Im Schattenn des Mondes
von
Elyon
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
Klappentext:
„Wie viel Zeit bleibt uns noch?“, fragte Leah Max. „Ich muss sie hier wegbringen, ehe es zu spät ist.“, sagte Cathy und sah dabei zu mir. „Was ist denn los? Was passiert hier?“ Ich war völlig von der Rolle, was geschah hier? „Nein, Cathy, dafür bleibt keine Zeit.“, meinte Max nachdenklich, er stand in der Mitte der ganzen Gruppe. „Ich muss sie hier wegbringen!“, schrie Cathy nun Max an. „Nein, Cathy!“, antwortete der nur. „Würde mir einer Mal erklären was hier los ist?“, auch ich war sauer, was geschah hier nur? Warum musste ich verschwinden? „Sie wird es erfahren, Cathy, wir können dass nicht verhindern, aber wir müssen sie beschützen!“, sagte Max mit einer Stimme die nicht zu erwidern war. „Aber, sie soll es nicht wissen, sie…“ Cathy war nun ziemlich aufgelöst, sie stand kurz vor den Tränen. „Cathy?“ Ich wusste immer noch nicht was gerade geschah, aber besonders gut schien es nicht zu sein. Cathy nickte nur und zog mich zurück in die Richtung wo unser Zuhause war. „Cathy! Was ist denn los?“ Ich wollte wissen was los war. Ich musste es wissen. Sie zog mich weiter bis zu Rande der Lichtung, dort drückte sich mich sanft an einen Baum. „Cathleen, was…“, setzte ich an, aber sie sagte nur: „ Olivia, egal was jetzt passiert du musst mir versprechen, dass du hier bleibst!“ „Aber…“ „Versprich es mir!“ Cathys Bitte war schwer auszuschlagen, also nickte ich nur. „Olivia, egal was passiert, ich wollte dich da nie mit hinein ziehen.“, sagte sie nur noch, da drehte sie sich um zu den Anderen.
Olivia ist 14 Jahre alt, doch glücklich ist sie nicht. Mit dem Gedanken sich umzubringen, lebt sie weiterhin ihr einsames Leben. Ihre Eltern haben kaum Zeit für sie und Freunde hat sie keine. Doch mit ihrem ersten, besten Freund dem Kater Tiger ändert sich alles. Sie stößt auf eine Gruppe Schüler und freundet sich sofort mit Cathy an. Doch Olivias beste Freundin hat ein dunkles Geheimnis, in das sie Olivia nicht mit hinein ziehen will, doch dies ist leider unumgänglich.
Kapitel 1: Einsamkeit
„Wie einsam doch der Mond ist.“ Wie jeden Abend saß ich in unserer Hollywoodschaukel im Garten. Ach ja, nun hatte eine Wolke den Mond verdeckt, diesen wunderschönen Vollmond. Jedes normale Mädchen läge jetzt schon im Bett und würde gespannt auf den nächsten Tag warten. Doch ich freute mich keineswegs auf meinen morgigen Geburtstag. Ich werde ihn wahrscheinlich wieder einmal alleine feiern. Meine Eltern würden schon früh zu Arbeit fahren und mir mein Geschenk auf den Tisch legen. Wahrscheinlich ist es ein dritter Fernseher oder die vierte Playstation. Doch das was ich mir wirklich wünschte, würde ich nie bekommen. Meine Eltern kannten meinen größten Wunsch ja auch gar nicht und sie werden ihn auch niemals erfahren. Ich wünschte mir nichts sehnlicher als einen guten Freund. Es muss kein Junge sein, es muss ja nicht mal ein Mensch sein, aber das ist das einzige wo nach ich mich sehnte. Da meine Eltern als Profitennisspieler arbeiten, haben sie nie Zeit für mich. Sie haben keine Ahnung davon wie schlecht es mir geht, sie wissen gar nichts über mich.
Das kann ja heiter werden! Ich lag immer noch im Bett, obwohl ich eigentlich Schule hatte. Neben mir machte mein Wecker einen derartigen Aufstand, dass ich schließlich die weiße Fahne hisste. Genervt ließ ich meine Hand, die wie mein ganzer Körper unter der Decke lag, nach draußen gleiten, um dem Radau ein Ende zu machen. Dann schlug ich meine Decke um, damit mein Oberkörper frei lag. Das wird wahrscheinlich der beste Geburtstag, den ein 14-jähriges Mädchen feiern kann. Langsam machte ich mich ans Aufstehen, Anziehen und ging dann schläfrig ins Esszimmer. Dort machte ich mich schnurstracks auf dem Weg zum Telefon. Schnell wählte ich die Nummer unserer Schule, die ich mittlerweile schon auswendig kannte. Unsere Sekretärin meldete sich schon nach dem zweiten Klingeln. „Ja, hier Wimbelton Highschool. Was kann ich für sie tun?“, fragte sie steril und gelangweilt. Schnell verstellte ich die Stimme und ahmte meine Mutter perfekt nach, wie ich das öfters tat. „Ja, hier ist Judi McAlister. Ich möchte meine Tochter Olivia McAlister krank melden, sie hat eine leichte Grippe, doch ich glaube Morgen kann sie schon wieder in die Schule kommen.“ „Okay, gut. Danke für ihren Anruf. Und sagen sie ihrer Tochter gute Besserung. Auf Wiederhören.“ „Wiederhören.“ Und schon war die Verbindung unterbrochen. Ich meldete mich oft krank, wenn ich keine Lust hatte, zu spät aufgestanden oder sonst irgendetwas war. Eigentlich war das nicht weiter schlimm, da ich einer der besten Schülerinnen in meinem Jahrgang war. Vielleicht sollte ich mal ein bisschen was über mich erzählen. Also, mein Name ist Olivia McAlister, ich bin, ab dem heutigen Tag, 14 Jahre alt und gehe in die 8.Klasse an der Wimbelton Highschool. Meine Klasse besteht aus etwa 30 Nasen, die Schule aus ca. 300. Doch obwohl es so viele Schüler und Schülerrinnen gibt, habe ich keinen einzigen Freund. Die Jungen und Mädchen sehen mich und wollen sofort nichts mit mir zu tun haben. Sie sehen meine Eltern im Fernsehen und denken schon alles über mich zu wissen. Niemand versteht mich, niemand kennt mich.
Inzwischen hatte ich mich an unseren großen Esstisch gesetzt. Er stand in der Mitte des Raumes, er sah aus wie eine Tafel, einfach riesig. Darum standen an einem Ende drei Stühle. Außer einem großen Flachbildfernseher, der an der Wand hing, war nichts mehr außer einer Vitrine in dem Raum. Das Esszimmer war, wie unser ganzes Haus auf der Hinterseite komplett verglast. So konnte man sehr weit sehen, bis zum Horizont. Hügel, Flüsse und Felder, da wir am Rande der Stadt wohnten konnte man dies alles sehr gut erkennen. Auf der anderen Seite, am vorderen Teil des Hauses, war auf jeder Stockwerkebene ein langer Balkon. Unser Haus hatte keinen Keller, dafür aber einen Dachboden. Es waren mit ihm drei Stockwerke. Im Erdgeschoss befanden sich das Esszimmer, die Küche, ein kleines Bad, eine Kammer, ein Wohnzimmer und ein Arbeitszimmer. Im ersten Stock waren ein zweites Badezimmer, mit Whirlpool und Dusche, mein Zimmer, mein Ankleidezimmer, mein Spielzimmer, das Schlafzimmer meiner Eltern, ein zweites Wohnzimmer und Arbeitszimmer Nummer zwei. Auf dem Dachboden war auch noch ein Schlafzimmer, dort schlief ab und zu unser Hausmädchen. Unser Zimmermädchen hieß Amy, konnte aber leider nur sehr wenig deutsch.
Doch etwas war anders als sonst. Der Tisch war gedeckt, auf meinem Teller lag, wie jeden Morgen, ein Zettel wo drauf stand: „Schönen Schultag, Schatz. Haben dich lieb, Mum und Dad.“, doch neben dem Zettel lag noch etwas anderes. Es war groß, viereckig und wunderschön verpackt, mit einer überdimensionalen Schleife. Wie gesagt es ist der dritte Fernseher. Obwohl ich mir zu 99 Prozent sicher war was in der Schachtel war, war ich trotzdem neugierig. Geschickt schlitzte ich mit einem Küchenmesser das Geschenkpapier an der einen Seite auf und riss es von dem Karton. Schnell machte ich die Schachtel auf und wisst
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.
Kommentar hinzufügen