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Kategorien > Liebe > Übernatürliches

Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt

von ViciousBerry

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Kapitel 1

Die Sonne schien ihr ins Gesicht. Sie seufzte wohlig und drehte sich noch einmal um, um den Traum weiterzuträumen, aus dem die Morgensonne sie gerissen hatte. >Moment mal. Sonnenschein? Um diese Uhrzeit? <, dachte sie verwirrt.
Alice riss erschrocken die Augen auf und blinzelte augenblicklich, weil ihr die Sonne in den Augen brannte. Als ihre Augen sich an das Licht gewöhnt hatten und sie die Uhrzeit auf ihrem Wecker sah, riss sie die Decke von sich und knallte beim Aufstehen prompt an die Dachschräge über ihrem Bett. Sie rieb sich stöhnend und fluchend den Kopf, stieg aus dem Bett aus und stieß dabei mit dem großen Zeh an den Fuß ihres Nachttisches. Humpelnd versuchte sie bis zur Tür zu kommen und stolperte dabei über einen riesigen Berg von Wäsche, den sie gestern eigentlich schon zum Wäschekorb tragen wollte. Jetzt tat es ihr leid, denn sie knallte der Länge nach hin. Zum Glück landete sie noch halbwegs auf einem weiteren kleinen Berg von Wäsche und zwar auf die, die sie gestern anhatte. > Na toll. Der Tag fängt ja gut an. <, dachte sie sarkastisch.
Sie öffnete ihren Kleiderschrank und zog das erste hinaus, was ihr ins Blickfeld sprang. Ihr Lieblingstop. Endlich mal ein bisschen Glück.
Sie zog es sich in aller Eile über und riss die Tür zum Flur auf. Ihre Mutter ging gerade an der Dachbodentür vorbei. Natürlich gähnend und noch im Schlafanzug. Sie sah sie verschlafen an und ging dann Kopfschüttelnd weiter. „Vergess dein Frühstück nicht. Und pack dir noch was zu Trinken ein!“, rief ihre Mutter ihr noch zu.
Alice kam in halsbrecherischem Tempo die Treppe hinunter gepoltert und schlug sich- wie auch nicht anders zu erwarten -fast den Kopf an der Vertiefung der Dachbodentreppe. Ihre Mutter hätte sie ruhig aufwecken können. Immerhin war das ihr erster Tag an der neuen Schule. Wenn sie schon daran dachte, drehte sich ihr der Magen um. Die Petri-Paul Realschule.
In den Sommerferien war eine Punk-Gang in ihre alte Schule eingebrochen und hatte dort Feuer gelegt. Die gesammte Schule war vollständig abgebrannt und so mussten alle Schüler in die nächstgelegene Schule verlegt werden. Die Petri-Paul Schule war nicht sehr groß und deshalb mussten alle Klassen bis zum Rand vollgestopft werden. Ihre alte Klasse wurde komplett zerrissen und jetzt war sie eine von 30 Schülern in der Französischklasse und hoffte inständig darauf, dass sie und ihre beste Freundin Natasha in eine Klasse kamen.
Es war 7:15. Sie hatte noch genau zwei Minuten um es rechtzeitig zum Bus zu schaffen. Sie rannte noch mal nach oben, schnappte ihre Tasche, warf einen Blick in den Spiegel und sauste los. Als sie rannte, versuchte sie noch ihre Haare einigermaßen zu ordnen. Im Bus, wenn sie ihn noch rechtzeitig erreichte, würde sie erst einmal Natasha um einen Kamm und Make-up bitten müssen. Zum Glück war in solchen Fällen auf Natasha immer verlass.
Sie rannte die Straße entlang und bog links in die Nächste ab. Zum Glück war die Bushaltestelle nicht weit von ihrem Haus entfernt. Als sie um die Nächste Rechtskurve war, sah sie den Bus. Der letzte stieg gerade ein. Sie rannte und schaffte es gerade noch so. Der Busfahrer sah sie Kopfschüttelnd an und fing mit einer Standpauke an. Von wegen, nicht immer so lange aufbleiben und morgens ein bisschen früher aufstehen. Alice entschuldigte sich schnell und suchte nach Natasha.
Sie saß in der Mitte, direkt an der Tür, und lächelte Alice erleichtert an. Alice schleuderte völlig außer Atem ihren Rucksack auf den Boden und ließ sich erschöpft auf den Platz neben Natasha fallen. „Ich dachte schon, du kommst gar nicht mehr.“ Alice schnaufte. „Hab verschlafen.Musste…rennen…Wecker überhört.“, brachte sie japsend hervor. Natasha bedachte sie mit einem skeptischen Blick und fing an, in ihrer Tasche zu kramen. Alice fuhr sich mit der Hand über´s Gesicht und lächelte zufrieden, als Natasha ihr einen Kamm, Spiegel, Eyeliner und Mascara in die Hand drückte. „Kommt bestimmt nicht so gut an, wenn du ungeschminkt und ungekämmt in die neue Klasse kommst. Dann kriegst du gleich nen Stempel aufgedrückt.“
Während Alice versuchte, im fahrenden Bus sich nicht mit dem Eyeliner die Augen auszustechen, kämmte Natasha ihr die Haare und flocht die Hälfte davon zu einem Zopf und ließ den Rest offen auf ihre Schulter fallen. „ Sollten rothaarige Mädchen nicht eigentlich eine dicke Lockenmähne auf dem Kopf mit sich herumtragen?“
„Klischee.“, sagte Alice schlicht und zuckte mit den Schultern. „Außerdem sind sie nicht rot sondern rotblond.“ Natasha verdrehte die Augen. „Was? Das ist ein totaler Unterschied.“, erwiderte Alice darauf nur. Natasha widmete sich wieder ihren Haaren und diskutierte nicht weiter. Alice lächelte nur leise in sich hinein.
Ihre Haare waren ihr ganzer Stolz. Sie waren nicht rot, so wie Natasha immer behauptete, sondern eher blond. Sie schimmerten nur im Sonnenlicht immer rot. Ihr Vater hatte ihr den roten Schimmer vererbt. Er hatte flammendrotes Haar, im Gegensatz zu ihrer Mutter, die fast schon Weißblond war. Sie hatte eben etwas von beiden Elternteilen abbekommen.
Alice ließ sich, als Natasha mit ihen Haaren fertig war und ihr Gesicht auch einigermaßen gut aussah, in den Sitz zurücksinken. Noch zehn Minuten Fahrt. Am liebsten wär sie noch eine ganze Stunde mit dem Bus gefahren. Sie dachte darüber nach, wer wohl alles in ihrer neuen Klasse war und ob sie sich auch mit allen verstehen würde. Eigentlich war sie ein recht umgänglicher Mensch. Vorrausgesetzt man ließ sie in Ruhe. Die meiste Zeit träumte sie im Unterricht nämlich vor sich hin oder malte irgendetwas. Trotz alledem war sie recht gut in der Schule. Natasha hatte mal gesagt, ihr Unterbewusstsein arbeitete wie ein Diktiergerät. Während sie geistig abwesend war, zeichnete ihr inneres Diktiergerät alles auf und wenn ihr jemand eine Frage stellte, musste sie nur zurückspulen und sich noch einmal alles anhören. Eigentlich eine ganz nette Vorstellung.
Das quietschen der Reifen ließ sie aufschrecken. Der Bus stand, sie waren da. Das Herz sackte ihr mit dem aufgehen der Bustüren in die Hose. Als sie ausgestiegen waren, warf sie Natasha einen Blick von der Seite zu. Alle Farbe schien aus ihrem Gesicht gewichen zu sein. >Also geht es nicht nur mir so schlecht<, dachte sie ermutigt.
Sie folgten der Menge und fanden sich kurze Zeit später in der Sporthalle wieder. Der Rektor stand an einem Rednerpult und räusperte sich ein paar Mal, bis alle ruhig waren. „Ich rufe jetzt der Reihe nach die Klassen auf und die Schüler, die das nächste Schuljahr zusammen in dieser Klasse verbringen werden.“
Die ersten Klassen und Namen rauschten nur so an ihr vorbei, bis irgendwann Natashas Name fiel. Sie horchte auf und lauschte gespannt. „ Joy Tisdale, Marilyn Thompson…“ Natasha drückte fest ihre Hand und Alice schickte ein kleines Stoßgebet zum Himmel. „ Eli Veronica…“ >Bitte. Nur dieser eine Gefallen<, dachte Alice verzweifelt. „Alice Wonder, Jared Anderson…“ Alice seufzte erleichtert.

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Kommentare

lil tini schrieb am 2009-10-02 19:29:57:
total gute geschichte, hoffentlich kommt bald die fortsetzung
Nessi schrieb am 2009-09-08 11:48:22:
Ganz tolle Geschichte. Du hast Alice richtig gut beschrieben-die findet man sofort sympatisch. Bin gespannt, wies weitergeht!
lu schrieb am 2009-09-07 20:50:45:
Tolle Geschihcte,freue mich auf Fortsetzung

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