Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Liebeskummer > Herzschmerz

Ich werde leben!

von Mularion

1

Nun stand ich da. Allein gelassen in der Finsternis. Der Vollmond glänzte wie noch nie zuvor. Es hatte alles so schön begonnen und endet jetzt in diesem Drama. Ich weiß noch genau, wie ich vor ihr stand. Ich war hin und weg von ihrem Lächeln, ihrer Art. Ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen, wollte nicht, dass sie es erfährt. Nicht jetzt. Ich war, bin immer noch in sie unsterblich verliebt. Kann keinen Schlussstrich ziehen, fühle mich verletzt. Während eines Streits sagte ich es ihr, machte sie förmlich sprachlos. Auch sie hatte das Bedürfnis danach, doch konnte sie es nicht zulassen. Immer wieder, wenn ich sie darauf ansprach, wenn ich in ihrer Nähe war, sagte sie, sie bräuchte noch Zeit es sich durch den Kopf gehen zu lassen. Ich weiß nicht wieso, aber es war so. Ich ließ ihr die Zeit und das war mein Fehler. Es vergingen Wochen und ich konnte es nicht mehr ertragen, stellte sie zur Rede, zur Entscheidung. Sie lehnte ab, ihre Gründe vor mir vorborgen. Eine alltägliche Ausrede hatte sie parat. Da stand ich nun, wollte alleine sein, mir alles durch den Kopf gehen lassen und einfach nur nachdenken. Was wäre, wenn ich sie vorher dazu gedrängt hätte? Was wäre geschehen, wenn ich sie früher ihrer Entscheidung gegenüber gestellt hätte. Ich kann es mir denken, warum sie nein sagte. Ihre Freundin wollte es nicht zulassen. Wollte unsere Liebe zerreißen, verbreitete ein Gerücht, dass Jasmin wohl zum Ende brachte. Ich weiß es nicht, aber eine Theorie ist es. Der stechende Schmerz, wenn man eine Liebe, eine verlorene Liebe, tut mir weh, zerreißt mir das Herz. Tränen kullern von meinen Wangen hinab auf den kalten Boden der Realität. Langsam mache ich mich auf zu ihr um mit ihr noch einmal zu reden. Mit gesenktem Kopf schreite ich den steilen Waldweg hinauf zur Herberge. Biege voller Trauer um die Ecke und erblicke sie. Sie liegt auf der Wiese, starrt den Himmel an, betrachtet die Sterne. Sie ist aber nicht allein. Ein Freund, ein Kumpel von mir liegt neben ihr, den Körper an ihren geschmiegt. Wie Glas zerspringt mein Leben, lässt es noch mehr zerplatzen. Sie schaut mich an, zeigt keinerlei Reaktion, lächelt mir nur zu. Was ist da los? Was ist geschehen? Hat sie mir das Aus gesagt, um ihn zu begaffen, ihn zu lieben, statt mich, der immer an ihrer Seite war? Wer war es, der sie aufmunterte, sie zum Lachen brachte, sie ihre Trauer vergessen ließ. Wer war es, der ihr immer zur Seite stand? Ich kann es nicht begreifen, drehe mich um verlasse die Wiese und gehe auf das nahe liegende Feld. Lege mich ins Gras, schaue in den Himmel, Tränen strömen wie Wasserfälle aus meinen Augen, kann es einfach nicht glauben. Siehe zu den Sternen, schreie zu ihnen: ,,Wieso ich? Wieso ich? Was habe ich getan, dass ich solch ein Leben verdient habe? Ich habe nie Glück, kein bisschen, alles verschlimmert sich seit du tot bist. Ich weiß nicht wieso man es mir antut. Ich sehe nicht gerade aus wie ein Traumtyp, habe andere Werte in mir. Was hab ich verbrochen, dass ich so leben muss? Hab ich kein Glück verdient? Hätte es nicht ein bisschen andauern können? Wieso ich? Was tat ich, dass ihr es mir antut? Wieso läuft mein Leben den Bach hinab? Ich sehen mich schon vor mir. Ich sitze allein, ohne jegliche Frau vor dem Fernseher, beglücke mich mit Huren und betrinke mich. Habe ich solch eine Leben verdient? Ist das mein Schicksal?” Schicksal! Wer hat es bestimmt? Wer tut mir das an? Ich kann es nicht verstehen. Ich liege den ganzen Abend auf dem Feld, kann nicht schlafen, friere, aber ich ignoriere es. Der Schmerz lässt mich alles ignorieren. Was nun? Was soll ich tun? Was ist passiert? Jasmin kommt zu mir, legt sich neben mich, schaut mir in die Augen, erkennt die Trauer. ,,Ich kann es nicht tun. Ich habe in der Familie ziemliche Probleme. Kann es jetzt nicht tun!” Sie lügt! Ich weiß es, kann es ihr ansehen. Habe anscheinend alles verloren, was mir lieb ist. Stehe auf, lasse sie im Feld zurück, gehe auf mein Zimmer, packe die Sachen, fahre heim. Der Schmerz ist zu groß, um hier zu bleiben. Ich werde weiter leben. Ich werde leben immer mit dem Schmerz meine Traumfrau verloren zu haben. Immer wieder werde ich sie sehen, immer wieder werde ich an diesen Abend denken, werde es hinnehmen, werde es verdauen müssen. Ich weiß nicht wie es weiter geht, aber ich werde leben. So viel steht fest. Ich werde leben.

1

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.