Ignor me, love me
von
Ciina
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Ignore me, love me
Ich lief die Straße meiner neuen Heimat entlang. Seit dem gestrigen Tag lebten meine Familie und ich in einem Vorort von NY City. Unsre ganzen Sachen aus Düsseldorf waren schon eine ganze Weile in dem typischen weißen Penthaus. Ich hatte bis nun bei meiner Oma gelebt. Der Abschied aus Deutschland war traurig und ich vermisste meine Freunde jetzt schon. Doch da mein Vater nun in NY arbeitete, war es selbstverständlich gewesen, dass die ganze Familie mit umzog. Ich hatte damit wohl die größten Probleme. Zwar ist mein Englisch gut, aber ich hatte meine Freunde zu Hause lassen müssen. Mein älterer Bruder hatte schon mal ein halbes Jahr in dieser Gegend gelebt und kannte eine ganze Menge Leute hier. Meine Mutter war mit der Jobsuche beschäftigt und mein Vater saß jetzt schon in seinem Büro, obwohl er noch drei Tage frei hatte. Ich zog alleine an den gleich aussehenden Häusern vorbei und dachte an Düsseldorf. Mein ganzes Leben (also 16 Jahre) habe ich da verbracht und nun sollte ich mich in einem fremden Land, mit fremder Kultur zu Recht finden. Ich seufzte. Daran konnte ich so wie so nichts mehr ändern. Ich bog in die nächste Straße ein und sah wieder nur die gleichen Häuser. Es war vormittags. Die Erwachsenen waren Arbeiten und die Kinder entweder bei grandma und grandpa auf dem Land oder in einer Art Hort. Der Vorort war wie ausgestorben. Zwei Straßen weiter bellte ein Hund und irgendwo fuhr ein Auto. Doch beides konnte ich nicht sehen. Ich beschloss zurück zu meinem neuem Zuhause zugehen, als mir ein Basketball vor die Füße rollte. Ich hob ihn auf. Hey. Its mine., ertönte von einem Hof. Ein Junge, mit geschwitzten dunkelblonden Haaren, kam auf mich zu. Er trug ein NBA-Shirt der NY- Knicks und eine Sporthose. Seine Arme und Beine waren muskulös und braun gebrannt. Ich passte ihm dem Ball zu und er fing ihn geschickt. Er klemmte ihn sich unterm Arm und musterte mich neugierig. Du bist nicht von hier!, stellte er in Americanenglish fest. Ich nickte nur. Bist du neu hierhin gezogen?, fragte er mich und fing an mit dem Ball zu spielen. Wieder nickte ich. Woher kommst du denn?, wollte er wissen. Aus Deutschland., antwortete ich im typischen Schulenglisch. Er lachte und wiederholte dann in meinem Tonfall: Germany?! Leicht beleidigt meinte ich in Englisch: Ja, Deutschland. Aus Düsseldorf. Aus Düsseldorf. Da war ich mal in den Ferien., grinste der Typ. Ach wirklich? Ja, wir haben am Rhein gezeltet. Ich dachte an die Rheinpromenade und die Rhenauen und bekam Heimweh. Ich schlang meine Arme um den Bauch. Der Junge sah mich besorgt an. Gehts dir gut? Ist dir schlecht?, fragte er und kam einen Schritt näher. Nein. Mir geht es gut., ich versuchte ein Lächeln, doch es misslang mir total. Bist du dir sicher?, immer noch schaute er besorgt. Joar, ganz sicher., erwiderte ich. Wir schwiegen eine Weile. Dann sagte er brüchig auf Deutsch: Ick heische Lyon. Ich brach in Lachen aus. Das hörte sich so verrückt an, dass ich nicht mehr konnte. Ich wischte mir die Freudentränen aus den Augen bevor ich auf Englisch erwiderte: Ich bin Kira. Siehst du nun ist alles wieder gut., er lächelte. Ich sah ihm in die Augen. Sie waren zu rehbraun. Irgendwie erinnerten sie mich an ein Kalb. Bei dieser Vorstellung brach ich erneut in Gelächter an. Die Vorstellung mit einem amerikanischen Kalb zureden, dass ein NY- Knicks- Trikot trug, war einfach zu komisch. Das Kalb sah mich irritiert an. Schließlich sagte es: Ich weiß gar nicht, dass ich so lustig aussehe. Ich zwang mich in die Realität zurück und sah Lyon an. Sorry. Ich habe nur an einen Witz gedacht. Erzähl ihn mir., forderte Lyon mich auf. Verdammt! Ich konnte noch nie Witze erzählen. Zögerlich erzählte ich einen Fritzchen- Witz auf Englisch. Doch die Poente verblasste durch meine Übersetzung. Auf Deutsch ist er witziger., entschuldigte ich mich. Macht doch nichts. Wenigstens hast du es versucht. Ich würde zwar sagen, erzähle ihn mir auf Deutsch, aber ich dann würde ich ihn erst Recht nicht verstehen., meinte er. Er fing an zudribbeln. Spielst du Basketball?, fragte ich. Die Frage war zwar völlig bekloppt, doch Lyon beantwortete sie mir trotzdem: Yoh, ich bin in der Schulmannschaft meiner Schule. Damit drehte er sich um und rannte zu einem Korb, der an der Garage hing. Er machte einen Korbleger und versenkte den Ball. Er fing ihn wieder und kam zurück. Spielst du auch?, fragte Lyon mich. Nur mit meinem Bruder. Er war in einem Verein., erwiderte ich. Er warf mir den Ball zu und nickte zum Korb. Probier mal. Ich nahm Anlauf, sprang und der Ball war drinnen. Lyon hob ihn auf und warf ihn mir noch Mal zu. Auch diesmal traf ich, wenn auch nur knapp. Glückstreffer!, kommentierte Lyon den Korb. Pff. Das war gekonnt., lachte ich und nahm ihm den Ball ab. Wir spielten noch einen Zeit lang Basketball, dann aber beschloss ich nah Hause zu gehen. Vielleicht sehen wir uns Mal., meinte ich und ging. Lyon erwiderte nichts darauf. Ich ging nach Hause und freute mich, dass ich jemanden kennen gelernt habe. Daheim war keiner. Ich setzte mich an meinen Computer und ging ins Internet. Bei ICQ waren alle meine Freunde on. Ich erzählte ihnen vom Flug und von meinem Tag.
Written by: Kirstin Seuken 18. Sep. 2005
Am nächsten Morgen musste ich dann zur Schule. Meine Mutter brachte mich und meinen Bruder in die nächste Highschool. Während sie sich mit dem Direktor der Schule unterhielt, sollte ich in meine neue Klasse gehen. Ich bekam noch einen Stundenplan und meinen Spintschlüssel in die Hand gedrückt und wurde zum Raum 123 geschickt. Vor der Tür lieb ich stehen und sah durch das Glasfenster der Tür. Drinnen stand eine junge Frau, mit kurzen braunen Haaren und einem rosa Kostüm an und redete. Ich klopfte an und öffnete die Tür. Alle Blicke in der Klasse lagen auf mir und ich fühlte mich plötzlich nackt. Ich hielt meine Umhängetasche und meinen Ordner fest und sah nervös in die Klasse. Hello. Kann ich dir helfen?, fragte mich die Lehrerin höflich. Ich bin ab heute in dieser Klasse., antwortete ich schüchtern. Mein Hals war aus getrocknet. Ach, du bist die Neue., schien es der Lehrerin ein zufallen. Ich heißt Shiva Frensch und bin deine Mathelehrerin. Und du? Ich heißt Kira Schumann. Erzähl uns etwas von dir, Kira. Okay, nervös fuhr ich mir durch die Haare, Ich bin 16 Jahre alt und komme aus Deutschland, aus Düsseldorf. Ich habe einen älteren Bruder und wir sind in die USA gezogen, weil mein Vater nun an der Wallstreet arbeitete. Meine Mutter war in Deutschland Krankenschwester und sucht hier auch noch einen Job. Mein Blick flog durch die Klasse und ich bemerkte, dass in der letzten Reihe am Fenster Lyon saß. Er würdigt mich aber mit keinem Blick und flüsterte mit seiner Tischnachbarin. Frau Frensch meinte lächelnd: Danke, Kira. Du kannst dich dort hinten hinsetzen., sie zeigte auf die letzte Reihe ganz an der Wand. Es
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Kommentare
makaroni schrieb am 2009-05-09 06:35:17:
yoolllllll
vika schrieb am 2009-04-30 15:28:27:
oida die geschichte ist es schön mir kamen sogar langsam die tränen
Nina schrieb am 2009-01-22 01:20:31:
Die Geschichte ist ja so Romantisch und so Traurig die ist so toll !!! Ich musste fast heulen ;)
Nina schrieb am 2009-01-22 01:20:31:
Die Geschichte ist ja so Romantisch und so Traurig die ist so toll !!! Ich musste fast heulen ;)
Mizimiku schrieb am 2008-01-30 14:08:04:
Sind die Geschichten echt oder erfunden?
Lee schrieb am 2006-11-13 16:57:27:
=) schöön! i mag deine geschichten =)
Marie schrieb am 2006-11-10 21:16:34:
Sehr schöne Geschichte!
Nur an der Rechtschreibung musst du noch arbeiten ^^
Aber die Geschichte war super. Super fettes Lob!
Weiter so
Liebe Grüße
Marie
Wenn du willst, kannst du ja mal meine Geschichte lesen...
kira reiß schrieb am 2006-10-29 14:14:40:
sehr sehr gut
Annika Wichmann schrieb am 2006-10-25 14:36:31:
echt super geschichte gefälltmir gut kategorie gut ewählt. einfach super!
story schrieb am 2006-10-24 12:11:11:
So langsam werde ich ein Fan von dir. Diese Geschichte ist spitze. Mach bitte weiter!!!
LG story
Leny schrieb am 2006-10-23 23:33:25:
Eine wunderbare Geschichte.
Mann könnte gerade sagen das die Geschichte ein lebendiges herz hat oder so =)
Lou schrieb am 2006-10-23 22:31:37:
Wow, die Geschichte war wirklich wunderschön. Sie hat mich sehr berührt, aber auch betroffen gemacht. Besonders den Anfang hast du sehr realitätsnah geschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen. Toll fand ich auch, dass du bei dieser Geschichte im Ich-Erzähler geschrieben hast. Dadurch konnte sich der Leser noch besser in Kira hineinversetzen.
Die Szene am Flughafen hat mich am meisten berührt...Ich hatte sogar Tränen in den Augen.
Freue mich schon auf deine nächsten Geschichten...nur auf deine Rechtschreibng musst du etwas mehr achten!
Liebe Grüße, Lou
Caröö schrieb am 2006-10-23 21:06:03:
Juchu! Schön das du immer mehr geschichten hier rein bringst!! und dann noch die von kira und lyon ^^ *hihi* wieder eine sehr schöne geschichte!!!^^ toll^^
KIKI schrieb am 2006-10-23 20:55:13:
Die Geschichte hat mich echt berührt!!!Sie ist toll!!!Wenn auch ein bissel hart...Aber schön!!!
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