Jake (Mike´s Freund)
von
Simon
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Jake (Mike4)
Was sollte man über Jake sagen...
Jake DeLore war dem Aussehen nach Mitte vierzig.
Er hatte nicht nur einen seltsamen Nachnamen,nein,er war auch mit seltsamen Dingen beschäftigt.
Zwar hatte er sich im Laufe der Jahrhunderte angepasst,aber manche hielten ihn für einen seltsamen Zeitgenossen.
Vielleicht lag es an seinen Hobbies.
Er sammelte Nachtfalter...
Und alles über Vampire.
Vielleicht,weil er einer war?
Seine Bibliothek umfasste ungefähr 800 Bücher und Romane über diese Spezies.
Um bei den Menschen besser anzukommen,hatte er sich bemüht, sich zu ändern.
Offener zu werden.
Daher hatte er letztes Jahr einen Umzug in Betracht gezogen.
Nicht weit weg.
Aber ein anderes Viertel.
Da Geld in gewissen Kreisen keine Rolle spielt,war Jake es gelungen,ein Haus aus den 1970er Jahren zu ersteigern.
Die Vorbesitzer,ein schrulliges altes Ehepaar,war an plötzlichem Blutverlust gestorben...
Sein bester Freund hatte ihm geholfen.
In jenem neuen Viertel wollte der Vorsitzende des Ältestenrates sich offener geben,und was wäre dazu besser geeignet als ein kleines Fest im Garten?
Zu diesem Zweck hatte er den jüngeren Vampir um Hilfe gebeten.
Mike hatte alles geregelt,die Art der Einrichtung,die Technik...
Es war erstaunlich,wie gut sie sich verstanden,obwohl sie ja mehrere Jahrhunderte trennten.
Mike wurde mitte zwanzig erst zu dem,was er ist.
Jake wurde so gebohren.
Im Laufe der Zeit hatte der jüngere seinem Freund beigebracht,wie man ass,trank und sich als Mensch aufführte.
Jedenfalls sollte das Fest dazu dienen,sich des Vertrauens der neuen Nachbarn würdig zu erweisen.
Ein paar Tage später wollte er die Mitglieder seiner Vereinigung zusammenrufen.
Durch einen dummen Fehler streikte plötzlich der Computer.
Daher hatte er Mike angerufen,denn das Fest stand kurz bevor und er konnte seinen PowerMac nicht dazu bewegen,auf deren Daten zuzugreifen.
Es blieb ihm also nichts anderes übrig als ihn herzuordern und die Daten wieder herzustellen.
Er war gerade in der Bibliothek,als es an der Tür klingelte.
Also öffnete er und sah seinen Freund grinsend mit einem Laptop in der Hand vor dem Haus stehen.
"Zu Ihren Diensten."
lächelte Mike und verbeugte sich vor seinem Artgenossen.
"Komm herein.Mein Haus ist Dein Haus."
war die Antwort,was in diesem Falle wohl eher ironisch gemeint war.
Das Haus war riesengross und das Grundstück an die 1500 Quadratmeter an Fläche.
"Ich habe die Daten der ehrenhaften Mitglieder der Häuser Usher und Agnas auf dem Computer gespeichert,da ich das Buch der vergessenen in meinem Tresor aufbewahre.
Dummerweise habe ich die Kombination vergessen. Daher brauche ich Dich mein Freund."
"Das dürfte kein Problem sein,Jake."
erwiderte Mike und sie begaben sich durch die Eingangshalle vorbei an der Küche,in der nie gekocht wurde, in das Büro.
"Du hast Dich gut angepasst,alter Freund. Wie ich bemerkte,sah ich eine Espressomaschine in der Küche stehen."
"Gut erkannt.Dank Dir bin ich nun koffeinabhängig. Ich bringe Dir gleich eine Tasse. Fang mal an mit der Arbeit."
entgegnete Jake und begab sich in die Küche,schaltete die Maschine an und suchte nach einer sauberen Tasse,die er schliesslich in der Spülmaschine fand.
Mike umgang sämtliche Sicherheitszertifikate und zwang so den Computer zum Start.
Nach wenigen Minuten hatte er alle Zugriffsrechte repariert.Nun konnte LeDore alle erforderlichen Daten aller Vampirfamilien einsehen.
Das Meeting nach dem Nachbarfest konnte geplant und die Einladungen gedruckt und verschickt werden.
Jake erwies sich als überaus dankbar und führte seinen Vertrauten zum Kellergewölbe.
"Ich habe eine besondere Überraschung für Dich Mike.Nur das Beste."
sagte er,als sie durch eine Wand gingen,die nicht wirklich existierte.
Hologramme sind was bemerkenswertes,dachte Jake.
Die Vampire traten ein in ein Zimmer,welches fast vollständig in rotem Samt ausgekleidet war.
Schweres Möbel stand im Raum,alte Ölgemälde hingen an den dunkelroten Wänden.
Ein alter Sekretär stand an der Wand,davor ein schwarzer Ledersessel.
Ein düsterer Ort.
Wie aus einem Film.
An der Wand rechts zum Eingang war ein großes Himmelbett von Vorhängen aus Samt verdeckt.
"Ein kleines Dessert gefällig?"
griente Jake und schob einen der schweren Vorgänge beiseite.
Dort waren zwei benommene Blondinen in knappen Kleidern postiert.
Offensichtlich verweilten sie schon länger dort,denn unter ihren Augen zeichneten sich Ringe ab.
"Nicht mehr ganz taufrisch,aber dennoch köstlich. Man gönnt sich ja sonst nichts.Du bist herzlich eingeladen."
So fielen die Geschöpfe des Bösen über die wehrlosen her.
Das Blut fiel in diesem Raum nicht auf und so labten sie sich am Lebenssaft der Frauen.
Nachdem sie gespeist hatten,wischten sich die Blutsauger die Spuren ihrer Tat aus den Mundwinkeln,zogen den Vorgang wieder zu und verlieren den roten Raum.
Als wäre nichts geschehen,setzten sie ihre Unterhaltung fort.
Bei einem guten Glas Rotwein machten sie es sich in der hauseigenen Bibliothek gemütlich.
Da Geschehnisse unter Vampiren andere Inhalte haben,zumeist jedenfalls, erzählte der Ältere mal wieder einer seiner unzähligen Geschichten.
Zweifelnd hörte Mike zu.
Nicht,dass er an den Geschichten zweifelte-
Nein.Mike zweifelte an seinen Taten.
Innerlich zerrissen,überlegte er,wie es zu vermeiden wäre,Menschen zu töten.
"Ist es richtig,dass wir vom Blut von Tieren leben können? Verstehe mich nicht falsch,aber ist es grundsätzlich möglich?"
wollte der Millionär wissen.
Grimmig schaute der andere ihn an,nahm einen Schluck und meinte dann:
"Willst Du wie ein Tier leben?Oder wie jetzt? Was ist besser:jung und schön sein oder mit Ringen unter den Augen eine Schande für einen Vampir zu sein? Ja, Tiere können Dich ernähren.Bedenke aber,dass Du vom Mensch abstammst.Tiere können also auf Dauer kein geeigneter Ersatz sein."
Mike hatte vielleicht einen Fehler gemacht,indem er dieses Thema ansprach.
Aber er wusste auch,dass Jake ihm verzeihen würde.
Wäre Mike noch ein Mensch,er wäre rot geworden vor Scham.
Um das Thema zu wechseln,berichtete er von St.Tropez.
Belustigt von dieser Erzählung vergass der Ältere die vorangegangene Frage.
Der Millionär schmückte alles in dunkelroten Farben aus,so dass es in bester Vampirtradition erschien.
Nach ein paar Stunden verabschiedete sich der Jüngere von seinem Freund in der Hoffnung,dass der Alte seinen nachdenklichen Einwurf vergessen würde.
Zwar versuchte Mike,irgendwie die Menschheit aus seinem Spiel zu lassen.
Andrerseits entwickelte er immer bessere,leisere Maschinen für das Anzapfen von Menschen.
Er war das widersprüchlichste Wesen,das auf der Erde wandelte.
Während die Nacht den Tag verdrängte, machte Mike sich auf den Weg nach Hause.
Er musste nachdenken.
Auf dem Weg fühlte er sich seltsam schläfrig,konnte kaum die Augen offenhalten.
Da schoss es ihm in den Kopf.
Die Frauen wurden mit Laudanum betäubt!
Er
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Kommentare
Christoph Schlüter schrieb am 2006-05-01 12:35:35:
Nicht zufällig Fan von "Interview mit einem Vampir"? Egal, nette Geschichte. Allerdings nimmst du sehr viele Überraschungsmomente vorweg ( du verrätst zu schnell alles, baust so zuwenig Spannung auf ), zudem fehlen die Höhepunkte und ein echter Schluß ( vielleicht so einer mit dem man nicht rechnet ). Oder wird die Story noch fortgesetzt?
Wie gesagt, schlecht ist sie nicht, hat echt gute Ansätze. Aber noch bearbeitungswürdig. Zudem solltest du mehr Wert auf Charaktere und Dialoge legen. Kleiner Tipp: Es geht dazwei ziemlich coole Bücher von James N. Frey "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" 1 und 2. ( Emons Verlag ). Da bekommt man sowas ziemlich gut beigebracht.
Ist zwar für Romane aber die Schreibregeln dort gelten auch für Short Stories.
Bitte unbedingt weiterschreiben.
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