Ignorabiens 1. Kapitel
von
dickergrünerapfel
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Wie alles begann
Es ist kalt und nass. Ich friere. Meine 10 -Euro -Aldi Jacke wärmt nicht. Aber bei dem Preis kann man auch nichts anderes erwarten. Mehr ist im Moment aber nicht drin.
Ich laufe den gewohnten Weg nach Hause.Wieder keine Arbeit gefunden, wieder ein Weg ins Ungewisse.Vor einem halben Jahr hab ich meine Arbeit als Bedienung in einem kleinen Kaffee verloren.Ich verdiente nicht viel, aber wenigstens hatte ich etwas verdient.
Wie ich so die verlassene Straße entlanglaufe mache ich mir Sorgen.Sorgen um meine Familie.Um meine 2 -jährige Tochter Jane der wir keinen Kindergarten bezahlen können,um meine Frau Liv die im 8. Monat schwanger ist,und natürlich um mein ungeborenes Kind.
Hinter mir höre ich Schritte.Ich drehe mich um. Ein Mann. Nichts besonderes. ich laufe weiter in eine enge Seitengase. Der Mann- auch. Will er vielleicht etwas von mir?Aber was? Wieder biege ich ab. Seltsam dieser Kerl ist immer noch hinter mir. Ich bleibe stehen und schiele nach hinten. tatsächlich dieser Irre bleibt auch stehen. Verdammt, dieses Arschloch verfolgt mich. Ich fange an zu rennen. Der Kerl auch. Verdammt was will dieser Mensch von mir? Wenn er mich aus rauben will muss ich ihn enttäuschen.Meine Taschen sind leer.Aber was wenn er mich umbringen will? Eigentliche habe ich keine Feinde (ich schließe mal das Finanzamt aus). Ich verdoppele mühsam meine Geschwindigkeit - mein Verfolger auch.Ich renne wie der Teufel. Die kalte Luft brennt mir in den Lungen.Ich kann nicht mehr.Doch der Verfolger lässt nicht locker.Also renne ich weiter.Ich biege in eine schmale Seitenstraße ab.Damit hat er nicht gerechnet so hab ich einen Vorsprung.Nachdem ich mindestens 20 min. gerannt bin versagten meine Muskeln.Ich bekomm einen Krampf in der linken Wade.Ich kann nicht mehr laufen.Keuchend lehne ich mich an eine Hauswand.Mein Kopf pulsiert und vor Schmerz und Angst kann ich nicht klar denken.Mit großen Grauen beobachte ich wie mein Verfolger immer näher kommt.Ich warte auf einen Angriff doch der Mann bleibt vor mir stehen.Ich blicke in ein etwa 40 jahre altes Gesicht mit braunen zurechtgekämmten Haaren.Er ist ein bischen kleiner wie ich."Wiso bist du weggerannt?Ich will doch nur mit dir reden!",Der hat gut reden.Er ist mir den ganzen Weg hinterhergerannt nur um mit mir zu reden?Das kann ich mir nicht vorstellen.Ich sah in skeptisch an "Wer bist du und was willst du?"schnautze ich.Wenn das so ein Werbefutzi ist bekomm ich die Krise. "Wer ich bin ist unwichtig.Ich glaube aber das du etwas von mir willst"erklärte der unbekannte geheimnisvoll.Ich verstehe nichts. Schließlich hat er mich verfolgt nicht ich ihn.Ich seh ihn verwirrt an." Ich weiß, dass du verzweifelt bist. Du hast auch Heute keine Arbeit gefunden. Ich kann dir und deiner Famillie helfen." Woher weiß er das alles und wie bitte schön will er mir helfen. Mir kann niemand helfen! Trotzdem bin ich neugierig geworden."Und wie genau willst du mir helfen?" frage ich."Wie mir scheint zweifelst du.Das musst du aber nicht. Hier. Schau doch mal vorbei, dann wirst du mehr verstehen." Damit geht er. "Stopp! STOPP!" rufe ich ihn hinterher doch schon ist er hinter den alten Häusern verschwunden.Seltsamer Kerl! Ich starre in meine Hand. Ein Prospekt mit der Aufschrift Ignorabiens sehe ich . Mehr kann ich nicht lesen, denn es dämmert schon. In Gedanken versunken laufe ich heim. Seltsamer Typ! Woher kennt er mich und weiß von meinen Gefühlen? Ober er mir wirklich helfen kann? Und warum hat er das mehr so seltsam betont. Wieso dutzte er mich - und ich ihn? Vielleicht weil er mir so vertraut vorkam.... All diese Fragen schwirren mir im Kopf herum. Ich will nicht das Liv etwas von den seltsamen Vorkommnissen mitbekommt so lese ich die Broschüre schon im Flur.
Ignorabiens
Bist du verzweifelt?
Weißt du dir nicht mehr zu helfen?
Dann bist du bei uns genau richtig!
Wir bieten dir durch:
-Aufklärung
-Gesprächsstunden
-Arbeit
den Seelenfrieden und die Antwort auf allen Fragen
BALD WIRST AUCH DU MEHR WISSEN !!!!
nächster Schnuppertag am 12.11.07 14.00 Uhr
Industrieviertel 17
deine hohe Priesterin Beatrix
Ich stecke die Broschüre in meine Jackentasche und wie ich unsere Wohnungstüre öffne, beschließe ich das ich dort hingehen werde.
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