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Hoffnung--(Fortsetzung zu die Trostspendende)
von
Anariel, die Nomadin
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((((So, Jeiy, um deinem wunsch zu erfüllen habe ich mir die ganze Nacht um die Ohren geschlagen um den dritten Teil zu "Die Wächter" zu schreiben. Ich hoffe, Du weißt das zu schätzen!-grinst-
Ist vermutlich nicht jedermans Geschmack, aber ich hoffe doch, das er so manchem gefallen mag. Ein, zwei Überraschungen sind sicherlich drin. Da ich nicht wusste wohin und dieser Teil auch nicht so recht irgendwo reinpassen wollte, habe ich ihn in außergewöhnliches gesteckt. Zumindest ist es der längste der drei Teile, da ich hier weit in die Vergangenheit meiner Protagonistin, die jetzt doch sowas wie einen Namen bekommen hat, zu greifen. Selbiges, also das Greifen in ihre Vergangenheit war nötig um so einiges zu klären und doch habe ich wieder Fragen aufgeworfen. Ohhhh...ich liebe solche Geschichten. Da ich nu keine Lust mehr habe nach Fehler zu suchen, bitte ich darum diverse Verschreiber schlicht zu überlesen.
Lacht...sei es, wie es sei...ich hoffe auch der Dritte Teil findet Gefallen.
es grüßt aus dem Nebel
Anariel))))
Hoffnung
Langsam wende ich mich von meinem leeren Grab und dem darauf stehendem Wächter ab. Lasse meinen Blick erneut schweifen und setze mich schließlich in Bewegung. Mit eleganten Schritten laufe ich den gepflasterten Weg zwischen den Gräbern entlang und lausche in die stille Nacht hinein. Meine hohen Schnürstiefel mit dem Absatz geben klackernde Geräusche von sich, die kaum einer der Lebenden hören wird. Ich bin noch immer von dieser Welt, aber nicht mehr länger wirklich in ihr und darum hören nur ganz wenige Lebende meine Schritte oder meinen Gesang. Noch immer trage ich das selbe Kleid, wie in dieser einen so Schicksalsträchtigen Nacht vor so langer Zeit.
Die Dunkelheit umhüllt diesen Ort nun wie ein weiter, weichfließender Mantel und spielt mit dem silbrigen Nebel ein Fang-Mich-Spiel. Hier und dort, wo sich der Nebel an den steinernen Wächtern fängt verwirbelt er sich mit der Dunkelheit und formt seltsame, schöne Gestalten. Langsam schreite ich weiter, während mich der Nebel sanft umtanzt. Die Stille ist so umfangreich, so dass man jedes noch so kleine Geräusch hört. Meine eigenen Schritte klingen mir in den Ohren laut, auch wenn ich weiß dass sie kein Lebender hört. Die graue Katze hat beschlossen, das sie mich begleiten möchte und läuft geschmeidig neben mir her. Immer wieder blick sie mich mit ihren schönen grünen Augen an. Geradeso, als wolle sie fragen, wohin wir denn jetzt gehen. Der Gedanke lässt mich leise auflachen. Ich gehe in die Hocke und streichle das Tier, das dies mit einem kehligem Schnurren beantwortet.
Es ist seltsam, dass mich Katzen so sehr mögen. wo auch immer ich hinkomme, gibt es dort eine Katze, so sucht sie früher oder später meine Nähe.
Viele Lebende sehen es mit Erstaunen und oft auch genug mit Schrecken, wenn eine Katze in ihren Augen mit der leeren Luft schmust. Andere glauben dann, es wäre ein Geist anwesend oder tun es als seltsam ab. Es gibt so viel, das sie nicht sehen. Sie könnten es sehen, wollten sie es. Aber die Lebenden wollen gar nicht sehen. Diese Erkenntnis hatte ich schon, als ich noch ein ganz normaler Mensch war. Denn schon damals sah ich Dinge, die von anderen nicht gesehen wurden.
Ich erhebe mich wieder, gehe weiter, ohne Ziel und streife nun selbst wie eine Katze um die starren, stummen Wächter herum. Der leere Weg, die stummen Wächter, die Gräber, der Nebel und die Dunkelheit malen ein schaurig schönes Bild. Wie damals, in dieser einen seltsamen Nacht, die mein Leben so verändert hat.
Eine späte Besucherin hastet an mir vorbei, ohne mich zu sehen. Die Frau hat den Mantelkragen hochgeschlagen, es muss wohl kühl geworden sein. Kurz besinne ich mich und bemerke, das es nicht nur kühl sondern sogar kalt geworden ist. Seit ich nicht mehr so ganz in dieser Welt bin nehme ich solche Dinge nur noch am Rande wahr. Nur wenn ich mich darauf konzentriere kann ich solche Dinge wie Kälte oder Wärme spüren. Seit Jahrhunderten habe ich nicht mehr gegessen, nicht mehr getrunken und ich trage noch immer das selbe Kleid, ein edles, barockes Gewand aus schwarzen und rotem Satin, Samt und Spitze. Die weiten Ärmel sind vom Handgelenk bis zu den Ellbogen geschlitzt, so das sie die engen Ärmel aus rotem Satin darunter freilegen. die Zeit hat keine Spuren an mir zurückgelassen, aber heute passt das Kleid besser zu mir, als damals. Doch schon damals liebte ich es. Und in dieser Nacht vor so langer Zeit, da trug ich es zum ersten mal.
Ich entdecke eine Bank und setze mich darauf. Die Katze springt anmutig auf die Sitzfläche und steigt dann, wie selbstverständlich auf meinen Schoß, damit ich sie weiterkraule. Ein sanftes Lächeln huscht über meine Züge. Die Frau von vorhin ist stehen geblieben und sieht sich suchend um. Hat sie vielleicht doch kurz meine Anwesenheit gespürt?
Neugierig beobachte ich die Lebende, die sich nun um die eigene Achse dreht und dann unverwandt auf die Stelle starrt, an der ich sitze. Sie sieht mich nicht, starrt durch mich hindurch und plötzlich verstehe ich, was geschehen ist. Die Frau hat die Katze gesehen, wahrscheinlich nur aus dem Augenwinkel. Hat bemerkt wie das Tier auf die Bank gesprungen ist und nun ist sie von einer Sekunde zur anderen verschwunden, diese graue Katze. Ich weiß was passiert ist. In dem Moment, als sie auf meinen Schoß kletterte, hat sich die Katze aus ihrer Welt herausbewegt und in meine Ebene hinein. So ist sie nun, solange sie auf meinen Beinen sitzt genauso unsichtbar für die Lebenden, wie ich selbst. ein leises Lachen löst sich von meinen Lippen und die Frau fährt zusammen, blickt sich erschrocken um. Nun merke ich auf. Sie ist also empfänglicher und sensibler, als andere Menschen. Vermutlich hat sie mein Lachen als geisterhaftes Echo vernommen. Zumindest nimmt sie wahr, das sich etwas übernatürliches in ihrer Nähe aufhält. Ich vermute, das sie auch die Toten, Engel und Dämonen so wahrnehmen kann. Nun schlägt sie den Mantel wieder hoch und geht weiter, langsamer diesmal und aufmerksamer.
Nachdenklich blicke ich ihr nach. Es gibt sie also immer noch, diese ganz besonderen Frauen, die man zu meiner Zeit noch immer als Hexen verbrannte.
Der Nebel hat nun sein Spiel mit der Dunkelheit aufgegeben und sie sich zu eigen gemacht. Das Licht des Mondes hat er nun ebenso verschlugen, wie die stummen, starren Wächter, deren blicklose Augen mich nicht sehen. Wie die Gräber und die Wege, die sorgsam geschnitten Büsche, die teilweise dem Verfall anheim gegebenen Mauern, die Bäume und die Wege, die diesen seltsamen Ort durchziehen. Man kann jetzt nur noch wenige Schritte weit sehen. Während ich noch immer die Katze kraule sehe ich mit leeren Blick in den Nebel hinein, in diese so dichte Dunkelheit. Meine Gedanken verweilen in der Vergangenheit, in der einen so Schicksalshaften Nacht, vor so langer Zeit. Damals, im Spätherbst, brachte der Abend auch Nebel.
Ich war eine junge schöne Frau. Ich war wirklich eine schöne Erscheinung. Mein dichtes, schwarzes Haar
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Kommentare
Anariel schrieb am 2008-03-14 21:57:55:
Hallo Nischi,
du hast es ja schon gefunden, das freut mich jetzt sehr.
Es freut mich sehr, das sie dir so gut gefallen, meine Werke, dass ich damit auch noch berühren kann, das freut mich umsomehr.
Vielen, vielen Dank für deinen Kommentar und das Lob.
Mit liebem Gruße
Anariel
Nischi schrieb am 2008-03-14 14:20:12:
Wow, ich hab jetzt alle gelesen und hab eine Gänsehaut bekommen und ein wenig Tränen in den Augen hatte ich auch. Mach aufjedenfall so weiter du berührst mich mit deinen Geschichten und das heißt schon was.
Danke
Lg
Nischi
Anariel schrieb am 2008-03-14 05:18:23:
Hallo Lilly,
vielen Dank für das Lob. Freut mich, wenn es dir gefällt.
Du hast ja Schattenmacht, die Fortsetzung, schon entdeckt, was mich auch freut.
Mit liebem Gruß
Anariel
Lilly schrieb am 2008-03-12 20:32:51:
Du hast eine bildgewaltige Sprache und ich habe jetzt die ersten drei Teile gelesen und kann nicht aufhören.
Ich bin sprachlos und das, ist etwas, das nicht offt vorkommt.
Gaaaanz liebe Grüße
Lilly
Anariel schrieb am 2008-03-12 11:17:18:
Hallo Lucia,
es freut mich sehr, dass dir diese Geschichte gefällt. ja in den ersten beiden Teilen ging es mir vor allem um die Athmosphäre, während dann der dritte teil einen Aufklärungscharakter hat. Zuerst wollte ich es hier auch schon Enden lassen, dann aber überschlugen sich die Ideen zu dieser Geschichte und so habe ich-schon wieder- eine längere Geschichte angefangen.
Hmm...das mit der katze, nun das wäre dann doch ein zu abgefahrenes Bild. Vor allem da ja dann auch alles andere, das sie an sich hat oder Trägt und dass sie nicht bei sich hatte als sie aus der Welt genommen wurde ja dann auch in der Luft hängen würde.-lach-
Nun in Schattenmacht wird es mir hoffentlich gelingen, einiger deiner Fragen zu beantworten. Ich denke schon. Nur soviel schon mal vorweg, die Dinge werden sich änder. Wie und wann und wie schnell, das verrate ich aber jetzt nicht.;)
Schön das auch dir das abweichen von dem schlimmen und bösen image gefällt.
Mit liebem Gruße
Anariel
Lucia schrieb am 2008-03-11 10:44:36:
Hey Anariel,
das ist ein Kommi zu allen drei Teilen. Also ... in den beiden ersten gings ja nur um die Atmosphäre, oder? Das merkt man auch, und es ist dir gelungen. Nebel, Steinengel (die nicht einmal am Friedhof stehen müssen) ... und die Tiere, die zu ihr kommen, gefallen mir! Allerdings dachte ich, die Katze würde eher in der Luft sitzen als verschwinden. ^^
Im dritten wird dann alles erklärt ... und ich muss sagen, wieder eine wunderschöne Geschichte, die du dir da ausgedacht hast! Und obwohl es eine Erklärung ist, wirft der Teil viele Fragen auf (die hoffentlich in Schattenmacht geklärt werden) - zB ob sich nicht irgendwann mal was ändert? wo und warum Lucifer gefangen gehalten wird, was er währenddessen macht? Schön, dass du Lucifer einen neuen Charakter gegeben hast, das macht die Geschichte um vieles origineller ... bin wirklich gespannt, was passiert. :)
Lg, Lucia
Anariel schrieb am 2008-03-09 21:25:59:
Hallo The shadow,
Wow, so viel Lob.-rotwerd-
Freut mich, das dir die drei Geschichten so gut gefallen. Übrigens gibts jetzt tatsächlich ne Fortsetzung "Schattenmacht" hab ich sie genannt. Hoffe mal, auch dies gefällt dir und den anderen.
Mit liebem Gruße
Anariel
The shadow schrieb am 2008-03-08 21:06:49:
Hallo Anariel,
habe nun auch alle drei Geschichten gelesen und ich muss sagen, ich bin begeistert.
Was mich besonders fasziniert ist die Tatsache, das du bis zur zweiten Hälfte des dritten Teils völlig ohne dialoge auskommst. Es ist sehr schwierig aus der Ich-Perspektive und dann auch noch in der Gegenwart zu schreiben, aber dir ist das sehr gut gelungen. Auch die Rückblenden und Erinnerungen deiner namenlosen Protagonistin sind leicht und locker zu lesen.
Du hast diesen Geschichten außerdem einen sehr poetischen hauch verliehen, in dem du Wiederholung als Stilelement verwendet hast und das in allen drei Teilen. Im ersten wiederholst du die Wächter, was einem neugirieg macht. Im zweiten beschreibst du immer wieder, das diese Wächter zwar die "Toten und die Lebenden, die Engel und die Dämonen" sehen, aber deine Figur nicht und das auch die Lebenden deine Figut nicht sehen können, aber die toten und die Engel und die Dämonen. Im dritten Teil wiederholst du dann immer wieder "diese eine schicksalhafte Nacht". Das alles verleiht der ganzen Geschichte etwas außergewöhnliches.
Auch deine bildhafte, wunderschöne Sprache, der runde Schreibstil und das etwas ungewöhnliche Thema gefällt mir sehr gut.
Wenn du das nicht schon längst machst, dann solltest du wirklich Bücher schreiben! Ich zumindest würde sie kaufen.
LG The shadow
Anariel schrieb am 2008-03-02 20:12:07:
Hallo Mareike,
freut mich, das dir meine Geschichte so gut gefällt.
Und was gibts da zu Danken?;)
Mit liebem Gruße
Anariel
Mareike schrieb am 2008-03-02 16:39:05:
Oh, Wow!
Ich hab jetzt alle drei gelesen und bin einfach hin und weg.
Das ist so wunderschön. Wie es geschrieben ist, schon allein das ist einfach...und die Beschreibungen...und das Thema....ich bin sprachlos.
Das ist die schönste Geschichte über Lucifer, die ich je gelesen habe.
Danke.
LG Mareike
Anariel schrieb am 2008-03-01 17:50:29:
Hallo Jeiy,
na das freut mich doch.;)
Tatsächlich spuckt mir die Idee von dieser Umarmung und dem sich entfernen von diesem bösen Image, schon ne kleine Ewigkeit durch den Kopf. jetzt endlich hat die Idee ihre Geschichte gefunden, was mich sehr freut.
ja diese Großschreibung sollte eine bestimmte Betonung darauf legen, um hervorzuheben das es sich um jemand besonderen handelt. Freut mich, das das Gefallen fand.
ich seh aber auch, das ich tatsächlich hier nochmal mit dem Korrigierstift durch muss, vor allem Groß und Kleinschreibung, was ja eh eine kleine Schwäche von mir ist. Naja ich war auch schon gut müde..lacht.
Hmm...ja das mach ich gerne, das ich erst am Ende einer Geschichte solche Dinge aufkläre.
Also, ich danke dir für deinen schönen Kommentar.
Mit liebem Gruße
Anariel
Jeiy schrieb am 2008-03-01 14:35:32:
Hallo Anariel,
Natürlich weiß ich das zu schätzen und ich glaube ich habe jetzt wirkliche eine Lieblingsgeschichte von dir gefunden! ^^
Das ist so schön!! Alles, die Art wie du beschreibst und erzählst und auch (vor allem!) die Thematik!
Echt toll, wirklich! Du weißt ja, dass ich Geschichten über Lucifer liebe aber diese hier ist wirklich unglaublich gut! Vor allem, da man erst jetzt, im dritten Teil, wirklich von ihm erfährt (übrigens mochte ich, dass du IHN und SEINE usw. immer groß geschrieben hast ^^).
ich hoffe doch sehr, dass ich da nicht die einzige bin, die das so sieht! ^^
Wirklich, wirklich gut, mach weiter so!!
Mfg
Jeiy
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