Im Gang der Könige
von
Keks
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-Im Gang der Könige-
Als ich am Sonntag, den ersten Januar 2012 geboren wurde, hatte ich noch keine Ahnung, wie schwer das Leben ist. Ich hatte unbeschwerte Zeiten und wusste noch nichts von Gut und Böse. Woher auch? Ich bin ja auch nur ein ganz normales Kind. Naja, Kind ist vielleicht falsch gesagt, immerhin bin ich schon sechzehn. Doch bis vor vier Monaten hatte ich noch große Bedenken, ob ich meinen sechzehnten Geburtstag überhaupt erlebe. Das ganze fing aber schon an, als ich zehn war. Da versteht man noch nicht viel von der Welt. Und schon gar nicht von übernatürlichen Dingen. Du glaubst alles, was man dir erzählt und gibst Dich mit dem zufrieden, was deine Eltern dir vorgaukeln.
Warum auch nicht?
Stimmt doch immer, was diese zwei Leute sagen. Meine Eltern waren für mich immer die schlausten Leute der Welt (man beachte bitte die Hervorhebung des Wortes waren). Tja, aber dann wurde ich elf und mein „Glaube“ änderte sich. Es fing ganz seltsam damit an.
Eines Tages fand ich ein Bild von meiner Geburt. Doch das Bild war nicht normal. Ich war zweimal darauf. Es sah aus, als hätte man mich geklont. Das ist ja heutzutage möglich.
Das war sehr ungewöhnlich für mich.
Aber die Tatsache, dass ich vielleicht neben einem Spiegel hätte liegen können und das Bild nur ungünstig geschossen wurde, schloss ich aus. Ich dachte nicht einmal im Traum daran.
Als ich meine Mutter nach dem zweiten Baby fragte, das auf dem Bild war, meinte sie nur: „Da ist ein Fehler beim Entwickeln gelaufen.“
Damals glaubte ich das.
Da kam mir dann auch der Gedanke mit dem Spiegel.
Doch heute weiß ich genau, was das zu bedeuten hat. Davon will ich erzählen.
Ich hatte nie damit gerechnet, dass das alles passieren würde. Aber wie auch? Das Leben ist voller Überaschungen und für meine sechzehn Jahre hab ich schon viel mehr Lebenserfahrung, als andere in meinem Alter Ich hab immer gedacht, ich sei normal, doch das war wohl nichts. Ich bin einer von diesen Außenseitern, manchmal nenne ich mich selber einen Alien oder Außerirdischen. Warum? Gute Frage...
Kennst du meine Eltern? Die sind komisch sag ich dir. Aber das wusste ich ja damals noch nicht. Alles was ich wollte, war eine normale Familie, doch die hatte ich nicht. Doch, hatte ich wohl, aber ich wusste es nicht besser. Aber ich denke, meiner Mutter ging es früher genau so. Die ist auch eine von der Sorte. Nach meinem Vater brauchst du gar nicht erst fragen, der steht ganz außen vor. Aber übelst. Der ist sowas von unnormal, das geht schon fast nicht mehr.
Einmal hab ich ihn gesehen, als er gerade von der Arbeit kam. Es war komisch, er war in milchiges Licht getränkt und hatte goldene Punkte auf der Stirn. Ich dachte, er war vielleicht in irgendeiner Chemiefabrik und hatte etwas eingeatmet, was dieses Leuchten hervorrief.
Sowas kam oft in Filmen vor, musst du wissen.
Aber die Punkte konnte ich mir beim besten Willen nicht erklären.
Nun, ich will nicht um den heißen Brei herum reden.
Das ganze fing an, als ich heimlich aus dem Haus geschlichen war. An diesem Tag, oder besser, in dieser Nacht, die den 12. November zum 13. November machte, dachte ich mir nichts dabei, als ich aus dem Haus ging. Ich wollte bloß meine Freunde besuchen. Jedenfalls saß ich da in dieser kleinen Hütte im Wald an den Todesklippen und sah mir die Sterne an...
Darf ich vorstellen? Die Sterne, meine Freunde. Mein Lieblingssternenbild ist Kassiopeia. Immer wenn ich das Sternenbild sah, glaubte ich, mich würde irgendetwas großes mit diesen Sternen verbinden und ich fühlte mich schrecklich dort hingezogen. Heute weiß ich warum.
Zurück zur Geschichte, ich saß da und sah mir die Sterne an. Ich hatte nur das Loch im Dach, durch das ich genug sehen konnte, doch nicht, dass sich vom Meer aus die Wolken auf Siebenheim zubewegten. Ich dachte mir nichts und war völlig vertieft in die Sterne. Doch plötzlich hörte ich ein Grummeln am Himmel und kurze Zeit später bedeckten die Wolken den Himmel über der Hütte. Ich war erstaunt und ging aus der Hütte. Der Himmel war grau vor Wolken. Das Nachtschwarz war vollkommen verschwunden und dicke Gewitterwolken hingen über mir. Ich blickte einen Moment zum Himmel und überlegte, was ich tun sollte. Ich hatte Angst vor Gewitter, deshalb wollte ich nach Hause laufen, doch da fing es von jetzt auf gleich an, wie aus Kübeln zu regnen. Ich rannte zurück in die Hütte und setzte mich in eine Ecke. Vorbei war der Sternenabend, vorbei mit Fröhlichkeit. Nach Hause konnte ich jetzt nicht mehr gehen, ich wäre nach zehn Meter durch den Wald schon nass bis auf die Knochen. Langsam stieg die Angst in mir auf.
Ich hasste Gewitter.
Schon oft hatte ich versucht, Gewitter einfach zu ignorieren oder mir Ohren und Augen zuzuhalten. Wenn ich dann noch laut vor mich hin sang, bekam ich nichts von allem mit.
Doch es half nichts.
Ich hatte so schreckliche Angst, dass ich keine Worte aus dem Mund bekam und mein Körper starr wurde. Ich versuchte an etwas schönes zu denken. Mein warmes Bett zu Hause, meine Freunde.... egal was. Doch da wurde plötzlich der Himmel taghell und ein Donner grollte laut durch die Nacht. Erschrocken hielt ich die Luft an.
Angst...
Was tun? Ich konnte nichts machen, wollte mich bewegen, doch es ging nicht. Ich wollte aufstehen und nach Hause rennen, doch ich konnte nicht. Nicht einmal meine Hände konnte ich heben um die Ohren zuzuhalten. Ich kniff die Augen zu und hielt die Luft an. Wieder zuckte ein Blitz über den Himmel und ich konnte durch die geschlossenen Augen sehen, dass es wieder taghell wurde. Kurz darauf ein Donner, als würde neben mir ein Hochhaus einstürzen. Mein Herz klopfte so schnell, dass es weh tat. Und ich konnte nichts machen. Wie lange ich da saß, weiß ich nicht. Es kam mir vor, wie eine Ewigkeit.
Ich zitterte, atmete abgehackt und hörte den Regen auf den Boden und das Dach prasseln und den Donner brüllen.
Plötzlich spürte ich eine Hand nach meinem Arm greifen. Ich wurde auf die Beine gezogen und aus der Hütte geführt. Ich öffnete die Augen, doch hielt den Kopf gesenkt.
Dann... ein roter Blitz schlug ins Meer ein und färbte es blutrot. Ich erschrak so sehr, dass ich schrie.
Während ich von der Hütte weg gezogen wurde, starrte ich auf das Meer und sah noch mehr dunkelrote Blitze einschalgen. Ein lautes Donnergrollen und einige weitere Blitze...
Dann verschwamm das Bild vor meinen Augen und ich merkte nichts mehr.
Ich weiß nicht, was dann passierte, aber als ich wieder aufwachte, fand ich mich auf einem riesengroßen Himmelbett mit hellblauen Laken und Kissen wieder. Es war bequem, ich wollte gar nicht aufstehen. Doch es war wohl besser, denn ich wusste ja nicht, wo ich war. Bei mir zu Hause war es jedenfalls nicht.
Ich wühlte mich aus dem Bett heraus und stand auf. Der Boden war kalt. Ich hatte keine Schuhe und Socken mehr an. Als ich an mir herunterschaute, bemerkte ich auch das hellblaue Nachthemd, das anstatt meiner normalen Klamotten an mir hang.
Im ersten Moment erschrak ich ein wenig,
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Kommentare
Smell schrieb am 2007-06-07 21:34:11:
Total tole geschichte.Also die Idee gefällt mir. Du bist sehr kreativ. *ganz doll lob*
Schreib ganz schnell weiter Bitte!!!
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