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Kategorien > Alltag auf meiner Art > Beobachtungen

Ich sehe...

von WritertheGhost

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Ich sehe...
das alles anders sein kann als erwartet,
das die Dinge alle eine innere Stabilität haben müssen,
das alles seine eigene Art und Weise hat so zu sein wie es ist,
das ein Mensch zutiefst schlecht sein kann, und dennoch gutes in sich trägt,
das ein Mensch zutiefst gut sein kann, und doch das Grauen in sich beherbergt,
und das dieses sehr versteckt sein kann,
das etwas Ganz sein kann und in anderer Hinsicht völlig unvollkommen,
das wenn etwas schlecht läuft es nie für alle schlecht läuft,
das Blut eben nicht immer dicker ist als Wasser, und Familienbande oft schneller reißt als jedes Spinnengeflecht,
das Geld die Menschen zutiefst vergiften kann,
und das dasselbe Geld Menschen auch erblühen lassen kann, als wären sie gerade erst geboren worden,
das man oft Nein sagen muss, auch wenn alles in einem nach einem "Ja" dürstet,
das es Ungerechtigkeit gibt, und gellendes Leid, das über hundert Generationen schreien kann,
und das es völlig reine, völlig unerwartete und ungefragte, völlig selbstlose und ehrliche Liebe gibt, die auch Mich meint,
und das man ebensolche Liebe jemand anderem schenken kann,
und wieder an andere verschenken kann... Sie aber niemals verstanden wird.
Ich sehe auch...
das es für manche Menschen keine Grenzen gibt, sowohl für gutes, als auch für böses,
und das alles seine Grenzen hat,
das man manchmal die besten Ideen für die Menschheit am Abend im Bett vor dem Schlafengehen hat,
diese dann aber am Morgen danach auch beim besten Willen nicht erinnern kann,
das Krankheit am Körper, oft an der Seele tiefen Wunden schlägt,
aber die Seele ihrerseits am Körper, wenn sie verletzt wird,
das so mancher Mensch, Körper, Geist und Seele für die härteste Arbeit opfert um seinen Lebensunterhalt zu verdienen,
während andere keinen Finger krumm machen müssen um das doppelte, das dreifache oder ein potenziertes davon zu erlösen,
das man manchmal ein Leben lang weinen kann, und doch für immer armselig bleibt,
und man gerade weil man trotzdem lacht unbeschreibliche menschliche Größe erreichen kann,
Ich sehe, das man durch Mut, Hoffnung und Ehrgeiz, durch Liebe, Größe und Anerkennung sehr viel erreichen kann im Leben,
aber das es immer Menschen geben wird, die mehr noch als man selbst erreichen, ohne all diese Eigenschaften.
Ich sehe, das alles, dieses aufeinanderprallen, dieses Reiben der Welten, und werde weiterhin meinen Weg gehen, sehend wie ich bin.
Ich sehe... und damit bin ich einen Schritt voraus, denn das sehen eilt dem Denken, eilt dem Handeln voraus...
und ich werde gewinnen.
Andreas Grasmann

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Kommentare

moni-account@web.de schrieb am 2009-02-25 21:36:19:
wenn Du der Andreas bist, den ich jahrelang gekannt habe, oder zumindest geglaubt habe zu kennen . zumindest Respekt für ein paar Selbsterkentnisse. Und trotzdem - dieses Gejammere und Notgeheule hilft nicht weiter. Du hast Prioritäten im Leben nicht erkannt, eigenes für viel zu wichtig gesehen, Dein Leben nicht gelebt. Bist jetzt in einer Falle - selber schuld. Als Anspruch nur eine Homeversion als Frau zu haben ist halt ein bisschen wenig.

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