Immerdar – Wo die Ewigkeit sterblich ist (Allmacht
von
Leinad Linguisti
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Aufgrund von mangelndem Interesse, habe ich mich entschieden den Ewigen-Held-Zyklus(20Bände) und Auftakt des vierzyklischen Nihilisten-Epos hier ruhen zu lassen. Interessenten finden ihn nach wie vor(auch schon weitergeführt: Anselm von Chro-Nist) bei Animexx.de.
Herzlichst
L.Linguisti
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31.Teil: Auf der anderen Seite
I.
Roland kam sanft auf der anderen Seite heraus. Die Kälte die ihm zuvor begegnet war, war nun allgegenwärtig. Seine Beine standen in kniehohem Schnee, dazu wehte ein kalter, schneidender Wind. Der Korrektor wünschte sich einige wärmere Sachen. Sein Herzlicht versprühte einen warmen Schauer, der ihn bis in die letzte Pore hindurch erwärmte.
II.
Immerdar war ein trostloser Ort. Nie hätte er für möglich gehalten, dass Götter solch einen Ort als ihr Zuhause betrachten würden. Schroffe Felsformationen und Berge von Schnee säumten einen breiten Gang, der von Fackeln erleuchtet war.
„Willkommen im Reich der Erhabenen, Roland vom Zeichen des Nichts. Immerdar wird dein Grab werden.“
Dolnar, der Krieger der letzten Stunde trat aus einer Nische heraus und hob seine einstmals lädierte Hand.
„Alles geheilt wie du siehst, Roland. Ich würde es dir gerne im gleichen Maß vergelten.“
III.
Der Krieger zog sein Schwert. Roland blieb ruhig.
„Gegen dich zu kämpfen hätte keinen Wert. Deine Herren werden jetzt durch meine Klinge den Tod erleiden.“
Dolnar lachte.
„Glaubst du wirklich, ein Abkömmling Neu´tris könnte die Erhabenen verletzten, geschweige den töten. Roland ich bitte dich. Ich habe dir mehr Zurechnungsfähigkeit zugetraut. Die Erhabenen sind nur von einem wahren Meister des Nichts zu töten. Neu´tris prophezeite uns einen mächtigen Zauberer, der im Stande ist ganze Welten zu verschlingen. Du hast noch nicht einmal die Wertigkeit deiner Möglichkeiten erkannt.“
IV.
„Sie wird mich leiten“, konterte der Günstling des Nichts.“
„Leiten und opfern, du Narr. Sie mag nicht selbst in das Geschehen eingreifen können, aber sie weiß wie es weitergeht. Du wirst hier dein Ende finden und deine weiteren Reinkarnationen werden die Drecksarbeit für sie erledigen. Willst du das, Roland? Bekenne dich zum Sein. Dann darfst du deine Tochter wieder in den Armen halten.“
„Ich habe einen Schwur geleistet. Ich werde für meine Herrin gerne in den Tod gehen, aber zuvor werde ich die rächen, die von uns gegangen sind. Die Menschheit hat solch ein grausiges Schicksal nicht verdient. Es ist alleine die Schuld des Seins.“
32.Teil: Dolnar, der Krieger der letzten Stunde (3) – Begegnung der Schwerter
I.
„Das Sein verkörpert ein Wesen, das dein Kleingeist nicht zu erfassen versteht. Licht, Dunkelheit, Finsternis und Hölle bilden den Part des Seins und das Neutrale den Part des Nichts und des Un-Seins.“
„Aber die Hölle verkörpert das Böse, wie kann es zum Sein gehören.“
„Weil die Hölle ein auf sterblichen Denken aufgebautes Instrument ist. Es existiert, wenn auch nur in den Köpfen der Menschen. Das Un-Sein dagegen bezieht seine Macht aus dem vollkommenen Gar nichts. Aus dem Neutralen. So rechtfertigt es sich.“
II.
„Das ist mir zu hoch. Das verstehe ich nicht.“
Dolnar zog sein Schwert aus der Scheide.
„Und deshalb wirst du scheitern und sterben noch bevor du begreifen kannst.“
Der Krieger ging auf den Korrektor los. Stahl traf auf Stahl. Roland hatte Mühe sich bei der Kälte auf den Beinen zu halten. Die kalte Luft schnitt in seinen Lungen.
„Warum müssen wir kämpfen?“
„Weil ich bin und du nicht. Es ist unsere Bestimmung.“
III.
„Muss den alles auf Schicksal und Bestimmung hinauslaufen. Warum denkst du nicht einfach mal selbst? Handle nach deinen eigenen Wünschen.“
„Ich bin nicht geschaffen worden um zu denken, sondern um dich aufzuhalten, Roland.“
Roland ließ sein Schwert in die Scheide zurück gleiten.
„Daran habe ich kein Interesse, zuviel Blut ist bereits vergossen worden.“
Dolnar verzog die Augen zu Schlitzen.
IV.
„Ganz wie du willst, Unsinniger. Wenn du nicht mit mir kämpfen willst, werde ich dich vernichten.“
Das Schwert stieß vor. Traf. Blut spritzte und ein Körper ging zu Boden.
33.Teil: Das Herzlicht (8) – Gerechter Wille
I.
Dolnar stöhnte auf als er die Klinge durch seinen eigenen Leib gezogen hatte. Roland war erstarrt. Wie ging das? Er hatte genau gesehen, wie der Krieger das Schwert durch seinen Körper getrieben hatte, aber die Spitze war in Dolnars Brust herausgekommen und es war sein Blut, dass den Schnee färbte.
„Aber wieso? … Ich versteh das nicht.“
II.
Dolnar spie Blut.
„Du hast eine deiner Fähigkeiten aktiviert. Dein Körper kann Unsterblichkeit erlangen, wenn du nur lange genug übst. Aber das werden deine anderen Reinkarnationen übernehmen. Deine Zeit endet hier, Roland. Du wirst dich am Ende selbst vernichten, so wie Neu´tris es wollte. Erwarte unsere letzte Begegnung.“
III.
Der Krieger der letzten Stunde wurde durchscheinend, bis er völlig entschwunden war. Roland stand auf und schrie gegen den heraufziehenden Schneefall an.
„WARUM HAST DU MIR DAS NICHT GESAGT?“
Seine Stimme hallte von den Bergen wider.
34.Teil: Dem Nichts sein Standpunkt
I.
„Ich habe dir gesagt, dass du mich hassen wirst, Roland. So wie es alle tun, weil sie nicht begreifen können, was ich tun muss um am Leben zu bleiben.“
„Was soll ich den begreifen?“
„Du hast es verdrängt. Eine wichtige Erinnerung, die dir gleich offen liegen wird. Dein Handeln hat dich blind gemacht. Dein Hunger nach Wissen und Wahrheit hat dich gesättigt und dein Durst nach Offenlegungen dich trunken gemacht für die Wahrheit.“
II.
„Du lenkst vom Thema ab. Hat Dolnar Recht, bin ich nur eine Figur für dich?“
„Du bist ein Wesen des Nichts geworden auf deinen eigenen Wunsch hin.“
„Warum sagst du mir nicht was ich wissen will?“
„Weil du es nicht wissen willst. Stell die richtigen Fragen und ich gebe dir die richtige Antwort. Du willst von mir belogen werden. Du willst nicht wissen, was für ein Ende dein Leben nehmen wird. Den Krieger den ich zu erschaffen versuche wird mit deinen Eigenschaften gesegnet sein. Er wird über alle Gaben von Sein und Un-Sein verfügen. Ein mächtiger Magier der die Welt seiner Bestimmung zuführen wird.“
III.
„Das ist nicht möglich. Soweit im Voraus kannst du nicht planen. Das ist völlig wahnsinnig.“
„Du beginnst an mir zu zweifeln, Roland. Deine menschliche Seite dringt wieder an die Oberfläche. Deine Gefühle übernehmen die Kontrolle. Unterbinde es, oder du wirst verschwinden.“
„Willst du mir drohen?“
„Ich habe nicht die Macht dich zu töten. Und auch keineswegs den Wunsch dazu. Das Nicht-Sein entledigt sich seiner Untreuen von selbst.“
IV.
„Du hast mich reingelegt, du verfluchte Hexe.“
Neu´tris seufzte schwer.
„Du bist nur ein Gefäß für den Krieger meiner Wünsche. Roland du selbst hast dich in diese Situation
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