Jeder ist ersetzbar
von
chiomara
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immer klar. Vorsorglich hebt er schon mal beide Arme in die Luft. Doch der Maskierte sieht nicht einmal in seine Richtung, geht auf ein Motorrad zu, zieht sich den Helm über die Windschutzmaske und fährt ruhig von dannen.
Na, man kann sich ja auch mal täuschen, die Welt ist schließlich schlecht, das ist eine Tatsache.
Die letzten hundert Meter fällt er wieder in leichten Dauerlauf, sieht vor dem Eingang des riesigen Hochhauses seiner Arbeitsstelle etwa dreißig Menschen mit großen Schildern im Kreis laufen. Schon wieder eine Demo, stöhnt er. Verdammt, was wollen die nur immer, sollen doch froh sein, eine Arbeitstelle zu haben aber nein, sie wollen noch mehr Geld, noch mehr Umweltbewusstein. Wie soll man denn nur beides unter einem Hut bekommen? Nun, das ist schließlich nicht sein Problem. Während er auf einem Hundehaufen, Scheiß Straßenköter, ausrutscht, sich gerade noch fangen kann, entschließt er sich, den Hintereingang über den Parkplatz zu nehmen. Ein letzter Spurt.
Endlich hat es der Fahrer des Kleinbusses geschafft, jetzt noch in diese Einfahrt zum Parkplatz, die Computer für die Bürotypen ausladen und Feierabend. In Ruhe kann er dann seinen Kaffe trinken gehen und... verdammt, wo kommt denn dieser Mann plötzlich her, rast genau auf ihn zu, der wird ihn doch sehen.... Nein... Heftig tritt der Kleinbusfahrer auf die Bremse, reißt das Lenkrad um, schleudert knapp an dem Mann, der nun wie festgefroren stehen geblieben ist und ihn dümmlich anstarrt, vorbei, genau gegen die rechte Außenwand des Firmengebäudes. Durch den Aufprall springen die Hintertüren auf und die Kisten mit den neuen Rechnern schießen mit Schwung aus dem Wagen, genau auf ihn zu. Er hat gerade noch Zeit, ungläubig die Augen aufzureißen und zu denken, dass er niemals geahnt hatte, eines Tages von seiner Arbeit erschlagen zu werden! Die Aktentasche hält er bis zum letzten Moment fest umklammert, dann wird alles um ihn herum schwarz.
Als der Firmenchef von dem Unfall informiert wird, erkundigt er sich nach einem kurzen, aber überzeugenden Anflug von Mitleid, wann der Parkplatz wieder befahrbar sein wird und zu welchem, schnellsten Termin mit einer neuen Computerlieferung gerechnet werden kann. Zeit ist schließlich Geld. Außerdem solle man sich doch bitte noch die Aktentasche aushändigen lassen und die Unterlagen von einem fähigen Mann überprüfen lassen, die Personallücke muss geschlossen werden.
Jeder ist ersetzbar.
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Kommentare
:-) schrieb am 2010-02-12 22:01:00:
wow
oliverherr@aol.com schrieb am 2010-02-12 08:07:59:
Hey ich finde deine Geschichte wirklich gut, genau nach sowas habe ich gesucht, hat mich irgendwie an jemanden erinnert.....Vielen Dank
Ein-guter-Tipp schrieb am 2010-02-07 21:06:28:
Hallo, daß hat zwar nichts mit der Geschichte zu tun, aber ich muß hier mal was loswerden:
Nervt das euch nicht auch, wenn man in den Suchmaschinen nur Angaben findet,
die man nicht gebrauchen kann? Wenn man ein Suchwort eingibt, werden meistens
auf den forderen Plätzen nur irgendwelche Müllseiten angezeigt.
Das muß aber nicht sein, ich kenne jetzt eine Seite, wo man mit einem Klick
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