren um auf neue Aufträge zu warten. Langsamen Schrittes stapfte er zurück zu Bram, der noch immer am Ufer kniete und sich das kühle Flusswasser ins Gesicht spritzte. Dáric kam neben ihm zum stehen und schloss für einen Moment die Augen, als der Wind ihm durch das Haar strich und den Geruch von Regen herantrug.
„Sag den Männern sie sollen sich beeilen. Es wird bald ein Sturm aufkommen.“
Bram erhob sich und fuhr sich mit dem Hemdsärmel über das Gesicht.
„Ein Sturm.“, wiederholte er und es war ihm deutlich anzusehen, dass er wenig begeistert war ob dieser Feststellung.
Er fuhr sich durch das rote lockige Haar, was er immer tat, wenn er nervös wurde, und entlockte Dáric damit ein Schmunzeln. Freundschaftlich legte dieser ihm die Hand auf die Schulter und erteilte noch ein paar Befehle, die der Krieger daraufhin an den Rest der Männer weitergab. Dáric hingegen warf noch einen kurzen Blick zur Kutsche von Alána, ehe er sich umdrehte und erneut in den Sattel stieg. Es würde noch ein wenig dauern, bis die ersten Regentropfen auf sie herabprasseln würden und er wollte die Zeit nutzen um ein wenig die Gegend auszukundschaften. Im raschen Galopp ritt er davon und hatte den Platz bald hinter sich gelassen.

Alánas Tränen waren versiegt, doch die tiefe Traurigkeit war geblieben. Wie viele Wochen würde sie wohl so durch die Lande ziehen, bis sie Sartaros Festung erreichten? Und wann würde der Gedanke an ein Leben an der Seite des dunklen Herrschers aufhören ihr das Gefühl zu geben sie müsste ersticken? Langsam schob sie den Vorhang an der Fensterinnenseite der Kutsche etwas zurück und spähte nach draußen. Die Tharí-Krieger waren alle von ihren Pferden gestiegen und während

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Kommentare

www.marsinahmeyer@hotmail.com schrieb am 2007-12-13 20:46:46:
hey ich mag deine geschichte sehr ...mich interesiert das voll mir würde so etwas gar net einfallen!!!..naja ich muss jetzt noch das 3 kapitel lesen..lg sina
Meluse schrieb am 2007-09-21 20:19:13:
Danke schön für deinen Kommentar bei meiner Pfad Geschichte. Ja… wenn ich sie mir durchlese bereue ich es auch sie nicht weitergeschrieben zu haben, aber ich bin nun bei meiner Wahre Magierin Geschichte, die ich zwar noch nicht vollendet habe, aber bis zum Schluss durchgedacht habe. Ich werde heute Abend noch einen weiteren Teil hereinstellen.
Ich warte schon sehnsüchtig auf dein Kapitel 3…
Meluse
Meluse schrieb am 2007-09-11 20:30:20:
Hey Fay,
ich werde natürlich die eine Woche geduldig ausharren. Irgendwas war hier bei Storyparadies sowieso. Es sind mehrere Tage lang keine neuen Geschichten oder Kommentare rein gekommen. Wenn du noch keine Fortsetzung hast. Kannst du mit dann wenigstens etwas über den dunklen Herrscher verraten? Ich bin immer so fasziniert von diesen bösen Persönlichkeiten (also natürlich, wenn sie stilvoll böse sind, wenn du verstehst was ich meine;), so etwas wie Voldemord z.B).
Natürlich danke schön für dein nettes Kommentar zu meiner Wahre Magierin Geschichte. Ich habe schon darauf gewartet, dass sie jemand kommentiert um eine Fortsetzung reinzustellen. Ich habe auch den Anfang einer anderen Fantasy Geschichte hier hereingeschmuggelt, aber es war nur so, als Versuch. Ich habe die Story nicht einmal über das erste Kapitel gebracht. Sozusagen eine Launengeschichte. Wenn es dich interessiert kannst du es dir ja durchlesen. Du findest sie unter dem Autor „Crystal“. Es geht dort um hübsche Elfen… und böse Menschen.
Ach und noch eine Frage nebenbei. Wie alt bist du? Ich finde es ist immer schön zu wissen, wie alt der Mensch ist, der die Geschichte geschrieben hat...
Na ja ich werde jetzt schweigen… bis dann
Meluse

Fay schrieb am 2007-08-31 18:30:27:
Hallo Meluse
vielen dank für deinen netten kommentar. Freut mich dass es leute gibt denen die geschichte bis jetzt gefällt ^^ Ich werde auf alle fälle so schnell wie möglich weiterschreiben. Allerdings bin ich jetzt erst mal eine woche weg .. es könnte also ein klein wenig dauern. Aber weiterschreiben werde ich ganz sicher ;)

Liebe grüße,
Fay
Meluse schrieb am 2007-08-31 15:36:48:
Also ich kann mich den Kommentaren zu den vorherigen Teilen dieser Geschichte nur anschließen! Sie ist wirklich sehr gut!! Alles ließt sich flüssig und es entsteht eine eigene „fantasy“ Atmosphäre. Ich werde mir unbedingt die nächsten Teile durchlesen. Vor allem da du ja auch noch an dieser spannenden Stelle aufgehört hast (wie gemein von dir (; ), doch ich bin optimistisch. Daric wird die Alána bestimmt retten… Er ist mir übrigens sehr sympathisch, mit seinen grünen Augen und dem kleinen Geheimnis über seine Familie. Denn eine tolle Story ist ja nun wirklich nichts ohne die wunderbaren Charaktere. Auch möchte ich sehr gerne den ‚dunkelen Herrscher kennenlernen’…, aber bis dahin ist ja sicherlich noch eine Weile.
Was ich jedenfalls sagen wollte, ist dass du unbedingt die Fortsetzung reinstellen musst!
Meluse

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