Ich kaufte am Bahnhof ein kleines Buch
von
Demeter
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Ich kaufte am Bahnhof ein kleines Buch.
Ein Gedichtband mit schimmerndem, rotem Einband und goldenen Lettern.
Während ich auf meinen Zug wartete, begann ich zu lesen.
Kleine kurze Liebesgedichte.
Ich erinnerte mich, wie du mit beiden Beinen im Wasser standest, die Hosenbeine hochgekrempelt und ein großes Handtuch für mich aufhieltest.
Es war ein regnerischer Tag, ich fürchte der Sommer war bereits zu Ende und doch kam irgendjemand auf die Idee am Strand zu feiern.
Du hast Seewasser gehasst. Tust es bis heute.
Als eine Freundin mitten in der Nacht den Einfall hatte, betrunken Schwimmen gehen zu wollen, bin ich mit raus geschwommen.
Wir lassen uns nicht allein.
Nicht in so einer Situation.
Du hattest keine Badesachen mit, sonst wäre es vielleicht deine See-Premiere gewesen.
Du zogst deine Schuhe und Socken aus und krempeltest deine Hose soweit hoch, wie es ging.
Die Sonne war längst weg, es war kalt.
Ein Nieselregen hatte eingesetzt.
Als wir zum Ufer zurück kamen, standest du da und ich sah nichts als ein aufgespanntes Badetuch mit nackten Füßen im Wasser.
Ich erinnerte mich.
Und floss über vor Glück und Liebe.
Mir stiegen Tränen in die Augen, weil ich am Bahnhof ein kleines Buch gekauft hatte.
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Kommentare
lana beil schrieb am 2010-05-26 15:11:42:
das ist eine sehr schöne geschichte !!
thalia nürnberger schrieb am 2010-05-26 15:10:43:
das ist voll komisch
svea schrieb am 2010-05-26 15:09:44:
was ein undlogischer mist
COCO schrieb am 2009-12-03 15:37:35:
Über die Geschichte kann man viel nachdenken. Das gefällt mir!
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