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Kategorien > Fantasy > Wald

Im Land des Zauberers

von DanniSahne

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Im Land des bösen Zauberers
Kapitel 1

Es war ein kalter, regnerischer Tag. Sheila lag in ihrem Sessel und las ein Buch, als sie etwas an ihrem Arm kitzelte. Es war ihr Hund Fluffy, der mal wieder Gassi musste. “Muss ausgerechnet ich einen Hund mit schwacher Blase haben?”, dachte Sheila und legte ihr Buch zur Seite. “Bei dem Wetter würde ich noch nicht einmal Hunde vor die Tür jagen. Nichts für ungut, Fluffy.”, brummte sie. Während sie ihrem Hund die Hundeleine umschnallte, überlegte sie, warum sie sich den Köter überhaupt angeschafft hatte. Ja, er war süß, aber zehnmal am Tag musste er an die Bäume der Nachbarschaft pinkeln. Das nervte sie ungeheuerlich.
Weil die Nachbarn gestern Abend Lärm gemacht hatten, stampfte Sheila extra laut die Trep-pen runter. Danach war ihre Aggression auch fast verflogen, und als ihr der süße Typ von der Autowerkstatt über den Weg lief, war ihr Tag gerettet. “Er hat mich angelächelt! Was das wohl zu bedeuten hat? Vielleicht findet er mich auch süß! Oje, ich habe meine Haare ges-tern nicht gewaschen! Und ich bin in meinem Zuhause-Anzuziehen raus! Das findet er be-stimmt nicht sexy.”, dachte sie. Und inzwischen hatte sie mit Fluffy schon ihr Dorf verlassen und war an den Feldern angelangt. Hinter den Feldern befand sich auf beiden Seiten ein Wald. Als Sheila - immer noch in Gedanken über den Autowerkstattfutzie - den Weg an den Weizenfeldern lief, geschah es. Ein junges Kaninchen rannte von der anderen Seite über die Straße, ca. 50 cm an Fluffy’s feuchtem Schnäuzchen vorbei. Dieser war außer sich vor Freude und hetzte dem Kaninchen hinterher. Erschrocken ließ Sheila die Leine los, was sie im nächsten Moment bereute. Fluffy war schon wenige Augenblicke später im dunklen Wald.
Am Anfang fiel es Sheila leicht, den Spuren ihres Hundes zu folgen. Im Weizenfeld waren manche Halme von Fluffy plattgetreten.
Sheila graute es vor dem Wald. In diesem Wald waren schon zwei junge Frauen innerhalb des letzten Monats verschwunden. Zögerlich näherte sie sich dem Dunkel des Waldes. Sie fühlte, dass etwas nicht stimmte. Ständig sah sie sich um, ob nicht vielleicht ein Mörder hinter einem der Büsche saß. Sie hörte auf jeden Laut, bei jedem Rascheln und Knacken lief es ihr kalt den Rücken runter. Ängstlich rief sie nach ihrem Haustier. Sie bekam keine Antwort. Von Sekunde zu Sekunde wurde sie nervöser. Wieder und wieder rief sie nach Fluffy, doch nichts regte sich an diesem finsteren Ort. Sie ging immer weiter in das Dickicht hinein.
Noch einmal wollte sie nach ihrem Hund rufen, dann würde sie diesen unheimlichen Ort so schnell wie möglich verlassen. Diesmal hörte sie Fluffy bellen.Sie drehte sich nach links und entdeckte ein Buch, das an einer Eiche lehnte. Als sie näher hinsah, erkannte sie, dass in dem Buchihr geliebter Fluffy saß! “Wie ist das möglich?”, dachte Sheila und berührte den Einband des Buches. Plötzlich kam ein starker Wind von hinten. “Das Buch will mich einsaugen!”, dachte sie und versuchte, sich zu wehren.. Je mehr sie sich dagegen sträubte, desto heftiger wurde der Sog des Buches. In ihrer Not klammerte Sheila sich an einen Ast, doch dieser war schon morsch und der Sog erfasste sie.
Kapitel 2
Einen kurzen Moment später saß sie neben ihrem Haustier im Gras. Fluffy hüpfte auf ihren Schoß und leckte Sheilas Gesicht. Diese setzte den Hund wieder ins Gras zurück und sah auf das Buch. Es lehnte an der Wand eines riesigen Gebäudes. “Das ist bestimmtein Schloss!”, dachte Sheila, “aber ich will trotzdem wieder nach Hause. Mein Buch wartet auf mich!” Als sie durch den Spiegel sah, fiel ihr auf, dass der Ast, an dem sie sichfestgehalten hatte, den Spiegel in der Mitte angeschlagen hatte. Ein komisches Gefühl breitete sich in ihr aus. Konnte sie jetzt überhaupt nach Hause reisen? Sie wollte es wenigstens mal versuchen und nahm Fluffy auf den Arm, berührte das Buch und wartete. Nichts tat sich. Verzweifelt versuchte sie es nochmal. Wieder tat sich nichts. Ihre Vermutung bestätigte sich. Sie kam nicht mehr in die reelle Welt zurück. Wütend trat sie gegen das Buch, doch das änderte auch nichts daran, im Gegenteil, das Buch ging noch kaputter dabei. Plötzlich stand ein Mann neben ihr. Er trug einen schwarzen Umhang, der bis zum Boden reichte, ein schwarzes Hemd, schwarze Stiefel, die ein bisschen an Springerstiefel erinnerten und einen schwarzen Zylinder. Allein der Anblick versetzte Sheila in Angst und Schrecken. “Sheila Wagner!”, sagte er. Seine Stimme klang düster und jagte Sheila einen Schauer über den Rücken. “Woher kennen Sie meinen Namen? Wer sind Sie?”, stotterte sie. “Ich bin der Besitzer dieses Buches und des Schlosses.”, sagte der Mann mit kalter, gelassener Stimme. Sheila erschrak. Sie hatte das Buch kaputtgemacht. Würde der Mann ihr jetzt was antun? Zutrauen würde sie es ihm schon... Schnell wollte sie sich entschuldigen:“Oh, es tut mir Leid, aber...”, doch der Mann unterbrach sie: “Das Buch muss repariert werden. Du kannst solange in meinem Schloss wohnen. Ich zeige dir dein Zimmer.” Noch bevor sie sich wehren konnte, hatte der Mann sie gepackt und zerrte sie zum Eingang des Gebäudes. Je mehr Sheila erklärte, dass sie ihm keine Umstände machen wolle, desto fester packte der Mann zu. Es kam ihr so vor, als ob der Mann ein programmierter Roboter war...
Sie betraten das Schloss. Sheila kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Eingangs-halle war riesig und hell, die ganze linke Wand war ein gigantisches Fenster. An der Decke hingen mindestens zehn Kronleuchter. Der Boden war aus Marmor und so sauber, dass man bedenkenlos davon essen konnte. Alles glänzte und funkelte. Nur eines schien Sheila eigenartig: Die dreckigen Pfoten von Fluffy, der seinem Frauchen auf Schritt und Tritt folgte, hinterließen keinerlei Spuren auf dem Boden...
Nachdem sie die Eingangshalle durchquert hatten, kamen sie an Treppen. Diese waren mit einem Samtteppich überzogen. Das Geländer war aus purem Gold, und an den Seitenwänden hingen goldene Lampen. Danach sah Sheila einen langen Gang, der in dem selben Stil wie die Eingangshalle gebaut war. Links und rechts waren viele Türen. Diese waren aus Eichenholz gefertigt und hatten Türgriffe aus Gold. Die zweite Tür auf der rechten Seite war ihres. Es war ungefähr dreimal so groß wie ihr Wohnzimmer zu Hause. Es war prachtvoll aus-gestattet. An der Decke hing ein großer Kronleuchter, und das Bett war so groß, man hätte zehn Leute darin unterbringen können. Und dieses kleine Reich gehörte Sheila ganz alleine. Ach, da war noch Fluffy, aber der war in diesem Moment nicht so wichtig. Der Stoff der Bettdecke und des Vorhangs war himmelblau und mit Diamanten bestickt. “Du darfst dieses Zimmer nicht verlassen, sonst muss ich dich in den Kerker sperren. Verstanden?”, sagte der Mann. Eingeschüchtert nickte Sheila. “Das wird eine tolle Zeit,” dachte sie, “ich kann tun und lassen was ich will, wenn ich in dem Zimmer bleibe. Zuerst werde ich mich so richtig entspannen und dann...” Ja, und dann? Erst jetzt fiel Sheila

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Kommentare

TJ Omar schrieb am 2008-09-19 21:43:54:
Tolle Geschichte. Die Idee gefällt mir. Du hast zwar den ein oder anderen Rechtschreibfehler gemacht, aber man kann die Geschichte trotzdem flüssig lesen. Man kann die Geschichte bildlich vorstellen.
Ich würd dir empfehlen, wenn du jemanden sprächen läßt, dass du dann eine neue Zeile beginnst, ist dann übersichtlicher, meiner Meinung nach.
Stell schnell den nächstel Teil rein, ich will wissen wies weiter geht. Ist spannend.

MfG TJ Omar

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