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Kategorien > Misshandlung > Gesselschaftskritik

In einer kalten, dunklen Nacht ohne Mond

von sina franke

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Ich schaue auf meine Armbanduhr und beschließe noch ein bisschen zu warten. Die Lichter sind aus und ich sitze mit einem Buch in der Hand schweigend auf meinem Platz. Ich kann es nicht mehr unterdrücken, das Gefühl wird immer stärker und ich beschließe mich auf den Weg zu machen. Ich lege das Buch beiseite und starte den Motor. Ein grollendes Geräusch ertönt und hallt in die schwarze Nacht und keiner ist da, um dieses Geräusch zu hören. Der Mond versteckt sich hinter dicken, schwarzen Wolken und nur vereinzelnde Sterne finden den Weg zur Erde.
Es ist kalt. Die Fenster sind beschlagen und ich muss sie erst etwas freimachen, bevor ich losfahre. Das Gefühl wird immer stärker und ich weiß, jetzt muss es sein. LOS!!!
Ich fahre die Straße auf und ab und warte. Die Disco macht gleich zu, jetzt werden sie kommen. Und da sehe ich es schon. Der Daumen eines jungen Mädchens wird nach oben gestreckt. Ich halte an. Sie weiß ja nicht, dass ich auf sie gewartet habe.
„Kann ich dich mitnehmen?“, frage ich und ein charmantes Lächeln erhellt mein Gesicht. Ich weiß, dass ich gut aussehe. Vertrauenswürdig und nett.
„Oh ja, danke, das wäre ganz lieb.“ Ich schaue sie an. nein ich betrachte sie ganz genau. Blonde lange Haare, grüne Augen. Tolle Figur. Symphatisches Lächeln. Ja genau, dass ist sie. „Wo solls denn hingehen?“ Sie beschreibt mir den Weg, ist ein bisschen angetrunken und lacht viel. Ich lache mit. Sie gefällt mir. Traurig. Schade.
„Oh, Sie hätten doch hier rechts gemusst.“
Ich merke wie sich mein Blick verdunkelt, wie ich in der Nacht zum Tier werde. Ich achte nicht auf ihr Geplappere, fahre immer schneller. Biege in ein Waldstück ein und halte. Ihre Tür ist verriegelt.
Ihre grünen Augen starren mich an. „Nein, dass darf mir nicht passieren.“, stammelt sie. „Nicht ich.“
Wenn nicht sie, wäre es ein anderes Mädchen. Mir ist es völlig gleich, wer es sein wird.
Ihre Angst erregt mich. Sie schreit, doch hören kann sie keiner. Ich spüre wie es sich in meiner Hose wölbt und fange an laut und heftig zu atmen. Sie schlägt um sich, will nicht, dass ich sie anfasse.
„Bitte tun Sie mir nichts, ich kann das nicht. Bitte ich will nicht.“ Sie weiß nicht, dass es schon zu spät ist. Ich packe ihre Hände und fessle sie. Zieh sie aus dem Auto, auf den kalten Boden. Sie soll bei Bewusstsein bleiben und es mit mir erleben.
Ich muss es tun. Ich kann gar nichts dafür. „Ich muss nach hause, meine Mama wartet doch auf mich. Ich bin doch erst 15.“ Schreit sie. Achja, in die Disco kann sie, aber kein Sex, die Jugend von heute.
Ich presse meine Lippen auf ihre, liege über ihr und mein Körpergewicht lässt nicht zu, dass sie sich bewegen kann. Mein Körper bebt vor Lust und ich nehme mir das, was ich brauche. Immer und immer wieder.
Nackt und völlig hilflos liegt sie nun vor mir. Sie weint. Nicht mal wehren tut sie sich mehr. „Warum, warum ich?“ jammert sie immer wieder.
Meine Lust ist vergangen. Und nun ekele ich mich vor mir selbst. Ich hasse mich. Ich hasse mich und alle Frauen dieser Welt.
Ich gehe wieder ans Auto und hohle Benzin und Feuer. „Nein bitte, bitte nicht.“ Ich beuge mich über sie und drücke ihr den Hals zu. Auch dieses Verfahren erregt mich und ich lasse von ihr ab und tue es noch einmal. Sie schreit! Die kalte, dunkle Nacht verschluckt ihren nach Hilfe suchenden Schrei und nimmt ihn und sie hinfort. Und wieder ist keiner da, dieses Geräusch zu hören.
Nun lege ich meine Hände abermals um ihren Hals, küsse sie innig und erdrossele sie. Wie immer dauert es ziemlich lang, bis sich ihre straffe, pralle Brust nicht wieder erhebt. Ihr Gesicht ist wunderschön, ohne Ängste und voller Zuversicht. Unendlich schön. In alle Ewigkeit.
Nun zünde ich sie an, dass man mich auch ja nie entdeckt und ich weiterhin meine Lust stillen kann.
„Auf wieder sehen“, sage ich und werfe das Streichholz auf sie. Lichterloh geht sie in Flammen auf und ich steige gelassen in mein Auto und fahre davon.
Niemand wird erfahren, wer es war.
Nur ich mach ein weitres Kreuzchen in meinen Notizblock und werde bald in der Zeitung erfahren wer dieses Mädchen war, das alleine in einer kalten, dunklen Nacht nach Hause trampen wollte und niemals ankam.

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Kommentare

daisy schrieb am 2009-11-10 17:00:38:
also ist mittlerweile die 3 geschichte dieich von dir lese,
bei deiner schreibweise gefriert ein das blut in adern.
mach weiter so.
anele schrieb am 2009-06-16 12:49:42:
Es ist interesant zu sehen wie der Verbrecher die Sachen betrachtet, endlich eine andere sicht
julieju schrieb am 2008-06-11 13:58:50:
Hey du!
ich find die Geschichte super spannend. Ich hab noch nie eine Story aus der Sicht des Vergewaltigers gelesen. Toll, mach weiter so!!! lg Julieju
Arpi schrieb am 2007-12-21 17:21:21:
hättest das vllt noch n bisschen genauer schreiben können? xD
Johannes Beck schrieb am 2007-12-05 14:32:34:
Wahnsinn. eine atemberaubende Geschichte. Ab und zu finde ich einige Formulierungen nicht so toll gelungen
(z.B. "Nicht mal wehren tut sie sich mehr."; "auf wieder sehen" => "auf Wiedersehen". ich glaub das war auch schon alles. P.S.: diese Anmerkung soll mal ein bisschen mehr sein, als nur "ja, super...", denn ich glaube, dass sowas einem Schreiberling mehr bringt als das größte Lob der Welt.)
Naja, wie auch immer.
Gefällt mir sehr gut.
Gruß jo
jess schrieb am 2007-12-04 22:50:06:
wow...die story ist ziemlich gut! ziemlich heftig, ziemlich gut geschrieben und ziemlich spannend!! lg jess
Hilfe? schrieb am 2007-12-03 15:13:24:
Hi, Sina,

immer wieder heftig, deine Geschichten. Aber gut geschrieben- fast zu echt...
grauenvoll, egal in welche der Personen man sich reinversetzt-

Ob das der Vergewaltiger ist, der seinem Trieb ausgesetzt ist (ich würde eher sagen, sich ihm aussetzt) oder das Mädchen, dass den ältesten Fehler der Bekanntwerdung von Misshandlungen, Morden und Kidnapping begeht und keine Chance mehr hat.

Und noch schlimmer, dass so etwas ja immer häufiger passiert.

Liebe Grüße,
Samuel

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