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Kategorien > Mysterie > Begegnungen

Ich habe keine schwarze Seele

von Reaper

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Plötzlich erwachte Laurie, “War das alles nur ein Traum gewesen? Nein es fühlte sich so nahe, so real an, wer war dieser Mann?“ Sie blieb noch eine Weile da so liegen und dachte über diesen Traum nach, aber das verwirrte sie nur noch mehr. Es war bereits zwanzig Uhr und Laurie überlegte sich, ob sie nicht den Ort aufsuchen sollte an dem auch ihr vermeidlicher Traum begann.
So stand sie auf und zog sich etwas über, sie wählte einen schwarzen langen Rock und eine gleichfarbige Bluse, sonst bevorzugte sie die Farbe Schwarz nicht, aber der heutige Tag war Anlass genug, denn genau heute vor zehn Jahren verstarb ihr Bruder bei einem tragischen Unfall.
„Na dann, werde ich mal zu diesem Café gehen und sehen ob das alles wirklich nur ein Traum war!“ Als sie unten vor ihrer Wohnung stand überkam sie ein unwohles Gefühl, “Ist das wirklich richtig was ich hier mache, immerhin ist das Café sechs Straßen weiter und ich weiß nicht was mich dort erwartet, wenn mich dort überhaupt was erwartet!“
Also machte sie sich auf den Weg, das Wetter war angenehm mild für diese Jahreszeit, es war Ende Oktober, aber es war so angenehm das es Laurie gar nicht störte, das sie so sommerlich angezogen war, vielleicht war es ihr auch einfach egal, nach einem Fußweg von etwa zwanzig Minuten erreicht sie das Café.
„Soll ich diesen Ort wirklich betreten? Ach was habe ich schon zu verlieren!“, sagte sie und ging hinein, als sie im Eingangsbereich stand, stellte sie fest, das alles genau so wie im Traum aussah, obwohl sie eigentlich noch nie hier gewesen war.
Laurie setzte sich an einen Tisch in der hintersten Ecke des Raumes und wartete ab was nun geschehen wird.
Nach etwa sechs Minuten betrat ein mysteriöser Mann den Raum und kam geradewegs auf sie zu, “Ist der Platz ihnen gegenüber noch frei“, fragte er mit seiner angenehmen dunklen Stimme.
„Natürlich, setzen sie sich nur, zu zweit ist doch so ein Abend viel spannender!“
Er setzte sich und Laurie wurde klar das sie diesen Mann in ihrem Traum gesehen hatte, doch sie wusste nicht was nun geschehen wird.
Er sah sie einfach nur, mit seinen dunklen Augen an, bis er schließlich das Wort ergriff: „Sie haben eine schwarze Seele, Madame.“
Laurie stand auf, mit Bedacht, dass der Stuhl dieses mal nicht umfiel und entgegnete mit einem Lächeln auf dem Gesicht:
„Ich weiß werter Freund, da mein vertrauen zu Gott vor langer Zeit gestorben ist!“

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