Ich bin der, den du lieben sollst...
von
Lissa2
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Da ging sie. Sie ging lachend an ihm vorbei und sah ihn nicht mal an, so als wäre er Luft, als wäre er ein Mensch von vielen. Sie hatte ihn wirklich vergessen, während er jeden Tag aus dem Fenster sah und hoffte, sie würde wiederkommen. Er atmete ihren Geruch ein. Sie roch noch wie damals, es war so lange her. Er sah ihr nach. Wie sie ging, wie ihre Haare im seichten Wind wehten... Ja, er liebte sie immer noch. Und diese Liebe machte ihn fast verrückt.
Er atmete tief durch. Sein Herz krampfte sich schmerzhaft zusammen, dass es ihn fast umbrachte. Wie lange hatte er jeden Abend geweint? Wie oft hatte er sie angerufen. Langsam fragte er sich, ob sie Liebe überhaupt verdient hatte!
Er existierte nicht mal mehr für sie, obwohl er für sie gestorben wäre. Sie hatte ihm immer geschworen, sie könne nicht ohne ihn leben. Und jetzt ging sie einfach so an ihm vorbei.
Der Schmerz wich plötzlich dem Hass. Dem unglaublichen Hass. Er konnte ihn kaum zügeln und starrte ihm einfach nur hinterher.
Sie lachte, dabei hatte sie es nicht verdient, zu lachen!!! Und jetzt küsste sie diesen blöden Affen! Er zitterte und brodelte und nahm sich fest vor, dem ein Ende zu setzten. DAS war seine Anna und sie sollte nicht in den Armen eines anderen liegen!!!!
Es war dunkel, als durch die engen Gassen schlich. Kalt lag das Messer in seiner Hand. Er hörte ihr Schritte, er lauschte sogar ihrem Atem. Lange würde sie nicht mehr atmen. Er schloss die Augen und versuchte, sich zu beruhigen, doch seine Finger zitterten.
Jetzt kam sie um die Ecke, aber sie sah ihn wieder nicht. Vielleicht lag es an der Dunkelheit. Oder sie wollte ihn nicht sehen.
Er stand auf. Dabei knirschten ein paar Kieselsteien unter seinem Fuß. Sie blieb stehen und drehte sich um und sah ihn. Sein Herz schlug schnell. "Wer ist da?" Ihre Stimme klang so süß wie die eines Kindes in der Dunkelheit. Fast hätte er die Augen geschlossen und gehofft, dass sie weiter reden würde, erzählen würde, wie sehr sie ihn liebte. Doch sie blieben offen und starrten sie an.
"Hallo?" "Ich bin es!" Hart und kalt prallte seine Stimme ins Nichts. "Pascal? Bist du das?" Er glaubte, Hoffnung in ihrer Stimme zu hören. "Nein, ich bin dein schlimmster Albtraum, Baby...!" flüsterte er. Plötzlich schrie sie schrill auf, drehte sich um und rannte davon. Doch sie kam nicht weiter. Mit ihren hohen Absätzen blieb sie zwischen den Plastersteinen hängen und fiel hart auf den Boden. Er lachte leise. Sie wollte sich wieder aufrappeln, doch da war er schon bei ihr.
"Was willst du, Pascal?" fragte sie ihn ängstlich. Er grinste sie nur an. "Ich will, dass du mir sagst, wie sehr du mich liebst!" flüsterte er in ihr Ohr und konnte dabei gar nicht genug von ihrem süßen Duft einatmen. Sie schwie und zitterte. "Ich kann nicht...!" sagte sie.
Er hob das Messer und stach zu. "Und warum nicht? He? WARUM NICHT MEHR!!!" Völlig außer sich brüllte er sie an und stacxh wie von Sinnen auf sie ein.
Als sie keinen Laut mehr von sich gab, besann er sich. "Warum nicht?" zischte er wieder in ihr Ohr. "Weil es dafür keine Worte gibt...!" flüsterte sie, bevor sie starb.
Die Wut schäumte in ihm auf und wurde auch noch angestachelt von diesem wahnsinnigen Schmerz. Wie lange würde er noch überleben ohne sie?
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Kommentare
Diana schrieb am 2010-03-09 20:56:09:
Uh auch wenn das ziemliche kurz ist ist es schön & hat mich ziemlich mitgerissen.Du solltest aber aufpassen das du dich nicht so oft wiederholst.Am Anfang schreibst du nämlich die ganze Zeit er sie er sie usw.
nya trotzdem coole idee
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