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Kategorien > Love Story´s > Freundschaft

Ich will lieben - Teil 2

von Henni

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Die Stimmung war den restlichen Tag etwas angespannt, denn Elli war ziemlich beleidigt. Sauer war ich ja nicht mehr und deshalb fand ich, dass sie sich auch mal wieder beruhigen solle und erzählte ihr das, aber irgendwie klappte es nicht so Recht.
„Kannst du jetzt mal bitte aufhören, so eingeschnappt zu sein? Das ist ätzend!“, sagte ich schließlich zu ihr, als mein Geduldsfaden sich dann doch ein bisschen spannte.
„Du hast doch angefangen.“, sagte sie hochnäsig und schaute mich nicht an.
„Hör mal… Was würdest du denn sagen, wenn jemand einfach dein Tagebuch nimmt und darin liest?! Das wäre doch peinlich, oder?“, versuchte ich es noch einmal.
Sie brauste auf: „Also erstens bin ich nicht jemand, sondern deine beste Freundin. Zweitens ist das ÜBERHAUPT nicht peinlich, warum auch? Und drittens schreibe ich gar kein Tagebuch!“, fügte sie bissig hinzu.
Das war mal wieder typisch Elli: Mit ihr konnte man einfach nicht diskutieren, es brachte sowieso nichts, denn sie wollte grundsätzlich das letzte Wort haben (was ihr meistens gelang). Ich rollte die Augen, seufzte leise und wir verfielen wieder in Schweigen.
Es wurde auch nicht besser, als mein kleiner Bruder, die frechste Rotznase auf Erden, hereinkam.
„Was?!“, begrüßte ich ihn genervt und sauer.
„Nichts…“, sagte er in einem Unschuldston, der mich schon lange nicht mehr täuschen
konnte. Ich wollte gerade zum Gegenschlag ausholen, aber da meldete sich Elli auch schon zu
Wort: „Jetzt hör mir mal zu, Antonia! Entweder du verschwindest jetzt oder ich werfe dich eigenhändig aus dem Zimmer! Du hast die Wahl…“
Ich musste grinsen. Anton alias Antonia, wie Elli ihn immer gerne nannte, war ein bisschen verliebt in Elli, was er natürlich nie zugeben würde, aber ich habe ihn einmal erwischt, wie er das Bild von ihr, auf meinem Schreibtisch, küsste. Ich konnte das verstehen, denn Elli war wirklich ungewöhnlich hübsch. Ich stellte oft fest, dass sie ein Model sein könnte mit ihren langen, schlanken Beinen und ihrem schmalen, pickelfreiem Gesicht. Ihre glänzenden roten Haare fielen ihr weit über die Schulter und umspielten meist ihre wahnsinnig tollen grünen Augen, weshalb sie zu den schönsten Mädchen unserer Schule gehörte und viele Jungen lagen ihr zu Füßen. Jedenfalls traute sich Anton niemals etwas in Gegenwart von Elli zu sagen, was meine Freundin gut auszunutzen wusste, wenn er in mein Zimmer kam. Wahrscheinlich nur, um Elli anzugucken…
Also lief Anton scharlachrot an und verschwand. Kaum war er aus der Tür, fingen Elli und ich an zu lachen, was endlich die Anspannung löste und wir anfingen zu diskutieren, wer am Besten zu mir passen würde.
Elli war natürlich sofort in ihrem Element, setzte sich im Schneidersitz vor mich und schaute in meine Augen, als wolle sie mich röntgen. Daraufhin hatte sie in wenigen Minuten eine lange Liste mit einer Reihe von Jungen gemacht, die sie für richtig hielt.
„Also… Bist du, Anna Schmitzig, bereit alles für deine erste Liebe zu tun? Gut… fangen wir an.“, sagte sie geheimnisvoll. „Der erste…“ Sie machte eine Pause, „wäre Rico Malzer.“
Ich ließ ein Stöhnen vernehmen und sagte: „Das meinst du nicht Ernst, oder?“
„Was denn?“, fragte Elli unschuldig. Ich konnte nur hoffen, dass das ein Witz sein sollte, denn Rico war alles andere als mein Traummann. Er ging in unsere Parallelklasse und litt dauerhaft unter Schnupfen. Außerdem war mein Pickel gegen seine eine hübsche kleine Sommersprosse.
„Okay, okay… Schon gut!“, räumte Elli etwas enttäuscht ein und strich Rico von der Liste, „Dann wäre da noch Peter Schmidt.“
„Was soll das?“, fragte ich entrüstet, erinnerte mich an den Strebling (Spitzname Stulle) aus unserer Klasse und Elli prustete los.
„’tschuldige, ich konnte einfach nicht widerstehen.“, erklärte sie entschuldigend und strich Peter ebenfalls.
„Also, aber bei dem kannst du echt nichts sagen: Olli Rauz!“, fuhr sie fort.
Ich überlegte kurz. Zwei Worte konnten Olli am Besten beschreiben, nämlich: Der Spaghetti-Affe.
Okay, blöder Spruch, aber es stimmt: Er ist so lang und dünn wie die Spaghettis, die es bei uns immer mittwochs zum Abendbrot gibt und nur ein Affe kann mehr Haare auf seinen Armen zählen als Olli. Gut, mal abgesehen davon ist er schon in Ordnung und ganz witzig, aber…
„Aaach, Elli, du weißt genau, dass…“, ich suchte nach Worten, „Olli ist okay, aber um ihn zu küssen brauch’ ich ja ’ne Leiter, oder? Ich weiß nicht…“, versuchte ich ihr mein Problem zu schlildern.
Eine Weile guckte meine Freundin mich wieder mal mit diesem durchdringenden Blick an, dann strich sie Olli ruckartig von dem Papier und sagte: „Ja, ich glaub ich weiß, was du meinst: Guter Kumpel, aber nichts zum knutschen, stimmt’s?“
„Erraten.“, bestätigte ich seufzend und wir gingen den Rest der Liste durch, aber keiner war so wirklich mein Ding, niemand!
„Mann, Elli, so wird das nichts!“, rief ich auf einmal entnervt, „So wird das nix!“
„Entschuldige mal, was kann ich denn dafür? Du bist hier so wählerisch!“, entgegnete Elli eingeschnappt, „Ich versuche doch dir zu helfen, ich hab die Liste geschrieben!“
„Jaah, tolle Liste! Und außerdem: Du hast ja auch einen Freund, du kennst dieses Problem doch überhaupt nicht! Du kapierst es nicht! Oder würdest du vielleicht mit Stulle ausgehen wollen?! Das ist nämlich gar nicht so witzig!“ Das stimmte, Elli war seit etwa einem Monat mit einem Jungen namens Alex zusammen. Er gehörte zu den „Coooolen“, doch im Grunde konnte er nett sein.
Elli funkelte mich an und erwiderte zornig: „Du weißt doch gar nicht, was du da redest! Du regst dich hier darüber auf, dass ich dir helfen will!“
Wir schwiegen wieder.
Gedanken wirbelten durch meinen Kopf und ein Teil meines Hirns hatte große Lust Elli ein weiteres Mal anzuschreien, doch ich beherrschte mich, denn ich wollte mich nicht noch mehr mit ihr streiten.
Mitten in unser Schweigen hinein klingelte die Haustür. Ich stand erst nach zwanzig Sekunden auf, als es schon es zweites Mal geklingelt hatte. Ich ging zur Tür und erkannte Alex durch die Scheibe.
„Hi!“, begrüßte ich ihn fröhlich, machte die Tür groß auf und er kam rein.
„Auch hallo“, grinste er mich an. Etwas zu lange starrte ich ihn an, sodass ich rot wurde. Seine Stimme klang so locker, so schön, so genau richtig…
„Elli kommt gleich. Wir…“, ich war drauf und dran ihm zu erklären, was vorgefallen war, aber ich ließ es bleiben, irgendwie passte es gerade nicht, denn...
Er nahm er sich sein Basekap ab…
Er kratzte sich kurz an der Nase…
Und seine braunen Augen funkelten seltsam…
Seine dunklen Haare lagen so perfekt auf seinem umwerfend hübschen Kopf…
Und seine fantastischen Augen schauten auf einmal direkt in meine…
Rasch guckte ich auf den Boden und zwang mich rasch an etwas anderes zu denken. Das wäre einfach gewesen, wenn er nicht gerade mit seiner supertollen Stimme gesagt hätte: „Wo ist Elli? Ich wollte sie abholen.“
Etwas in meinem Bauch protestierte heftig dagegen, doch ich erklärte nur: „Sie müsste gleich da sein…“ Ich gab vor, durch

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Kommentare

Jule schrieb am 2006-06-20 16:33:54:
Ich hab jetzt beide Geschichten gelesen und du kennst ja meine Einstellung dazu. Trotzdem finde ich sie irgendwie
gut, aber die Fortsetzung finde ich ist irgendwie besser geworden. Du hast mehr Informationen eingebaut.
Aber irgendwie fehlt eine Fortsetzung. Es wäre dumm, wenn du mitten in der Geschichte abbrechen würdest. Man
weiß gar nicht, wie es weitergehen soll! Trotzdem mag ich die Art, wie du schreibst! Also noch viel Spaß beim weiterschreiben!!! :-)
Grützi schrieb am 2006-06-13 16:03:21:
Ist irgendwie cool geschrieben. Geht es denn noch weiter oder ist die story schon zu ende? Weil sonst ist das Ende
irgendwie komisch.
Aber sonst fint ichs gut.

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