Irgendwo dazwischen
von
Marianne Engelbrecht
1
Für mich gibt es manchmal mehr als nur ein JA oder ein NEIN.
Eine Welt irgendwo dazwischen… Ob man das verstehen muss?
Nein.
Keiner kann das begreifen, der mehr oder weniger bodenständig ist und mit zwei Beinen auf der Erde steht, sich nicht beeinflussen lässt.
Ich träume mich manchmal so in den Tag hinein.
Dann steigere ich mich in meinen Gedanken so in etwas hinein, dass ich fast verzweifle. Fast so, als ersticke man an etwas. Ich reiße das Fenster auf, um frische Luft zu bekommen. Heute geht es mir mal wieder schlecht. Der Brustkorb scheint so eng, erschwert das Atmen.
Scheiß Asthma!
Aber das Übel liegt woanders.
Bei mir.
Ich denke zuviel.
Ich denke soviel, dass ich mich manchmal damit selbst zerstöre.
Die Tage sind so unterschiedlich, man könnte es mit Himmel und Hölle gleichsetzen.
Wie man so schön sagt: 'Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt'
Zum einen wenn das positive überwiegt, das schlechte, negative in den Hintergrund gedrängt wird.
Ich kann dann – wenn die gute Laune überschwappt, alle möglichen Leute mitreißen, motivieren, sau gute Stimmung verbreiten, andere 'anstecken', kreative Energie freisetzen und lachen, bis ich von Stuhl kippe.
Das ist die eine Seite von mir.
Die übermütige.
Und wenn es sein muss, lässt sie mich Gefühle erleben, die es vorher kaum gab. Keiner kann mir dann was. Das 'Hoch' schützt mich.
Diese Seite lässt sogar die hässlichsten Worte und Taten an mir abprallen.
Aber:
Wehe wenn das andere ich wieder kommt…
Dann bin ich klein.
Und neben der Spur. Aufgeregt, weil ich nichts hinbekomme.
Mein Selbstbewusstsein verabschiedet sich.
Bin dann wieder das Kind von damals, welches sich von der Mutter beim Aufsätze schreiben hat helfen lassen müssen. Könnte dann ein Zimmer schwarz anstreichen und selbst das wäre mir dann noch zu bunt.
Mache Fehler.
Habe Angst.
Bin verloren...
1
Kommentare
Marianne Engelbrecht schrieb am 2010-06-01 11:17:18:
Ich könnte auch ernst und anständig schreiben. Doch das ist hier nicht angebracht. Trotzdem Danke für die Kritik
Hösemöhöh schrieb am 2010-05-31 23:57:25:
:O manchmal bin ich echt erstaunt, wie gut ich mir vostellen könnte, dass mein Name über dieser Geschichte stehen könnte...
Ja das sind original meine Gedankengänge.
Ich kann das alles hier sehr gut nachvollziehen und gebe dem hier inhaltlich gesehen daher ein ganz großes Plus !
Sprachlich hingegen muss ich "Taschentuch" teilweise zustimmen, denn die könnte man an manchen Stellen noch etwas verbessern.
Doch summa summarum ist das schon sehr gelungen, was du hier geschrieben hast,
Mari-Anne ; )
fanpire1612 schrieb am 2010-05-29 21:12:35:
wow, zwar hab ich kein asthma, aber du spiegelst ziemlich genau meinen alltag >.<
es ist manchmal wirklich ätzend, nicht einfach mal die gedanken abzulöschen, weil sie einen so fertig machen. weil man sich zu viele gedanken macht. du hast es echt gut beschrieben!
auch diese tage, an denen man sich einfach gut fühlt.
lg
Taschentuch schrieb am 2010-05-27 20:22:00:
Mir gefällt die Geschichte. Ich würde die Geschichte aber irgendwie besser und emotonial tiefgründiger finden wenn die Wörter wie " Scheiß " bei " Scheiß Asthma " oder " sau " bei " sau gute Stimmung verbreiten " nicht vorkämen. Aber ansonsten passt alles finde ich.
Kommentar hinzufügen