Ich hole dir die Sterne vom Himmel!
von
Theresa Wiesensee
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„Daddy?“
„Ja meine kleine Maus?“, er schaute sie mit seinen stahlblauen Augen an und ein kleines Lächeln stahl sich auf sein Gesicht.
„Ist dort oben Mami?“, sie deutete auf den Himmel, der sich pechschwarz vor den beiden erhob.
Sein Lächeln verschwand langsam, als er wieder hinauf blickte. Die Sternen funkelten ihnen klar und mit vollem Glanz entgegen.
„Ja, wahrscheinlich ist sie ist dort oben. Weißt du meine Kleine, “ er lächelte sie schwach an und ging neben ihr in die Hocke. „Sie wird immer über dich wachen. Sie wird dir zu gucken, bei allem was du machst und tust.“
Sanfte Tränen umspielten die Augen des kleinen Mädchens, als sie ihrem Vater zu hörte.
Langsam nahm er ihre Hände in seine und strich mit dem Daumen zart über sie.
„Sie wird immer bei uns bleiben meine Süße“, er strich ihr einmal durch ihr goldblondes Haar und legte dann die Hand an ihre Wange.
„Danke Daddy“, flüsterte sie leise, bevor sie sich abwandte und hinaus sah.
Ihr Vater sah sie an und strich sich selber einmal durch sein schwarzes Haar, das an den Seiten schon langsam an graute.
Er wusste nicht mehr, was er tun sollte. Sie ging zu dem besten Psychiater der Stadt und dennoch konnte ihr nicht geholfen werden.
Zwei Jahre war es jetzt schon her, dass seine geliebte Ehefrau und Mutter bei einem Autounfall ums Leben kam. Bis jetzt hatte seine Tochter es nie überwunden. Nicht einmal zwei Jahre später.
Er stand langsam auf und legte eine Hand auf ihren Kopf und lies sie dann auf die Schulter gleiten.
„Ich rieche sie manchmal….“ Kaum hörbar flüsterte sie es, als sie weiterhin hinaus sah.
Er war etwas verdattert bevor er etwas antworten konnte.
„Das ist normal. Manchmal fühle ich sie ganz nah bei mir, als ob sie neben mir stehen würde“, antwortete er, genauso leise wie seine Tochter.
Sie sah ihn mit großen Augen an, sah aber schnell wieder zurück.
„Weißt du“, fing er an „Ihre Seele ist dort oben. Ihr Herz vor allem und das wird auch immer so bleiben. Irgendwann werden wir wieder mit ihr Vereint sein, aber so lange hast du sie bei dir.“
„Echt?“, fragte seine Tochter und sah ihn fragend an.
„Sicher. Was hast du von ihr in Erinnerung?“
Zitternd umklammerte sie das Fensterbrett und sah weiter hinaus. Der Mondschein spiegelte sich in ihren Augen wieder.
„Manchmal sehe ich ihr Haar vor meines, sie hatte Goldblondes, genauso wie ich, oder?“
Er nickte langsam, als sie wieder weg sah, hatte er genauso wie sie, Tränen in den Augen.
„Sie hatte auch deine Nase“, flüsterte er kaum hörbar.
„Ja, das stimmt. Hatte ich mal auf Mummys Bildern gesehen. Sie war wunderschön!“
Sie drehte sich zu ihrem Vater um und sah ihn mit ihren rehbraunen Augen aufmerksam an.
„Ich vermisse sie ganz stark.“ Sie biss sich auf die Unterlippe und senkte den Kopf.
Sanft hob er ihr Kinn an und lächelte ihr zu.
„Weißt du was meine Kleine? Ich vermisse sie auch. Jeden Tag meines Leben. Aber ich liebe dich und du füllst es wieder. Du lässt mich aufrecht stehen meine Süße.“
Er strich ihr sanft durch ihr Haar und zog sie an sich. Nahm sie fest in die Arme.
„Ich liebe dich auch Daddy“, schluchzte sie, als sie ihre Arme um ihn schlang.
„Ich verspreche dir, ich hole dir die Sterne vom Himmel damit du glücklich wirst.“
-27 Jahre Später-
„Und was war dann Mummy?“, die kleine saß zwischen den anderen beiden Großen und sah ihre Mutter bewundert an.
„Nichts. Mein Dad hat mir mein Leben lang die Sterne vom Himmel geholt. Aber nicht im wahrste Sinne des Wortes.“ Sie lächelte und strich sich selber durch ihr goldblondes Haar.
„Wie meinte er es dann Mum?“, ihr ältester Sohn saß neben ihr auf der Sessellehne und sah hinab auf seine kleinen Geschwister.
„Das mein Sohn, wirst du irgendwann mal selber verstehen“
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