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Kategorien > Fantasy > Liebe und Abenteuer

Herr der Drachen Kapitel 3 - Kampf

von Fay

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Sie stand noch nicht einmal einen ganzen Tag lang unter seinem Schutz und schon befand sie sich in Gefahr. Wenn das hier vorbei war würde der Hauptmann seine Männer zur Rede stellen. Sie hätten besser aufpassen müssen. Soweit hätte es erst gar nicht kommen dürfen.
„Gebt sie frei und ich lasse euch am Leben. Wenn nicht, dann teilt ihr dasselbe Schicksal wie eure Freunde hier.“, sagte er sachlich mit einem knappen Nicken in Richtung der reglosen Körper am Boden.
Allerdings hatte seine Drohung nicht die gewünschte Wirkung. Schnell zückte der Anführer seinen Dolch, stellte sich hinter Alána und schlang den Arm um ihren Oberkörper, sodass sie sich nicht mehr bewegen konnte, während er die Klinge an ihren Hals setzte.
Seine beiden Komplizen zögerten nicht länger sondern griffen zu ihren Kampfstöcken die nahe der Feuerstelle gelegen waren und traten Dáric entgegen. Ein verächtliches Lächeln spielte um seine Lippen. Sie glaubten also tatsächlich, dass sie gegen ihn bestehen konnten. Nun, er würde sie bald eines Besseren belehren.
Als der erste und größere der beiden einen Schritt auf ihn zumachte, steckte Dáric sein Schwert in den weichen Boden und trat ebenfalls auf ihn zu. Sein Gegner schwang den Stock über seinem Kopf hin und her und ließ ihn schließlich auf ihn nieder krachen. Der Tharí-Krieger jedoch hob rechtzeitig die Arme um den Schlag abzuwehren und ergriff den Stab. Geschickt entriss er ihn den Händen seines Angreifers und stieß ihm das Ende hart in den Magen, sodass dieser sich krümmte und nach hinten taumelte. Die zweite Attacke ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Dáric machte eine halbe Drehung nach links und hob den Kampfstock mit beiden Händen in die Höhe um den Hieb des anderen abzublocken und dann selbst in die Offensive zu gehen. Immer weiter drängte er den Wegelagerer zurück indem er so kräftig auf ihn einschlug, dass dessen Waffe schließlich in der Mitte entzwei brach.
Perplex starrte der Fremde auf die zwei Enden, als Dáric sie ihm auch schon aus den Händen schlug und ihm mit einem weiteren gezielten Hieb das Bewusstsein raubte. Am Kopf getroffen sank der Geächtete in sich zusammen.
„Passt auf!“, erklang da Alánas Ruf und Dáric konnte gerade noch rechtzeitig zur Seite springen, als der andere Mann ihn von hinten angriff. Der Dolch, mit dem er ihn hatte verletzen wollen, sauste so dicht an seinem Kopf vorbei, dass er den Luftzug spüren konnte. Von seinem eigenen Schwung aus dem Gleichgewicht gebracht stolperte der Kerl nach vorne, fing sich jedoch rechtzeitig wieder. Mit vor Wut verzerrtem Gesicht wirbelte er zu Dáric herum und versuchte auf ihn einzustechen. Jeder dieser Hiebe ging ins Leere, denn der Krieger war viel zu schnell und gewandt für ihn. Im richtigen Augenblick schwächte er ihn durch einen gezielten Schlag, ließ dann den Stock fallen, packte das Handgelenk des Gegners und zog ihn so energisch zu sich, dass er an ihm vorbeitaumelte und dann über den Körper eines der toten Wegelagerers stolperte. Dáric war es gelungen ihm so den Dolch zu entwenden und nun stand er über ihm, die Waffe stoßbereit erhoben.
„Nein, warte!“, schrie er und hob schützend die Hände vors Gesicht.
Der Tharí-Krieger lächelte spöttisch, ehe er ausholte und den Dolch warf. Mit einem schneidenden Laut flog er durch die Luft und bohrte sich nur wenige Zentimeter vom Gesicht des Mannes in die Erde.
„Verschwinde.“, sagte Dáric und sah grimmig auf ihn herab, „Bevor ich es mir anders überlege.“
Es dauerte keinen Moment da hatte sich der Fremde bereits aufgerappelt und eilte Hals über Kopf davon. Langsam drehte sich der Hauptmann wieder um und sah zu dem letzten noch übrigen Kerl, der Alána in seiner Gewalt hatte.
„Komm mir nicht zu nahe!“
Unter anderen Umständen hätte Dáric das wohl als eine Drohung aufgefasst, doch er hörte die Panik und die Unsicherheit, die in der Stimme mitschwang, da auch er letztlich erkannt haben musste, dass er Dáric weit unterlegen war.
„Ich sagte du sollst stehen bleiben! Ich bringe sie um wenn du es nicht tust!“
Nun hielt er doch inne. Er sah die plötzliche Entschlossenheit in den Augen des Mannes. Die Entschlossenheit eines Mannes, der wusste, dass er nicht mehr sehr viel zu verlieren hatte.
Dáric sah ein, dass er hier mit normalen Methoden nicht weiter kommen würde. Ihm blieb also keine andere Wahl, auch wenn er das, was er nun tun würde nicht gerne tat. Nur in den seltensten Fällen setzte er diese Waffe ein, doch eine andere Option bot sich ihm im Moment nicht.
Und so blickte er dem Wegelagerer tief in die Augen, während er seine Sinne schärfte und alles andere um ihn herum für den Moment aus der Wirklichkeit rückte.

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Kommentare

Meluse schrieb am 2007-10-16 10:28:44:
Hey,
ich habe auch diesen Teil sehr gerne gelesen... eigentlich schon vor einer ganzen Weile. Ich dachte ich hätte ihn schon kommentiert, aber dem war leider nicht so.
Irgendwie war hier bei Storyparadies auch so eine Art Blockade, dass Tagelang keine neuen Geschichten erschienen sind. Deshalb war ich in der Zeit bei bei www.verlorene-werke.de Du kannst dort ja auch mal vorbeischauen :) Ich bin wieder unter dem Namen Meluse zu finden.
Liebe Grüße
Meluse
jessa schrieb am 2007-10-03 14:35:29:
hey deine geschichte ist echt toll
bitte schnell weiterschreiben
Meluse schrieb am 2007-09-28 15:33:25:
Och du bist wieder so gemein und lässt es an so einer spannenden Stelle enden!
Daric ist ja wirklich ein sehr sympathischer Typ… Ich wäre an Alanas Stelle froh so einen Beschützer zu haben.
Also, schreib fleißig weiter!!
Ich habe übrigens auch einen zweiten Teil meiner Wahre Magierin Geschichte reingestellt…
Bis dann
Meluse

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