Ihr Herz gehört für immer dir
von
sina franke
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Ihr Herz gehört für immer dir
Du lächelst und siehst, dass ihre Augen voller Güte und Treue sind. Sie liebt dich und du weißt, dass du das, was sie dir gibt nicht in hundert Jahren zurückgeben könntest.
Sie würde für dich sterben, ohne den Blick nach hinten zu richten. Sie würde sterben, ohne dich auch nur einmal anklagend anzuschauen, obwohl sie ein Recht darauf hätte. Manchmal bist du gemein, verletzt ihre Gefühle und versuchst sie abzuweißen, damit du nicht verletzt wirst, wenn eines Tage doch das Ende kommt.
Und doch redest du manchmal mit ihr über die Zukunft als sei es selbstverständlich, doch dann hast du wiederum deine Phase, in der du sie immer ein kleines bisschen tötest. Und du siehst es und wirst vielleicht traurig. Aber sie, sie kann es nicht verkraften, bricht in Tränen aus, doch du bleibst eiskalt. Unbarmherzig. Ergötz du dich an ihrer Unterwürfigkeit?
Und du bringst sie um, doch sie reist sich zusammen, kann nicht zulassen, das auch die Liebe stirbt, denn stirbt die Liebe zu dir, dann stirbt auch sie. Sie weiß, dass sie nicht ohne dich leben kann, du willst es nicht wahrhaben. Du glaubst ihren nach Hilfe schreienden Tränen nicht, die sie vor dir vergießt. Und sie würde sich gerne beherrschen, doch wenn diese verletzenden Worte deinem Mund entfliehen, trifft sie ein Schlag, dem sie nicht standhalten kann. Und sie weiß, sie sollte nicht vor dir weinen, denn du verhöhnst sie, siehst es als Schwäche, wenn du grade schlecht gelaunt bist.
Doch trotz deiner bitteren Sätze, die du manchmal unüberlegt sagst, was du natürlich nie zugeben würdest, liebt sie dich über alles, und du siehst es nicht, da du manchmal blind bist. Blind vor Liebe? Wenn du ihr doch so oft wehtust, bist du dir dann wirklich sicher, dass du sie liebst?
Es sind Kleinigkeiten die du sagst, schwarze kleine Worte, die sich in ihr Herz bohren. Ein Wort ist nicht wie ein Messer. Ein Messer sticht oft am Herzen vorbei, doch nicht das Wort. Es trifft immer, und diese Wunden können nicht heilen.
Sie überspielt es dann nach paar Stunden und du bist wieder lieb. Umarmst sie, sagst, dass du sie liebst, doch bist du dann wirklich ehrlich?
Natürlich bist du ehrlich, denn sonst wärst du ja nicht mehr bei ihr. Vergnügen kann man sich auch ungebunden hohlen, es muss dich etwas an ihr fesseln…
Und du liebst sie, tröstest sie immer weiter, mit weiche und Federn besetzte Worte, die dem schwarzen Wort hinterher fliegen, sie treffen zwar ihr Herz, doch nicht die Wunden, die das schwarze Wort verursacht hat.
Sie würde dir alles geben, selbst ihr Leben und du siehst es nicht. Kannst du es nicht glauben, dass dich jemand so bedingungslos und aufrichtig liebt? Dass sie diejenige ist, die sterben würde, wenn du ihr deine Liebe entziehst?
Und du siehst auch nicht, dass sie nachts weint, auch wenn die weichen Worte ihr Ziel ereicht haben, denn zu tief sitzt der verursachte Schmerz, den sie nicht aus ihren Gedanken verdrängen kann, obwohl sie sich bemüht.
Sie kann einfach nicht das Schlechte in dir sehen, welches du so oft Preis gibst, nur um sie zu fragen, warum sie dich liebt.
Sie liebst dich nicht wegen deines makellosen Aussehens, nicht weil du unwiderstehlich bist, sondern wegen dir selbst. Wertsachen sind nach einer gewissen Zeit nicht mehr relevant, sie sind ihr egal. Du bist wichtig, du mit deinem weichen Ausdruck wenn du an ihrer Schulter eingeschlafen bist, deine Art, wie du manchmal mit ihr sprichst, dein Ausdruck in deinen wundervollen Augen, wenn du sie siehst und dich freust, dass du sie hast.
Du darfst sie nicht töten. Ihr Herz gehört für immer dir. Und das weißt du.
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Kommentare
Johannes Beck schrieb am 2008-01-01 21:33:50:
Diese Geschichte ist dermaßen fesselnd, dass man alles um sich herum vergisst.
Gerade das Bild mit dem "Messer" und den "schwarze Worten" find ich richtig, richtig gut. Dass du es dann aber nicht alleine stehen lässt, sondern es mit nimmst und immer wieder damit spielst, ist einfach genial. Damit machst du das ganze super stimmungsvoll.
Super toll geschrieben echt. Von der Thematik her gefällt sie mir auch sehr gut. Erinnert mich an mich, dieser "du". Interessant ist ja, dass man sich zwar seiner "schwarzen Worte" bewusst ist, aber nichts dagegen unternimmt und immer nur an sich denkt.
Weiter so
Gruß jo
melina ludwig schrieb am 2007-08-09 23:04:47:
so hier ist mein Kommentar fuer dich!!
Eigentlich verstehe ich nicht wie du meine Texte schoen finden kannst, wo du doch selber viel besser, höher und logischer schreibst!
Der Text hat es einfach in sich! Außerdem hast du einen sehr, sehr ergreifenden, mitreissenden Stil. Deine Art dich auszudruecken gefaellt mir in diesen Zeilen NOCH BESSER als in dem anderen Text den ich bereits von dir gelesen habe!
Liebe Gruesse Melinaaaa
ps: ich hoffe es kommen bald weitere Kommentare von dir!! Ich freue mich jedes Mal darueber^^
redbumper schrieb am 2007-07-29 07:51:05:
einfach ergreifend schön
Wurm schrieb am 2007-07-28 20:56:46:
Ich schließe mich Bina vollkommen an.
Du schaffst es deine Gefühle sehr gut auszudrücken und hast einen tollen Schreibstil.
(Wenn meiner doch nur so gut währe!)
Wurm
Bina schrieb am 2007-05-22 09:40:45:
Einfach wundervoll berührend geschrieben. Du hast eine tolle Art dich auszudrücken.
Alles Liebe,
Bina
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