Ich will den Himmel sehen
von
Smoothy
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Mit einen leisen "Wusch" öffneten sich die Türen der gerade angekommenen Metro. Die Passagiere strömten aus dem Wagon un man kann einige Gesprächsfetzen wahrenehmen.
"Jaah, er hat wirklich nach meiner NUmmer gefragt!", hört man das Mädchen im rosa Pullover zu ihrer Freundin sagen oder "Wird der Aktienkurs wohl wieder steigen?", fragen sich die die beiden in Schwarz gekleideten Herren.
Die meisten Leute sind ausgestiegen und lassen einen fast leeren Wagon zurück.
"Komm Nici", sage ich zur Kleinen und packe sie an der Hand. Als ich den Wagon betrete kommt mir ein Schwall verschiedener Düfte und Gerüche entgegen. Ich rieche das neue Leder der äusserst begquem ausschauenden Sitze und den den frisch aufgetragenen Lack an den Wänden.
"Da lang, Papa.", sagt die Nici und zerrt mich mit ihrer kleinen Hand zu einem freien Platz. Ich setze mich und sinke Sofort ein wenig in den Sessel ein. Gemütlich, denke ich. Nici klettert auf meinen Schoss.
"Du, Papaaaa....", fängt sie an, "Wieso gibt es denn hier keine Fenster?"
Sie schaut mich mit ihren grossen, braunen Augen an. Wie sehr sie ihrer Mutter doch ähnelt. Die selben runden Augen, das gleiche dunkle Haar...
"Papaa...?", hör ich sie fragen, "Weisst du...", beginne ich. Ich denke nach, bin mit meinen Gedanken noch woanders.
"Also, doeser Zug hier fährt ganz tiiief unter der Erde in einer groooossen Röhre. Hätte es Fenster, könnte man garnichts sehen.", "Ich möchte aber die Berge sehen an denen wir vorbeifahren und die Seen und den Wald!"
Nici hüpft von meinem Schoss. Ihre langen Haare fallen ihr ins Gesicht. Ich ziehe sie zurück auf meine Beine. Mit einem Ruck bleibt die Metro stehen. "Zwischenhalt - Zürich", sagt eine sanfte Frauenstimme durch die Lautsprecher an. Einige Leute steigen ein. Nici wird unruhig.
"Papaaa...", "Jaah kleine Maus?", "Warum können wir nicht zu Fuss zu Oma gehen?", ich lächle sie an, "Ach, da sist viel zu weit, da würden wir sehr lange laufen...", "Schade", sagt die Kleine und lässt den Kopf sinken. Plötzlich dreht sie sich zu mir um.
"Wir könnten den Himmel sehn!", sagt sie und ein Lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht aus.
"Was?", "Wenn wir zu Fuss gehen würden...", sie macht eine Pause, "Dann könnten wir den Himmel sehen...", sie lächelt.
"Achsoo, jaah dan könnten wir sehen."
Sie dreht sich wieder um. Die Metro ratter vor sich hin. Nici schaut auf den Boden.
"Papaaa...", sagt sie ganz leise, ich kann sie fast nicht verstehen, "Mama könnte uns dann auch sehen nicht wahr? Wenn wir den Himmel sehen, dann sieht Mama uns auch, das hast du gesagt..."
Ich spüre einen Kloss im Hals, schlucke ihn runter.
"Ja, das habe ich gesagt."
Nici schaut mich an, ich schaue sie an.
"ich vermisse Mama.", ihre stimme bricht ab, eine Träne kullert ihre Wange hinunter, eine zweite hinterher. Ich drücke sie an an mich,spüre wie sie leise weint.
"Ich vermisse sie auch.", flüstere ich ihr zu. Ich kann meine Tränen nicht mehr unterdrücken. Ich halte Nici weinend in meinen Armen, versuche sie und mich zu trösten.
"Basel - Endstation", tönt es aus dem Lautsprecher, "Bitte alle aussteigen."
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Kommentare
Celebration schrieb am 2009-02-21 20:15:11:
Schöne geschichte...Hat mir sehr gefallen auch wenn sie wohl traurig ist
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